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Black Swans (Risiken) in der Energiewende

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Die Energiewende hat eine hohe Bedeutung für eine verlässliche Energieversorgung und eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des Vorhabens, in einer Risikoanalyse Ereignisse zu identifizieren, deren Eintritt zwar unwahrscheinlich ist, die aber im Eintrittsfall die weitere Entwicklung der Energiewende negativ beeinflussen könnten. Ergänzend sollten geeignete politische Reaktions- und Vorsorgemöglichkeiten beschrieben werden. Gutachter waren die Prognos AG, das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) und die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Energiewende gegenüber potenziellen Risiken weitgehend robust ist und unerwartete Störungen in der Regel gut aufgefangen werden könnten. Es wird empfohlen, mögliche Risiken bei der Weiterentwicklung von Strategien und Zielsetzungen mitzudenken. Neue Instrumente zur Risikovorsorge sind nur bedingt notwendig.

festgelegt und

festgelegt und Maßnahmen wie der EU-Emissionshandel durch alternative nationale Maßnahmen z.B. zur Erhöhung der Versorgungssicherheit ersetzt werden. Änderung politischer Rahmenbedingungen Wirtschaftliche Folgen Ein neues nationales Unterziel könnte als Alternative zu einem fixen CO 2-Minderungswert bis zum Jahr 2050 lauten, dass bis zum Jahr 2050 die Gas-, Öl- und Steinkohleimporte durch den Einsatz von EE um 50% reduziert werden. Die Politik verfolgt somit nach wie vor den Ausbau der EE, allerdings mit einem geänderten Zielkorridor. Hintergrund ist, dass der Atomausstieg eine alternative Stromerzeugung erfordert, eine verstärkte Hinwendung zu fossilen Energieträgern allerdings die Abhängigkeit von Importen erhöht und dementsprechend dem Ziel der Erhöhung der Versorgungssicherheit entgegensteht. Weiterhin resultiert aus dem Bedeutungsverlust des Klimaschutzziels die Einstellung staatlicher Förderungen bspw. von Energieeffizienzmaßnahmen. Gleichzeitig werden bisher geltende Verordnungen und Richtlinien zum Klimaschutz außer Kraft gesetzt. Auf Seiten der Unternehmen und der privaten Haushalte werden aufgrund fehlender staatlicher Förderungen und Vorgaben im Rahmen von Verordnungen etc. insgesamt weniger Investitionen in den Klimaschutz getätigt als bei international ambitioniertem Vorgehen. Die Exporte der Klimaschutzbranche werden deutlich weniger steigen als bei ambitioniertem internationalen Klimaschutz, vielleicht sogar sinken. Dies führt auf der einen Seite zu direkten Umsatzeinbußen bzw. geringeren Umsatzsteigerungen in Unternehmen, die Klimaschutzgüter herstellen und/oder die zur Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen beitragen (z.B. der Bausektor) sowie entlang der gesamten Wertschöpfungsketten. Diese Entwicklung löst direkt negative Beschäftigungseffekte aus. Auf der anderen Seite werden finanzielle Mittel, die zur Investition in Klimaschutzmaßnahmen vorgesehen waren, nicht hierfür genutzt, so dass die Nachfrage nach bzw. der Konsum von anderen Gütern und/oder Dienstleistungen womöglich steigt. Letztlich werden auch Effekte auf das Bruttoinlandsprodukt beobachtbar sein, die von den Umsatzeinbußen bzw. den geringeren Umsatzsteigerungen in der Klimaschutzwirtschaft und in den hiermit verbundenen Wirtschaftsbereichen abhängen, aber auch davon beeinflusst werden, inwieweit frei gewordene finanzielle Mittel anderweitig investiert werden. Sowohl die unternehmerischen Umsatzeinbußen als auch die Einstellung der finanziellen Förderung seitens der Politik werden darüber hinaus dazu führen, dass weniger staatliche und private finanzielle Mittel für Forschung und Entwicklung in den betroffenen Bereichen vorhanden sein werden. Die Qualifikation ausgebildeter Arbeitskräfte im Bereich Klima- Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 71

schutz/Klimaschutzgüter wird weniger nachgefragt und die Ausbildung (Hochschule, Berufsausbildung) von qualifiziertem Personal wird in geringerem Umfang benötigt. Dies bedeutet, dass viele Beschäftigte, Studierende und Auszubildende gezwungen sein werden, sich beruflich umzuorientieren. Pfad b: Deutscher Alleingang im Bereich Klimaschutz. Die Energiewende wird, wie gehabt, mit allen bekannten Zielen durchgeführt Wirtschaftliche Folgen Bei Pfad b entscheidet sich die Politik für einen deutschen Alleingang im Bereich Klimaschutz und führt die Energiewende mit allen bekannten Zielen fort. Ähnlich könnte auch für einen Alleingang der EU argumentiert werden. Unternehmen und Haushalte haben sich nach wie vor an Richtlinien und Verordnungen zu halten, was u.U. mit steigenden Ausgaben verbunden ist. Ausgleichsregelungen für energieintensive Unternehmen werden auf Dauer eingeschränkt. Da Unternehmen im Ausland nicht mit ähnlichen Kosten belastet werden, verschlechtert sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit insbesondere für energie- bzw. emissionsintensiv in Deutschland produzierende Unternehmen. Produktionsverlagerungen ins Ausland sind die Folge. Gleichzeitig produzieren die in der Klimaschutzwirtschaft tätigen Unternehmen in erster Linie nur noch für den deutschen Markt. Ihre Exporte gehen zurück. Insgesamt sind die steigenden Kosten mit steigenden Preisen bei inländischen Produkten verbunden, wodurch ausländische Produkte aufgrund günstigerer Preise den deutschen Produkten vorgezogen werden. Dies hat Umsatzrückgänge bei den deutschen Unternehmen zur Folge, die wiederum zu einem Abbau der Beschäftigung führen können. Gleichzeitig wandern immer mehr deutsche Unternehmen ins Ausland ab, um den Richtlinien, Verordnungen und Klimaschutzzielen der deutschen Politik zu entgehen, was zu Arbeitsplatzverlusten und sinkenden Steuereinnahmen des deutschen Staates führt. Wirkung auf die Akzeptanz der Energiewende 3.6.3.3 Betroffene Rahmenbedingungen Generell führt das Scheitern eines internationalen Klimaregimes dazu, dass die Akzeptanz in der Gesellschaft für die Energiewende schwindet. Überdies ist zu erwarten, dass die (Weiter-) Entwicklung von Klimaschutztechnologien auf internationaler Ebene gebremst wird, da der Bedarf an diesen Technologien und die Bereitschaft in die Forschung zu investieren sinken. Durch das Risikocluster sind insbesondere die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betroffen sowie die Akzep- Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 72

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