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Analyse der Ausbausituation der Windenergie an Land - Fruehjahr 2016

Quelle: FA Wind (2015): Analyse der Ausbausituation der Windenergie an Land Januar bis März 2016, Berlin; Stand: Juni 2016

1. Zusammenfassung In

1. Zusammenfassung In den ersten drei Monaten des Jahres 2016 wurden 315 Inbetriebnahmen neuer Windenergieanlagen an Land mit einer Gesamtleistung von 875,6 MW im Anlagenregister erfasst. Dies entspricht einem Zuwachs von 40 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die durchschnittliche Realisierungsdauer (ab Genehmigung) lag bei 11 Monaten, was die mittleren Umsetzungszeiträume registrierter Neuanlagen in vorangegangenen Perioden bestätigt. Für die Genehmigungssituation zeigt sich im ersten Quartal 2016 ein anderes Bild. Die Zahl der registrierten Anlagenzulassungen ging gegenüber den Vergleichszeiträumen in 2015 und 2014 deutlich zurück. Mit 262 Anlagenzulassungen für 795,1 MW Windenergieleistung lag die Zahl der registrierten Bescheide 37 Prozent (Q1/2015) bzw. 65 Prozent (Q1/2014) unterhalb der letzten beiden Jahre. Ende März waren 1.132 Genehmigungen für 3,2 GW Windenergieleistung registriert, deren Umsetzung bis dato noch aussteht. Der Umfang offener Genehmigungen entspricht der Situation, wie sie sich im Herbst sowie zum Jahresende 2015 darstellte. Bislang deutet die Genehmigungssituation nicht auf einen starken Anstieg der Anlagenzulassungen im Jahr 2016 hin. Im Februar 2016 wurde deutschlandweit die erste Genehmigung für eine Windenergieanlage mit einer Nabenhöhe von 164 Metern registriert. 2. Vorbemerkung Mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2014 wurde in § 93 EEG 2014 die Ermächtigungsgrundlage für die Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) 1 geschaffen, auf deren Grundlage die Bundesnetzagentur (BNetzA) das Anlagenregister errichtete und seit August 2014 betreibt. Die Veröffentlichung der gemeldeten Daten erfolgt seither monatlich auf den Internetseiten der BNetzA. 2 Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen müssen diese, soweit sie nach dem 31.07.2014 in Betrieb genommen wurden, registrieren (§ 3 AnlRegV). Darüber hinaus sind auch Inhaber von genehmigungsbedürftigen Anlagen verpflichtet den behördlichen Bescheid, soweit dieser nach dem 28.02.2015 erteilt wurde, ins Anlagenregister einzutragen (§ 4 AnlRegV). Windenergieanlagen an Land (WEA), die vor dem 01.08.2014 in Betrieb gingen, sind zu registrieren, wenn die installierte Leistung geändert, die Verlängerung der Anfangsvergütung fünf Jahre nach Inbetriebnahme beansprucht oder aber die Anlage endgültig stillgelegt wird (§ 6 AnlRegV). Im Folgenden wird die Situation der im Frühjahr 2016 neu in Betrieb gegangenen sowie genehmigten Windenergieanlagen an Land analysiert, wobei sich die Auswertung auf Anlagen mit einer elektrischen Mindestleistung von 500 Kilowatt (kW) beschränkt. 3 Datenmeldungen kleinerer Windturbinen werden nicht ausgewertet. 4 3. Ausbau der Windenergie an Land im Frühjahr 2016 Die Analyse der Entwicklung der Windenergie an Land für den Zeitraum Januar bis März 2016 basiert auf den von der BNetzA am 1. Juni 2016 veröffentlichten Anlagenstammdaten zum Meldestand 1 Verordnung über ein Register für Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und Grubengas, kurz Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) v. 01.08.2014 (BGBl. I S. 1320), zuletzt geändert durch Artikel 3 der Verordnung v. 17.02.2015 (BGBl. I S. 146); http://www.gesetze-im-internet.de/anlregv/index.html 2 BNetzA, Veröffentlichung der im Anlagenregister registrierten Anlagenstammdaten unter: http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1432/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/Anlagenregister/Anlagenregister_Veroeffentlichung/Anlagenregister_Veroeffentlichungen_node.html - Stand: 31.12.2015. 3 Die Abgrenzung der Anlagengröße orientiert sich am Bundesverband WindEnergie (BWE), der »kleine Windenergieanlagen« definiert als solche Anlagen, »die meist der Selbstversorgung einzelner Haushalte dienen und eine Leistung bis zu 500 Kilowatt haben«. Der BWE verweist zudem auf das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt), wonach Kleinwindanlagen weniger als 200 m² überstrichene Rotorkreisfläche besitzen; vgl. https://www.wind-energie.de/glossary/4#letterk. Die Abgrenzung sog. Kleinwindanlagen definieren verschiedene Akteure sehr unterschiedlich. Eine Übersicht hierzu findet sich beim Bundesverbandes Kleinwindanlagen unter: http://bundesverband-kleinwindanlagen.de/definition-kleinwindanlagen/ 4 Zum Vergleich: In Q1/2016 sind 315 Inbetriebnahmen von Windenergieanlagen registriert, die jeweils eine elektrische Mindestleistung von 500 kW aufweisen. Im gleichen Zeitraum sind sieben neue Kleinwindanlagen erfasst, deren spezifische Leistung zwischen 1 und 10 kW liegt. Die Gesamtleistung dieser Kleinwindanlagen umfasst 31 kW. Seite 3 von 10 www.fachagentur-windenergie.de

30.04.2016. Die zeitliche Abgrenzung erfolgt anhand der registrierten Genehmigungs- bzw. Inbetriebnahme-Daten. Abweichend davon definiert die BNetzA den monatlichen »Zubau« anhand des Meldezeitpunkts der Inbetriebnahme. 5 Anlagenbetreiber müssen Situationsänderungen innerhalb von drei Wochen an die Behörde melden, wodurch es zu monatsüberschreitenden Verschiebungen zwischen dem Ereigniszeitpunkt und dessen Meldezeitpunkt kommen kann. Nachdem in der aktuellen Fassung des Anlagenregisters die Datenerfassung des Monats April beim Meldedatum 30.04.2016 abgeschnitten wird, werden im Folgenden nur die komplett erfassten Monate Januar bis März ausgewertet. 3.1 Inbetriebnahme neuer Windenergieanlagen an Land Das Anlagenregister verzeichnet zwischen Januar und März 2016 insgesamt 315 Windenergieanlagen mit einer elektrischen Gesamtleistung von 875,6 Megawatt (MW), die im ersten Quartal des Jahres in Betrieb genommen wurden. Die regionale Verteilung der Neuanlagen im Frühjahr 2016 zeigt Tabelle 1. Tabelle 1: Regionale Verteilung neuer Windenergieanlagen an Land im Frühjahr 2016; Daten: BNetzA, Auswertung: FA Wind Inbetriebnahme Windenergie an Land Q1/2016 Anlagen Leistung [MW] Anteil Leistung am Gesamtzubau [%] Nabenhöhe [m] Rotordurchmesser [m] Baden-Württemberg 11 29,4 3,4% 141 118 Bayern 28 79,8 9,1% 140 114 Berlin - - - - - Brandenburg 28 73,2 8,4% 135 110 Bremen 1 3,0 0,3% 149 116 Hamburg - - - - - Hessen 17 50,8 5,8% 138 115 Mecklenburg-Vorpommern 31 93,8 10,7% 128 106 Niedersachsen 53 142,8 16,3% 132 106 Nordrhein-Westfalen 53 145,7 16,6% 131 108 Rheinland-Pfalz 10 27,9 3,2% 131 110 Saarland 3 9,9 1,1% 137 126 Sachsen 2 3,1 0,4% 69 62 Sachsen-Anhalt 19 55,2 6,3% 119 106 Schleswig-Holstein 54 146,2 16,7% 97 95 Thüringen 5 14,9 1,7% 124 111 Gesamt 315 875,6 100,0% 126 107 In den ersten drei Monaten des Jahres gingen jeweils mehr als 50 Neuanlagen in Schleswig-Holstein (54 WEA), Niedersachsen (53 WEA) und Nordrhein-Westfalen (53 WEA) in Betrieb. Rund 30 Neuanlagen wurden in dieser Zeit in Mecklenburg-Vorpommern (31 WEA), Bayern (28 WEA) und Brandenburg 5 Der von der BNetzA veröffentlichte Brutto-Zubau eines Bezugszeitraums wird gemäß § 26 Abs. 2 Nr. 2a EEG 2014 aus der Summe der installierten Leistung, die in diesem Zeitraum als in Betrieb genommen registriert wurde, ermittelt. Seite 4 von 10 www.fachagentur-windenergie.de

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