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Black Swans (Risiken) in der Energiewende

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Die Energiewende hat eine hohe Bedeutung für eine verlässliche Energieversorgung und eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des Vorhabens, in einer Risikoanalyse Ereignisse zu identifizieren, deren Eintritt zwar unwahrscheinlich ist, die aber im Eintrittsfall die weitere Entwicklung der Energiewende negativ beeinflussen könnten. Ergänzend sollten geeignete politische Reaktions- und Vorsorgemöglichkeiten beschrieben werden. Gutachter waren die Prognos AG, das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) und die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Energiewende gegenüber potenziellen Risiken weitgehend robust ist und unerwartete Störungen in der Regel gut aufgefangen werden könnten. Es wird empfohlen, mögliche Risiken bei der Weiterentwicklung von Strategien und Zielsetzungen mitzudenken. Neue Instrumente zur Risikovorsorge sind nur bedingt notwendig.

Verfügbarkeit von

Verfügbarkeit von Rohstoffen • Änderung der Bevölkerungsstruktur und damit einhergehende Auswirkungen auf Nachfrage, Infrastruktur, Fachkräftereservoir etc. Der Zugang zu und die Verfügbarkeit von Rohstoffen hat zwei Perspektiven: zum einen ist die Frage nach Energie-Rohstoffen zu stellen, zum anderen müssen auch diejenigen Rohstoffe fokussiert werden, die für die Entwicklung und Produktion von Technologien relevant sind. Beispiele hierfür sind: • Die ausreichende Verfügbarkeit von erneuerbarer Biomasse für die energetische Nutzung ist mit größeren Unsicherheiten behaftet. Dies betrifft insbesondere die biogenen Treibstoffe. Technologien für die Herstellung von Biotreibstoffen der III. Generation sind erst in der Entwicklung. Zudem bestehen bei der Biomasse Nutzungskonflikte, z.B. bei den Treibstoffen („Tank vs. Teller“). • Rohstoffe zum Aufbau und Unterhalt der Infrastruktur. Zu erwähnen sind hier zum einen Stahl und Kupfer für Leitungen und Anlagen, zum anderen kritische Mineralien, die nur in geringen Mengen verbraucht werden, aber zentral für das Funktionieren der Anlagen und Geräte sind. Beispiele dafür sind Gallium und Germanium in der PV-Herstellung, Cerium für Hybridfahrzeuge oder Lithium und Vanadium für Stromspeicher (Moss et al. 2011, Graedel 2011, Schriefl et al. 2013). • Die langfristige Verfügbarkeit und der geografische, politische oder physikalische Zugang bestimmt die Preisentwicklung dieser Rohstoffe. Die Rohstoffpreise wiederum beeinflussen die Kostenentwicklung der darauf basierenden Technologien (Bruckner et al. 2013, Großmann et al. 2013). Eine Verknappung seltener Metalle würde diesen Zusammenhängen gemäß zu erhöhten Technologiekosten der erneuerbaren Energien und folglich zu einem geringeren Ausbau führen. 9

Grundannahmen zur Energiewende und Schwarzen Schwänen Die Energiewende ist ein langfristiges Projekt, ihre Zielvorgaben reichen bis ins Jahr 2050. Weltweite Zielvorstellungen haben z.T. noch längere Zeithorizonte (2080, 2100). Mit einem derart langen Prognosehorizont wächst auch die Unsicherheit über Art, Ausprägung und Eintritt(swahrscheinlichkeit) von zukünftigen Ereignissen an. Die Erreichung der Ziele ist daher von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren, deren Entwicklung und Interdependenzen abhängig, die in der langfristigen Perspektive nur ungenügend genau abgeschätzt werden können. Vor dem Hintergrund der angeführten Beispiele lautet die erste Grundannahme für die Studie: Im Sinn der Zielstellung der Studie sind daher mögliche Ereignisse zu untersuchen, die die Stabilität der angeführten Rahmenbedingungen beeinflussen können. Dabei wird auf das Bild des Schwarzen Schwans zurück gegriffen. Ereignisse, die einen Schwarzen Schwan darstellen können, haben drei Eigenschaften (vgl. Taleb 2007): • Überraschend und unerwartet: Es ist ein Ausreißer, d.h. das Ereignis liegt außerhalb der regulären (empirischen und vergangenheitsbezogenen) Erwartungen bzw. außerhalb von Erfahrungswerten. • Das Ereignis hat enorme Auswirkungen. • Das Ereignis wird nachträglich rationalisiert und (dem Anschein nach) vorhersagbar gemacht, indem Erklärungen für sein Eintreten gesucht werden (psychologische Komponente). Gemäß Talebs „Schwarzer Schwan-Ansatz“ hat der Mensch die Illusion, die gegenwärtigen Ereignisse zu verstehen. In seinem Denken neigt er dazu, unwahrscheinliche Vorkommnisse auszublenden. Er sucht stattdessen nach „Beweisen“ um seine Prognosen und Szenarien zu bestätigen und verdrängt Hinweise auf Abweichungen. Laut Taleb kann jedoch aus einer in der Vergangenheit erhobenen Messreihe nicht auf die zukünftige Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses geschlossen werden. Daher bedarf die Erstellung von und der Umgang mit Prognosen und Szenarien eine besonders sorgfältige – und wiederholte – Prüfung der Eintrittswahrscheinlichkeiten bzw. deren Bewertung. Erst unter dieser Voraussetzung und der damit verbundenen Selbstreflektion sind Aussagen zu Eintrittswahrscheinlichkeiten valide. Eintrittswahrscheinlichkeiten sind nicht Gegenstand der Studie und der im Folgenden dargestellten Risikocluster. 10

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