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Barometer Digitalisierung der Energiewende

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3Regulatorische und

3Regulatorische und technologische Vorgaben in Einklang bringen Ausschusses Gateway-Standardisierung ist für Oktober 2020 geplant. Zur Unterhaltung des Branchendialogs wird weiter an dem Konzept der Arbeitsgemeinschaften festgehalten. Die AG Intelligente Netze und Zähler (AG INuZ) wird als Branchenarbeitskreis zur Weiterentwicklung der regulatorischen Rahmenbedingungen im Referat IIIC4 weitergeführt. Neu hinzugekommen ist, unter der Leitung der Geschäftsstelle Gateway-Standardisierung, die AG Gateway-Standardisierung (AG GwS) zur Weiterentwicklung der technischen Standards des SMGW in Umsetzung der BMWi-/ BSI-Standardisierungs-Roadmap für die sektorübergreifende Digitalisierung nach dem GDEW. Zur Organisation der Zusammenarbeit mit Fachexperten wurden die bereits in Kapitel 3.3 erwähnten Arbeitskreise zur Ausgestaltung des § 14a EnWG und zur Weiterentwicklung technischer Standards in den Bereichen Smart Grid, Smart Mobility und Smart Metering/Sub-Metering ins Leben gerufen. Öffnen der Plattform für eine branchenübergreifende, anbieterorientierte Nutzung Die aktuellen Diskussionen beschäftigen sich primär mit den Grundlagen der Digitalisierung für eine erfolgreiche Energiewende. Transparenz in der Netzauslastung und die Möglichkeit, im Bedarfsfall bei Leistungsspitzen im Sinne einer Netzstabilität eingreifen zu können, dominieren die Bestrebungen in der Weiterentwicklung sowohl des regulatorischen Rahmens als auch der technischen Standards. Da ist es nicht verwunderlich, dass am Branchendialog beteiligte Vertreter der Verbände und Unternehmen vornehmlich aus Abbildung 4: Zusammenarbeit zur Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens und technischer Standards BMWi Referat IIIC4 Digitalisierung, Regulierung und Recht der Stromnetze Geschäftsstelle und Ausschuss Gateway-Standardisierung Branchenarbeitskreis Branchendialog zu regulatorischen Fragestellungen AG Intelligente Netze und Zähler AG INuZ Gegenseitiger Austausch Empfehlungen zur Festlegung technischer Standards AG Gateway-Standardisierung AG GwS Projekt „Digitalisierungsbarometer“ Fachexpertenarbeitskreis Workshops zur Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens Barometer/Ausgestaltung a EnWG Technische Eckpunkte BSI Fachexpertenarbeitskreis BMWi Task Forces zur Weiterentwicklung technischer Standards Smart Grid/Smart Mobility/Smart Metering/ Sub-Metering 30 | Barometer Digitalisierung der Energiewende 2019

energiewirtschaftlichen und energiewirtschaftsnahen Bereichen kommen und die Gefahr eines „Tunnelblicks“ entsteht. Der Plattformgedanke des GDEW ist allerdings mehr als eine reine Digitalisierungsmaßnahme für die Netze. Neue Möglichkeiten für Geschäftsmodelle werden sich auf der Grundlage der Messwerte eröffnen. Um das Interesse der Anbieter zu erhöhen, gerade auch über Branchengrenzen hinweg, muss der technische Zugang zur SMGW-Plattform allerdings möglichst einfach sein. Am Beispiel von Google lässt sich das zeigen. Google folgt einem einfachen Prinzip: „Öffne die Plattform einer möglichst großen Anzahl von Anbietern, damit diese den Output der Plattform in eigene Produkte integrieren können.“ Es geht bei diesem Ansatz also gar nicht darum, Anwendungen in das eigene Ökosystem zu ziehen, sondern den Output der Plattform im Sinne eines Service für andere Plattformen wie z. B. iOS, Android, CarPlay usw. zur Verfügung zu stellen. Schritt die Nutzung des sicheren CLS-Kanals als Enabler für Mehrwertdienste. Über entsprechende Adapter können Anbieter unterschiedliche Angebote unter Aufrechterhaltung des hohen SMGW-Sicherheitsstandards realisieren. Für den Erfolg und die Skalierbarkeit spielt allerdings die Interoperabilität des Adapters eine bedeutende Rolle. Eine Standardisierung durch ein entsprechendes Referenzdesign sollte in Betracht gezogen werden. Langfristig sind die Öffnung des SMGW für die direkte Entwicklung von Mehrwerten und ein entsprechend neues Referenzdesign des SMGW zu prüfen. Vorstellbar ist eine Architektur bestehend aus einem geschützten Bereich für sicherheitskritische Anwendungen wie „Messen“ und „Steuern“ und einem wettbewerblichen, offeneren Bereich für nicht sicherheitskritische Anwendungen. 27 Die Liste an erfolgreichen Plattformbeispielen ist lang. Selbst ein eigenes Ökosystem auf der Basis spezifischer Hardware ist denkbar. Amazon hat es vorgemacht und stellt mit seinen Amazon Echo Devices eine Hardwareplattform zur Verfügung, für die sich eine Community gefunden hat und dedizierte Anwendungen entwickelt. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Der Servicegedanke bringt mehr Flexibilität in der Produktgestaltung. Die Services können für beliebige Plattformen gestaltet werden, der Anbieter entscheidet, wo und wofür seine Anwendung kreiert werden soll; ob eine iOS-App, eine Skill für Alexa oder eine Anwendung im Auto, steht ihm dabei völlig frei. Auch die Möglichkeit, verschiedene Services unterschiedlicher Plattformen miteinander zu kombinieren, bringt einen klaren Vorteil. Herausfordernd wird dabei allerdings die Authentifizierung des Anschlussnutzers. Während beim Ansatz der eigenen Entwicklungsumgebung die Anwendungen im geschützten Bereich des SMGW laufen, muss sich eine App auf einer Drittplattform anmelden und die eigenen Nutzer qualifiziert authentifizieren. Zur schnellen Umsetzung auf den aktuellen Gerätegenerationen empfiehlt sich für den Ökosystemansatz im ersten 27 Vgl. BMWi, Gutachten Topthema 1 „Verbraucher, Digitalisierung und Geschäftsmodelle“ (www.bmwi.de) Barometer Digitalisierung der Energiewende 2019 | 31

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