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Black Swans (Risiken) in der Energiewende

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Die Energiewende hat eine hohe Bedeutung für eine verlässliche Energieversorgung und eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des Vorhabens, in einer Risikoanalyse Ereignisse zu identifizieren, deren Eintritt zwar unwahrscheinlich ist, die aber im Eintrittsfall die weitere Entwicklung der Energiewende negativ beeinflussen könnten. Ergänzend sollten geeignete politische Reaktions- und Vorsorgemöglichkeiten beschrieben werden. Gutachter waren die Prognos AG, das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) und die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Energiewende gegenüber potenziellen Risiken weitgehend robust ist und unerwartete Störungen in der Regel gut aufgefangen werden könnten. Es wird empfohlen, mögliche Risiken bei der Weiterentwicklung von Strategien und Zielsetzungen mitzudenken. Neue Instrumente zur Risikovorsorge sind nur bedingt notwendig.

Schwarzer Schwan:

Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 69

3.6.3 Beschreibung und Analyse 3.6.3.1 Beschreibung des Initialrisikos 3.6.3.2 Wirkungen des Initialrisikos Die Bemühungen, ein internationales Klimaabkommen im Detail zu beschließen und umzusetzen, scheitern nach 2020 trotz der grundsätzlichen Einigung auf ein internationales Klimaschutzabkommen in Paris im Dezember 2015. Hierfür verantwortlich sind vor allem die Regierungen zahlreicher Länder, die einen trade-off zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und verstärkten Klimaschutzanstrengungen befürchten und das von Klimaschäden ausgehende Risiko als gering einstufen. Es ist zu erwarten, dass ein solches Scheitern eher schleichend eintritt und mit Zeitverzögerung wahrgenommen wird. Auch die Wirkungen eines klimapolitischen Alleingangs treten zumindest teilweise zeitverzögert auf, z.B. in Form schleichender Produktionsverlagerung bei ausbleibenden Investitionen im Inland. Der Zeithorizont des Initialrisikos ist damit mittelfristig. Angesichts der gescheiterten Umsetzung eines internationalen Klimaregimes bieten sich Deutschland neben der Aufgabe der Energiewende zwei Alternativen, wie im Kontext der Energiewende weiter vorzugehen ist: • Pfad a: Die Politik gibt zwar die Klimaschutzziele auf, nicht aber die komplette Energiewende. • Pfad b: Die Politik entscheidet sich für einen Alleingang Deutschlands und führt die Energiewende unter Beibehaltung aller Ziele durch. Pfad a: Aufgabe der Klimaschutzziele, aber Beibehaltung anderer Ziele der Energiewende: Atomausstieg und Erhöhung der Versorgungssicherheit Entscheidet die Politik sich für den Pfad a, bedeutet dies, dass die Zielarchitektur der Energiewende neu formuliert wird. Die Ziele zum Atomausstieg und zur Erhöhung der Versorgungssicherheit bleiben erhalten, was bedeutet, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien (EE) zumindest im Strombereich vorangetrieben wird. Gleichzeitig fallen Maßnahmen zur Minderung der THG- Emissionen, wie bspw. im Bereich der Energieeffizienz, weg. Möglicherweise wird nicht gänzlich auf die Förderung von Effizienzmaßnahmen verzichtet, sondern solche ergriffen, die sich auch einzelwirtschaftlich oder zumindest längerfristig gesamtwirtschaftlich rechnen. Diese Fälle werden im Rahmen dieser Wirkungskette allerdings nicht weiter betrachtet, da eine Auflistung weiterer Abstufungen nicht zielführend wäre. Da davon ausgegangen wird, dass das THG-Minderungsziel wegfällt, müssen neue Unterziele Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 70

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