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Black Swans (Risiken) in der Energiewende

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Die Energiewende hat eine hohe Bedeutung für eine verlässliche Energieversorgung und eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des Vorhabens, in einer Risikoanalyse Ereignisse zu identifizieren, deren Eintritt zwar unwahrscheinlich ist, die aber im Eintrittsfall die weitere Entwicklung der Energiewende negativ beeinflussen könnten. Ergänzend sollten geeignete politische Reaktions- und Vorsorgemöglichkeiten beschrieben werden. Gutachter waren die Prognos AG, das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) und die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Energiewende gegenüber potenziellen Risiken weitgehend robust ist und unerwartete Störungen in der Regel gut aufgefangen werden könnten. Es wird empfohlen, mögliche Risiken bei der Weiterentwicklung von Strategien und Zielsetzungen mitzudenken. Neue Instrumente zur Risikovorsorge sind nur bedingt notwendig.

Folge haben könnte,

Folge haben könnte, wenn beispielsweise stromintensive Industrieunternehmen zeitweise nicht mehr produzieren könnten. Ebenso könnte eine geringere Versorgungssicherheit getrieben durch Netzinstabilitäten sowohl bei Verbrauchern als auch der Industrie eine geringere Akzeptanz der Energiewende hervorrufen. 3.2.3.4 Quantifizierungsmöglichkeiten der Wirkungen Aktuelle Diskussionen zeigen, dass Netzausbaublockaden zumeist im Rahmen intensiver Diskussion aufgelöst werden können. Insbesondere bei längerfristigem Betrachtungshorizont lässt sich Netzausbau nicht nur durch zunehmende Redispatchmaßnahmen vermeiden. Folglich werden in umfassenden Diskussionsprozessen Alternativlösungen erarbeitet, um der Notwendigkeit entsprechender Strominfrastruktur zur Gewährleistung von Versorgungssicherheit gerecht zu werden. Hierfür werden auch signifikante Mehrkosten in Kauf genommen. Exemplarisch sollen vor diesem Hintergrund die durchschnittlichen Mehrkosten einer generellen Erdverkabelung von neuen Übertragungsnetzleitungen anstelle der Nutzung von Freileitungstechnologie quantifiziert werden. Eine derartige generelle Erdverkabelung könnte beispielsweise notwendig werden, wenn die Kritik an einem Landschaftsbild geprägt durch Freileitungen derart ausgeprägt wäre, dass Netzausbau nur auf Basis von Erdverkabelung durchgesetzt werden könnte. 3.2.3.5 Verbindungen und Ähnlichkeiten mit anderen Risikoclustern Das Risikocluster 2 „Infrastrukturmangel“ steht in enger Beziehung zu anderen Risikoclustern. So könnte beispielsweise die Entdeckung einer neuen, effizienteren Technologie den Netzausbau gar obsolet machen. Dies wäre im Risikocluster 4 „Disruptive Technologien – Entwicklung nicht-fossiler Technologien“ zu verorten. Ebenfalls könnte in Folge von Risikocluster 5 „Speichertechnologien“ ausreichend Speicherkapazität im Stromversorgungssystem als Flexibilitätsoption weiteren Netzausbau substituieren. 3.2.4 Beispielhafte Quantifizierung des Risikoclusters Im Rahmen einer exemplarischen Quantifizierung der Folgen des Eintritts von Netzausbaublockaden wird ein Szenario betrachtet, in dem alle Anfang 2016 in der deutschen Höchstspannungsebene geplanten Netzausbaumaßnahmen nur mit Erdverkabelung realisiert werden können. Dabei werden ausschließlich Netzausbaumaßnahmen mit Wechselstrom berücksichtigt. Die Quantifizierung erfolgt unter der Annahme, dass die Vollverkabelung bei Wechselstrom technisch möglich ist. Im Bundesbedarfsplangesetz sind neue Regelungen für den Einsatz von Erdkabeltechnologie in der deutschen Höchstspannungsebene festgelegt (BBPlG vom 31.12.2015). So sind die speziell gekennzeichneten Hochspannungs-Gleichstrom- Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 35

Übertragungsleitungen (HGÜ) nun vorrangig mittels Erdverkabelung umzusetzen. Für die Quantifizierung werden die Zusatzkosten einer Erdverkabelung aller aktuell in der Höchstspannung als Freileitung geplanter Netzausbaumaßnahmen bestimmt. Mehrkosten, die aufgrund des neuerlichen Planungsprozesses und einer zeitlichen Verschiebung des Netzausbaus resultieren, werden nicht betrachtet. Das BBPlG und das Gesetz über den Ausbau von Energieleitungen (EnLAG) bilden die gesetzliche Grundlage für Netzausbaumaßnahmen. Das BBPlG bildet hierbei den Abschluss der dritten Bedarfsermittlung. Es definiert 43 Netzausbaumaßnahmen, für die die energiewirtschaftliche Notwendigkeit sowie der vordingliche Bedarf verbindlich festgestellt wurde. Ergänzend hierzu werden in der Quantifizierung die bereits im EnLAG 2009 definierte Ausbauvorhaben berücksichtigt, welche bisher noch nicht realisiert wurden. Von den bereits in der Planung befindlichen Projekten finden lediglich jene Eingang in die Quantifizierung, für die noch kein Planfeststellungsbeschluss erfolgt ist. Insgesamt ergibt sich demnach ein geplanter Freileitungs-Netzausbau in der Höchstspannungsebene Deutschlands von 2315 km aus dem BBPlG und zusätzliche 314 km aus dem EnLAG. Die Summe dieser Netzausbaumaßnahmen stellt die aktuell verbindlich geplanten Wechselstrom-Freileitungsvorhaben auf Höchstspannungsebene dar. Tabelle 3-1: Geplante Wechselstrom- Netzausbaumaßnahmen auf Höchstspannungsebene Gesamtlänge der nach Bundesbedarfsplangesetz geplanten Höchstspannungsleitung 3 davon als Erdkabel geplant davon als Freileitung geplant Zusätzliche Leitungslänge nach dem Gesetz über den Ausbau von Energieleitungen 4 Summe als Freileitung geplanter Leitungslänge davon als Erdkabel geplant davon als Freileitung geplant 2.817 km 502 km 2.315 km 895 km 581 km 314 km 2.629 km Um die Zusatzkosten einer übergreifenden Erdverkabelung aktuell als Freileitung geplanter Netzausbaumaßnahmen im Höchstspannungsbereich zu quantifizieren, wird zunächst das Kostenverhältnis der Freileitungs- und Erdkabeltechnologie analysiert. Zu diesem Zweck wurde eine Metaanalyse veröffentlichter Literatur durchgeführt. Demnach liegen die Kosten für den Neubau einer Freileitung-Übertragungsnetzleitung in der Höchstspannung zwischen ein und eineinhalb Millionen Euro pro Kilometer (50 Hertz 3 Netzausbauvorhaben sowie km-Angaben wurden dem Gesetz über den Bundesbedarfsplan entnommen. 4 Netzausbauvorhaben sowie km-Angaben wurden dem Gesetz zum Ausbau von Energieleitungen entnommen. Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 36

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