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Black Swans (Risiken) in der Energiewende

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Die Energiewende hat eine hohe Bedeutung für eine verlässliche Energieversorgung und eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des Vorhabens, in einer Risikoanalyse Ereignisse zu identifizieren, deren Eintritt zwar unwahrscheinlich ist, die aber im Eintrittsfall die weitere Entwicklung der Energiewende negativ beeinflussen könnten. Ergänzend sollten geeignete politische Reaktions- und Vorsorgemöglichkeiten beschrieben werden. Gutachter waren die Prognos AG, das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) und die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Energiewende gegenüber potenziellen Risiken weitgehend robust ist und unerwartete Störungen in der Regel gut aufgefangen werden könnten. Es wird empfohlen, mögliche Risiken bei der Weiterentwicklung von Strategien und Zielsetzungen mitzudenken. Neue Instrumente zur Risikovorsorge sind nur bedingt notwendig.

Schwarzer Schwan:

Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 31

3.2.3 Beschreibung und Analyse 3.2.3.1 Beschreibung des Initialrisikos Der zunehmende Anteil der erneuerbaren Energien im deutschen Strommix und der steigende Bedarf an Energietransport aus dem windreichen Norden Deutschlands in den verbrauchsstarken Süden machen in diesem Zusammenhang einen Ausbau der bestehenden Netzinfrastruktur unabdingbar. Dieser Netzausbaubedarf wird weiter verstärkt durch den Kernenergieausstieg, welcher insbesondere im Süden Deutschlands zu Erzeugungsengpässen führt. Derartige räumliche Disparitäten von Stromerzeugung- und verbrauch bedingen Stromtransport über große Distanzen, um die entsprechenden Ungleichgewichte zu überbrücken. Blockaden des Netzausbaus gefährden somit die erfolgreiche Integration der erneuerbaren Energien in das deutsche Energieversorgungssystem. Vor diesem Hintergrund können Netzausbaublockaden durch verschiedene Treiber und Interessengruppen hervorgerufen werden. Neben Blockaden, die aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen oder marktgetriebener Rahmenbedingungen entstehen, sind ferner politisch oder gesellschaftlich motivierte Blockaden sowie Hemmnisse des Netzausbaus aufgrund technologischer Aspekte zu differenzieren. Eine Einschätzung der Implikationen von Netzausbaublockaden erfordert ein tieferes Verständnis für zu Grunde liegende Motive und Interessensgruppen. Daher werden im Folgenden wesentliche Ursachen für Netzausbalubockaden anhand der erläuterten Kategorisierung im Detail dargestellt. Die Wirkungsentfaltung nach Eintritt des Initialrisikos Netzausbaublockaden tritt vorwiegend kurz- und mittelfristig ein. Die Wirkungen des Initialrisikos auf die Energiewende sind größtenteils kurzund mittelfristig zu erwarten, da langfristig technologische Alternativen zur Anwendung kommen können. In der mittel- bis langfristigen Sicht könnten jedoch weitere Infrastrukturen wichtig werden und ähnlichen Initialrisiken ausgesetzt sein (Strom-Verteilnetze, Gasnetze [Erdgas, ggf. Wasserstoff], E-Mobilität-Infrastrukturen [ggf. auch für Fernverkehr]). Regulatorische Rahmenbedingungen und Marktprozesse als Ursachen für Blockaden des Netzausbaus Regulatorische Rahmenbedingungen können zu Blockaden des Netzausbaus beitragen. Denkbar ist beispielsweise, dass ausgehend von den Regularien bezüglich der Netznutzungsentgelte fehlende Investitionsanreize in die Netzinfrastruktur resultieren. Hieraus wiederum würde ein Ausbleiben entsprechender Investitionen und somit kein entsprechender Netzausbau folgen. Um diese Gefahr abzuwenden, müssten Investitionen dann subventioniert werden, um durchgeführt zu werden. Subventionen können zu weniger effizienten Marktergebnissen führen, so dass sich die Gesamtkosten des Netzausbaus erhöhen können. Unterbliebe entspre- Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 32

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