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Black Swans (Risiken) in der Energiewende

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Die Energiewende hat eine hohe Bedeutung für eine verlässliche Energieversorgung und eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des Vorhabens, in einer Risikoanalyse Ereignisse zu identifizieren, deren Eintritt zwar unwahrscheinlich ist, die aber im Eintrittsfall die weitere Entwicklung der Energiewende negativ beeinflussen könnten. Ergänzend sollten geeignete politische Reaktions- und Vorsorgemöglichkeiten beschrieben werden. Gutachter waren die Prognos AG, das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) und die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Energiewende gegenüber potenziellen Risiken weitgehend robust ist und unerwartete Störungen in der Regel gut aufgefangen werden könnten. Es wird empfohlen, mögliche Risiken bei der Weiterentwicklung von Strategien und Zielsetzungen mitzudenken. Neue Instrumente zur Risikovorsorge sind nur bedingt notwendig.

Abbildung 2-4: Urliste

Abbildung 2-4: Urliste der potenziellen Schwarzen Schwäne (Wordcloud) 2.2.2 Clusterung, Bewertung und Auswahl zu behandelnder Schwarzer Schwäne Clusterung Die Studie beruht auf zwei Grundannahmen: Erstens benötigt die Energiewende stabile Rahmenbedingungen. Zweitens beeinflussen die zu untersuchenden Schwarzen Schwäne diese Rahmenbedingungen und damit die Energiewende. Daher ist im Weiteren zu klären, welche Ereignisse bzw. Schwarze Schwäne näher untersucht werden sollen. Dazu müssen die zu untersuchenden Schwarze Schwäne aus der Urliste selektiert werden. Die rund 150 Ereignisse auf der Urliste wurden aufgrund ihrer jeweiligen thematischen Nähe bzw. Ähnlichkeiten in ihrem Wirkungszusammenhang zu 41 thematisch-inhaltlich Risikoclustern zusammengefasst. Dabei wurden manche Ereignisse mehreren Clustern zugeordnet, da sie in ihrem Wirkungszusammenhang nicht eindeutig sind. Diese Informationsverdichtung dient dazu, eine Auswahl vorrangiger Schwarzer Schwäne zu ermöglichen, die vertiefend untersucht werden. Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über die abgeleiteten Cluster, eine tabellarische Darstellung der Cluster sowie 13

den ihnen zugeordneten Ereignissen ist im Anhang zu finden (Tabelle 5-2, ab Seite 185). Abbildung 2-5: Cluster der potenziellen Schwarzen Schwäne (Wordcloud) Bewertung Die Auswahl der vertieft zu bearbeitenden Schwarzen Schwäne muss nachvollziehbar und transparent sein, d.h. die Selektionskriterien sind offenzulegen, müssen logisch nachvollziehbar sein sowie in einem Zusammenhang mit der Zielsetzung der Studie stehen. Vor diesem Hintergrund müssen sie aus den Ausgangsthesen und dem Konzept der Schwarzen Schwäne ableitbar sein bzw. weitere bewährte Kriterien aus der Risiko-Forschung aufnehmen. Zudem sollten sie in einfacher Weise operationalisierbar sein. Die bekanntesten Kriterien zu Bewertung von Risiken sind die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadensausmaß (vgl. Kaplan & Garrick 1981: 13; SFK 2004: 13; WBGU 1998: 36 mwN). Schwarze Schwan-Risiken sind auf Grund ihrer Definition charakterisiert durch eine sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit. Diese kann aber nicht genau bestimmt werden, da das Risikoereignis außerhalb der empirischen Erwartungen liegt. Eine Einstufung und Gruppierung der Risiken anhand des Kriteriums Eintrittswahrscheinlichkeit ist deshalb lediglich anhand einer qualitativen Rangordnung möglich. 14

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