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Black Swans (Risiken) in der Energiewende

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Die Energiewende hat eine hohe Bedeutung für eine verlässliche Energieversorgung und eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des Vorhabens, in einer Risikoanalyse Ereignisse zu identifizieren, deren Eintritt zwar unwahrscheinlich ist, die aber im Eintrittsfall die weitere Entwicklung der Energiewende negativ beeinflussen könnten. Ergänzend sollten geeignete politische Reaktions- und Vorsorgemöglichkeiten beschrieben werden. Gutachter waren die Prognos AG, das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) und die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Energiewende gegenüber potenziellen Risiken weitgehend robust ist und unerwartete Störungen in der Regel gut aufgefangen werden könnten. Es wird empfohlen, mögliche Risiken bei der Weiterentwicklung von Strategien und Zielsetzungen mitzudenken. Neue Instrumente zur Risikovorsorge sind nur bedingt notwendig.

chender

chender Netzausbau oder würde dieser in geringerem Ausmaße durchgeführt als benötigt, würde die Auslastung bestehender Netzinfrastruktur ansteigen, insbesondere in Zeiten eines hohen Lastgefälles zwischen Nord- und Süddeutschland. Folgen wären neben einem erhöhten Bedarf an Blindleistungskompensation und sinkenden Lebensdauern der stark beanspruchten Betriebsmittel höhere Netzverluste und die Gefahr von Netzengpässen. Bei Betrachtung denkbarer marktgetriebener Blockaden sind fehlende Preissignale zum Netzausbau von zentraler Bedeutung. Derartige Preissignale können beispielsweise aus Preisdifferenzen verschiedener Marktgebiete im europäischen Strombinnenmarkt resultieren und den Ausbau von Netzkuppelkapazität zur Folge haben. Diskussionen um denkbare Lösungsansätze umfassen beispielsweise eine Aufteilung Deutschlands in zwei Preiszonen. Die konkreten Auswirkungen derartiger Wechsel des Marktdesigns in Hinblick auf den Ausbau des deutschen Stromnetzes hängen jedoch von faktorenkomplexen Wirkzusammenhängen ab und lassen sich generell nicht auf eine konkrete Wirkrichtung verdichten. Politisch motivierte Blockaden des Netzausbaus Als zweite Ursache von Netzausbaublockaden werden im Folgenden direkt aus politischem Handeln hervorgehende Blockaden betrachtet. Diese könnten sowohl auf nationaler oder regionaler Ebene auftreten als auch breitflächiger verortet sein, wie beispielsweise in der Diskussion um den grenzschreitenden Netzausbau in Europa. Führte letzteres Hemmnis beispielsweise zu einer Verweigerung eines Ausbaus von Netzkuppelkapazität, wären die Auswirkungen auf die umfassten Strommärkte mannigfaltig und es könnte eine Verzögerung oder gar ein Unterlassen des entsprechenden nationalen Netzausbaus resultieren. Derartige Folgen sind zwar nicht zwingenderweise als kritisch für das Gelingen der Energiewende einzustufen, jedoch würden Systemmehrkosten entstehen, da Potenziale eines gemeinsamen EU-Binnenmarktes aufgrund von Kapazitätsengpässen nur eingeschränkt gehoben werden könnten. Im Bereich politikgetriebener Netzausbaublockaden auf nationaler Ebene ist insbesondere eine mangelnde politische Unterstützung des Netzausbaus anzuführen. Eine konkrete Folge könnte sein, dass entsprechender Netzausbau die genannten Herausforderungen nicht vorhersieht, und somit Anpassungen erst zeitlich verzögert erfolgen, wenn offenkundig wird, dass die bestehende Netzinfrastruktur den Anforderungen der Energiewende nicht genügen. Gesellschaftliche Widerstände und technologiebasierte Blockaden Einen wesentlichen Treiber von Blockaden des Netzausbaus stellen gesellschaftliche Widerstände sowohl auf regionaler wie auch übergeordneter Ebene dar. Um trotz gesellschaftlicher Blockaden einen entsprechenden Zubau von Strominfrastruktur zu realisieren, Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 33

wird oftmals in gemeinsamer Diskussion von Politik und Gesellschaft nach einem gangbaren Konsens gesucht. Denkbar wäre so, dass der Netzausbau an anderer Stelle erfolgt. Zudem könnte auch die Verwendung einer anderen Technologie eine beiderseits akzeptable Lösung sein, wie beispielsweise eine generelle Erdverkabelung der zusätzlich benötigten Wechselstromleitungen. Kann keine Einigung erzielt werden, könnte Netzausbau im schlimmsten Falle auch völlig ausbleiben. Technologiebedingte Blockaden des Netzausbaus 3.2.3.2 Wirkungen des Initialrisikos 3.2.3.3 Betroffene Rahmenbedingungen Als letzte hier betrachtete Ursache von Netzausbaublockaden sind technologiegetriebene Blockaden anzuführen. Zum Beispiel können bislang unbekannte technische Probleme bei Erdkabeln in der Höchstspannungsebene, welche in der langen Frist noch unerprobt sind, auftreten und dadurch eine Verzögerung des Netzausbaus eintreten. Zudem kann es sein, dass nicht in eine bestehende Technologie investiert wird, wenn aufgrund aktueller Forschungsergebnisse die Erwartung besteht, dass es bald zu einer technologischen Innovation kommt, welche die bestehende Technologie wesentlich verbessert. Tritt diese Innovation in der Realität dann doch nicht ein, kommt es zu einer Verzögerung des Netzausbaus. Unabhängig von der konkreten Ursache von Blockaden können die Auswirkungen auf drei wesentliche Aspekte konzentriert werden: In Abhängigkeit der konkreten Ausgestaltung der Blockade ist im worst-case ein Ausbleiben des Netzausbaus denkbar. Die Auswirkungen im Hinblick auf das Gelingen der Energiewende wären dann insbesondere dadurch beeinflusst, zu welchem Grad anderweitig Flexibilität im Stromnetz bereitgestellt werden kann, beispielsweise durch Speicher, Demand-Side-Management oder zusätzliche Gaskraftwerke. Als zweite mögliche Folge einer Netzausbaublockade können erhebliche Mehrkostenauftreten, die z.B. aufgrund der Errichtung einer geplanten Stromtrasse in einem anderen Korridor entstehen könnten. Zuletzt könnte auch ein zeitlicher Verzug des Netzausbaus, der aus Blockaden und Widerständen resultiert, Auswirkungen auf das Stromversorgungssystem haben. Das Risikocluster „Infrastrukturmangel“ wirkt sich insbesondere auf wirtschaftliche und infrastrukturelle Rahmenbedingungen sowie auf die Akzeptanz der Energiewende bei der Bevölkerung aus, wobei generell von starken wechselseitigen Abhängigkeiten der einzelnen Bereiche auszugehen ist. Bei jedweder Blockade des notwendigen Netzausbaus wird die Versorgungssicherheit gefährdet, was im Falle eines Blackouts wirtschaftliche Einbußen zur Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 34

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