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Black Swans (Risiken) in der Energiewende

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Die Energiewende hat eine hohe Bedeutung für eine verlässliche Energieversorgung und eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des Vorhabens, in einer Risikoanalyse Ereignisse zu identifizieren, deren Eintritt zwar unwahrscheinlich ist, die aber im Eintrittsfall die weitere Entwicklung der Energiewende negativ beeinflussen könnten. Ergänzend sollten geeignete politische Reaktions- und Vorsorgemöglichkeiten beschrieben werden. Gutachter waren die Prognos AG, das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) und die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Energiewende gegenüber potenziellen Risiken weitgehend robust ist und unerwartete Störungen in der Regel gut aufgefangen werden könnten. Es wird empfohlen, mögliche Risiken bei der Weiterentwicklung von Strategien und Zielsetzungen mitzudenken. Neue Instrumente zur Risikovorsorge sind nur bedingt notwendig.

Verfügbarkeit von

Verfügbarkeit von Energierohstoffen Rohstoffzugang für EE-Technologien Stärkung fossiler Energietechnologien Folgekosten von Klimaschutztechnologien Extremwetter als Naturkatastrophe Eingeschränkter finanzieller Spielraum des Staates Russisches Gas-Embargo in 2030 führt zu sehr hohen Gaspreisen in Europa, deutsches Stromsystem ist zur Sicherstellung von Versorgungssicherheit signifikant von Gaskraftwerkskapazität abhängig, da Kohlekraftwerke stillgelegt wurden (Pfadabhängigkeit) Natürliche oder künstliche Verknappung seltener Metalle zur Herstellung von EE- Technologien Das Stromsystem wird unter der fehlerhaften Annahme, dass Carbon Capture & Storage (CCS) in fossilen Kraftwerken keine Rolle spielt, ausgerichtet, und später damit konfrontiert, dass CCS doch wirtschaftlich einsetzbar ist Ein Technologieschub ermöglicht den Einsatz neuer Dämmmaterialien im Gebäudebereich. Nach einer gewissen Zeit werden hohe Kosten der Entsorgung und Gesundheitsprobleme bekannt Extremwetter – Heftiges Unwetter mit Sturmflut und Orkanböen Es kommt zu einem signifikanten Einnahmenrückgang des Staatshaushaltes aufgrund nicht näher dargestellter weltwirtschaftlicher krisenhafter Entwicklungen Auch diese Auswahl lässt sich wiederum in Form einer Wordcloud darstellen: Abbildung 2-7: Auswahl der zu bearbeitenden Schwarzen Schwäne (Wordcloud) 19

2.2.3 Analyse der ausgewählten Schwarzen Schwäne Die Analyse der Schwarzen Schwäne erfolgte in mehreren Schritten. Zuerst wurde eine Wirkungskette erstellt, deren Ausgangspunkt das jeweils ausgewählte Initialrisiko darstellt. Als Initialrisiko wird dabei das Ereignis verstanden, das stellvertretend als wirkungsauslösendes Ereignis des jeweiligen Risikoclusters analysiert wird. Ein Risikocluster kann zwar durch unterschiedliche Initialrisiken ausgelöst werden. Für den analytischen Schritt der Entwicklung von Wirkungsketten ist jedoch die Fokussierung auf ein Anfangsereignis sinnvoll, da damit die jeweiligen Wirkungszusammenhänge klar strukturiert und abgegrenzt werden können. Diese Wirkungsketten sind das zentrale Element für die Analyse der Schwarzen Schwäne. Einerseits lassen sich damit qualitative Indikatoren beziehungsweise deren Änderungen identifizieren und beschreiben. Andererseits lassen sich mit den Wirkungsketten quantitative Indikatoren zur weiteren Bearbeitung ableiten. Die Analyse der Wirkungsketten beinhaltet auch die Erfassung der involvierten Akteure, respektive der Akteure, die von potenziellen negativen Auswirkungen betroffen wären. Dadurch können anhand der Wirkungsketten Ansatzpunkte für die Entwicklung von Reaktions- und Vorsorgemöglichkeiten identifiziert werden. Das heißt, es lassen sich Interventionspunkte für das Management der Risiken festmachen. Die folgende Abbildung illustriert den prinzipiellen Aufbau der Wirkungsketten: Abbildung 2-8: Beispiel für den Aufbau von Wirkungsketten 20

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