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BEE__Stellungnahme_zur_Weiterentwicklung_der_Regelenergie

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BEE-Stellungnahme zum Eckpunktepapier „Festlegungsverfahren zur Weiterentwicklung der Ausschreibungsbedingungen und Veröffentlichungspflichten für Sekundärregelung und Minutenreserve“ der Bundesnetzagentur - Minutenreserve: stündliche Produktlänge und untertägige Ausschreibung bis 1 Stunde vor Einsatzstunde (in Dänemark können bis zu 45 Minuten vor der Einsatzstunde die Preise und Mengen von den Anbietern geändert werden) - Sekundärregelleistung: stündliche Produktlänge und kalendertägliche Ausschreibung für den Folgetag - Primärregelleistung: stündliche Produktlänge und kalendertägliche Ausschreibung für den Folgetag Unsymmetrische Ausschreibung für alle drei Regelleistungsarten Die getrennte Ausschreibung von negativer und positiver Regelleistung muss auch für die Primärregelleistung gelten. BEE-Forderung: Regelleistungsnachweis über „mögliche Einspeisung“ Bei der Betrachtung von Regelenergie ist der Nachweis über die erbrachte Leistung wichtig. Hierbei gibt es für Windenergie zwei prinzipielle Möglichkeiten: Das Modell der „Fahrplan basierten Einspeisung“ und das Modell der „möglichen Einspeisung“. Über Prognosen wird die mögliche Einspeisung des Windparks festgestellt. Bei einer „Fahrplan basierten Nachweisführung“ wird von einer konstanten Wirkleistungsabgabe der Windenergieanlage ausgegangen. Wird tatsächlich mehr produziert, würde bei einem Fahrplan der Windpark bereits gedrosselt gefahren, auch wenn keine negative Regelleistung abgerufen wird. Hier werden unnötige Energieverluste in Kauf genommen. Bei dem Modell der „möglichen Einspeisung“ hingegen wird, statt einer festen Fahrplanvorgabe, anhand von Prognosen ermittelt, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Windenergieanlage wie viel Strom erzeugen wird. Wenn nun negative Regelleistung von einem Windpark angefordert wird, führt dies zu einer Drosselung im Verhältnis zur tatsächlich möglichen Ist-Einspeisung anstelle der konstanten Wirkleistungsabgabe. [..] Um den Nachweis der erbrachten Regelleistung zu führen, soll deshalb ein Modell der „möglichen Einspeisung“ Anwendung finden. Ein vorgegebener Fahrplan würde zu einer unnötigen Abregelung von Windenergieanlagen führen, der zu unnötigen volkswirtschaftlichen Kosten führen würde. Regelzonenübergreifende Regelleistungserbringung ermöglichen De facto können heute Anlagen, die sich in getrennten Regelzonen befinden, nicht gemeinsam (d.h. in einem „Pool“) auf dem Regelleistungsmarkt vermarktet werden. Aufgrund technischer Hindernisse kann nicht einmal die bestehende Ausnahmeregel in Anspruch genommen werden, die die gemeinsame Vermarktung von Anlagen („Pooling“) aus verschiedenen Regelzonen zur Erreichung der Mindestangebotsgrenze erlaubt. Damit wird insbesondere die Chance vertan, die regional unterschiedlichen Wetterbedingungen dazu zu nutzen, ein gesichertes Produkt aus einem Pool von Windenergieanlagen anzubieten, um Besicherungskosten zu verringern und den Wettbewerb zu stärken. Das Regelzonen übergreifende Pooling sollte deshalb generell erlaubt sein. Perspektivisch ist zu diesem Zweck auch eine Harmonisierung der Regelzonen anzustreben. 4

BEE-Stellungnahme zum Eckpunktepapier „Festlegungsverfahren zur Weiterentwicklung der Ausschreibungsbedingungen und Veröffentlichungspflichten für Sekundärregelung und Minutenreserve“ der Bundesnetzagentur BEE-Vorschlag im Weißbuch Minutenreserve: stündliche Produktlänge Minutenreserve: untertägige Ausschreibung bis 1 Stunde vor Einsatzstunde Primärregelleistung: stündliche Produktlänge Primärregelleistung: kalendertägliche Ausschreibung für den Folgetag Sekundärregelleistung: stündliche Produktlänge Sekundärregelleistung: kalendertägliche Ausschreibung für den Folgetag Unsymmetrische Ausschreibung für alle drei Regelleistungsarten Regelleistungsnachweis über „mögliche Einspeisung“ Regelzonenübergreifende Regelleistungserbringung ermöglichen Umsetzung im Eckpunktepapier BEE Vorschlag wurde umgesetzt (übererfüllt) BEE Vorschlag wurde teilweise umgesetzt PRL ist nicht Gegenstand des Eckpunktepapiers PRL ist nicht Gegenstand des Eckpunktepapiers BEE Vorschlag wurde teilweise umgesetzt BEE Vorschlag wurde umgesetzt. PRL ist nicht Gegenstand des Eckpunktepapiers Nicht enthalten, aber ist in den Präqualifikationskriterien der ÜNB aufgenommen Nicht umgesetzt, sondern im Gegenteil Rücknahme der bestehenden Ausnahmeregelung Tabelle 1: Vergleich BEE-Vorschläge im Weißbuch und Umsetzung im Eckpunktepapier der Bundesnetzagentur Anmerkungen zum ÜNB Leitfaden zur Präqualifikation von Wind 1 Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben am 17. Dezember 2015 die technischen Kriterien zur Erbringung von Regelleistung durch Wind veröffentlicht. Diese sehen eine Pilotphase vor und werden voraussichtlich zukünftig noch angepasst. Um einen diskriminierungsfreien Zugang für alle Anbieter zu ermöglichen sollten diese öffentlich konsultiert und von der BNetzA (alternativ denkbare wäre auch das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN)) begleitet werden. An dieser Stelle folgen die aus BEE Sicht wichtigsten Anmerkungen in Kürze: 1. Die Berücksichtigung von Abschattungseffekten wie in Punkt 4.3 gefordert ist nach aktuellem wissenschaftlichen Stand nicht gesichert möglich, da Modelle die den Abschattungseffekt berücksichtigen könnten aktuell noch nicht fertig entwickelt sind und Gegenstand der Forschung sind. Weiterhin ist zu hinterfragen ob eine Validierung von derartigen Modellen grundsätzlich möglich ist. 2. Vorrang Einspeisemanagement (EinsMan) gegenüber der Erbringung von Regelleistung nach 2.3: Eine klare Definition, welcher Mechanismus Vorrang hat, fehlt aktuell. Um ein gesichertes Angebot auf dem Regelleistungsmarkt abgeben zu können, sollte dem Anbieter entweder vorab bekannt sein, welche EinsMan-Maßnahmen zum Erbringungszeitpunkt durchgeführt werden oder der Regelleistung Vorrang gegeben werden. 1 ÜNB: Leitfaden zur Präqualifikation von Windenergieanlagen zur Erbringung von Minutenreserveleistung im Rahmen einer Pilotphase, Version 1.0, Stand: 17.12.2015, 5

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