Aufrufe
vor 1 Jahr

AEE_Renews Kompakt Studie Bundesländervergleich

  • Text
  • Energien
  • Nutzung
  • Zunahme
  • Erneuerbaren
  • Anstrengungen
  • Stromerzeugung
  • Erneuerbarer
  • Gesamt
  • Ausbau
  • Bayern
  • Studie
  • Deutschland.de

AEE_Renews Kompakt Studie

AUSGABE 48 20.12.2019 BUNDESLÄNDERVERGLEICH ERNEUERBARE ENERGIEN 2019: ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE SCHLESWIG-HOLSTEIN UND BADEN-WÜRTTEMBERG FÜHREN DIE GESAMTWERTUNG AN Die neue Bundesländervergleichsstudie zeigt die Stärken und Schwächen der Bundesländer beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Die Analyse bewertet auf Basis von 61 Indikatoren die politischen Anstrengungen und Erfolge der Länder bei der Nutzung von Erneuerbaren Energien sowie beim damit verbundenen wirtschaftlichtechnologischen Wandel. An der Spitze der aggregierten Ergebnisse stehen Schleswig-Holstein und Baden- Württemberg. Bei den einzelnen Indikatorengruppen führen Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Hamburg. Verbesserungsmöglichkeiten in einzelnen Bereichen gibt es in allen Bundesländern. Auf der anderen Seite gibt es auch in den Ländern am Ende des Rankings einige Lichtblicke. DAS KONZEPT DES BUNDESLÄNDERVERGLEICHS • Der Ländervergleich umfasst 61 Einzelindikatoren, die vier Indikatorengruppen zugeordnet werden. • Zwei Indikatorengruppen (1A und 2A) bewerten die politischen Anstrengungen bzw. das Engagement der Landesregierungen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie für die technische und wirtschaftliche Transformation (Input). • Zwei Indikatorengruppen (1B und 2B) bewerten die Erfolge beim Ausbau der Erneuerbaren Energien und beim Strukturwandel (Output). 1 GESAMTRANKING Mit Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg stehen zwei Länder an der Spitze des Gesamtrankings, die sehr unterschiedliche Voraussetzungen für die Nutzung Erneuerbarer Energien mitbringen. Folglich liegen die besonderen Stärken der beiden Länder auch an verschiedenen Stellen. Schleswig- Holstein schneidet zwar in allen vier Indikatorengruppen gut ab, zeichnet sich aber durch besonders große Fortschritte bei der Nutzung Erneuerbarer Energien im Strombereich aus. Das ist vor allem auf die Windenergie zurückzuführen. Auch bei der energiepolitischen Programmatik liegt Schleswig-Holstein in der Spitzengruppe. Im Vergleich zur Vorgängerstudie von 2017 schafft das nördliche Bundesland in der Gesamtplatzierung den größten Sprung nach vorne: vom fünften auf den ersten Rang. Am meisten Aufholbedarf besteht noch bei den Anstrengungen zum technologischen und wirtschaftlichen Wandel (Platz acht). Baden-Württemberg, das seit dem ersten Bundesländervergleich 2008 in der Spitzengruppe liegt, zeichnet sich unter anderem durch eine vorbildliche energiepolitische Programmatik, umfassende Klimaschutz- und Ausbauziele sowie ambitionierte Maßnahmen zur Steigerung des Erneuerbaren-Anteils im Wärmebereich aus. Am schlechtesten schneidet das Land bei den Erfolgen im technologischen und wirtschaftlichen Wandel ab. Hier erreicht es nur den zehnten Platz. Basierend auf 61 Einzelindikatoren wurden vier zusammenfassende Indikatorengruppen gebildet, welche die politischen Anstrengungen ebenso wie die Erfolge bei der Nutzung Erneuerbarer Energien und beim technologischen und wirtschaftlichen Strukturwandel untersuchen. In der Indikatorengruppe 1A zur Bewertung der Anstrengungen für die Nutzung Erneuerbarer Energien hat Baden-Württemberg einen großen Vorsprung gegenüber den zweit- und drittplatzierten Ländern Rheinland-Pfalz und Thüringen sowie Schleswig-Holstein auf dem vierten Rang. Vor allem das Klimaschutzgesetz von 2013, das Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK) von 2014 und das Erneuerbare-Wärme-Gesetz von 2015 gelten nach wie vor als vorbildlich. Die Erfolge bei der Nutzung Erneuerbarer Energien (Indikatorengruppe 2A) sind in Bayern am größten, was vor allem am Ausbau der Solar- und Bioenergie liegt. Demgegenüber wird das Potenzial der Windenergie in Bayern stark vernachlässigt. Die auf den Plätzen zwei und drei folgenden Länder Schleswig-Holstein und Thüringen konnten ihren Punkteabstand zu Bayern in dieser Indikatorengruppe gegenüber der Vorgängerstudie von 2017 deutlich verringern. 1

Hier finden Sie Fachpublikationen und Unternehmensbroschüren

Finden Sie uns auch auf

Copyright © 2017 Bundesverband WindEnergie