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Black Swans (Risiken) in der Energiewende

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Die Energiewende hat eine hohe Bedeutung für eine verlässliche Energieversorgung und eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des Vorhabens, in einer Risikoanalyse Ereignisse zu identifizieren, deren Eintritt zwar unwahrscheinlich ist, die aber im Eintrittsfall die weitere Entwicklung der Energiewende negativ beeinflussen könnten. Ergänzend sollten geeignete politische Reaktions- und Vorsorgemöglichkeiten beschrieben werden. Gutachter waren die Prognos AG, das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) und die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Energiewende gegenüber potenziellen Risiken weitgehend robust ist und unerwartete Störungen in der Regel gut aufgefangen werden könnten. Es wird empfohlen, mögliche Risiken bei der Weiterentwicklung von Strategien und Zielsetzungen mitzudenken. Neue Instrumente zur Risikovorsorge sind nur bedingt notwendig.

Abbildung 3-12:

Abbildung 3-12: Brennstoffpreisannahmen in Referenz- und Niedrigpreisszenario Die gravierenden Unterschiede der Brennstoffpreise haben Rückwirkungen auf den zeitlichen Verlauf der Erzeugungsstrukturen und die Kraftwerksparkentwicklung im Strommarkt. Die entsprechenden Ergebnisse einer Simulation der Entwicklung des Kraftwerksparks und resultierender Erzeugungsmengen sind in Abbildung 3-13 dargestellt. Abgebildet sind die Differenzen der Zielgrößen zwischen Niedrigpreis- und Referenzszenario für die Stichjahre 2030, 2035, 2040 und 2050. Beispielsweise zeigt sich im Niedrigpreisszenario in 2030 eine um 250 MW niedrigere installierte Gaskraftwerkskapazität. Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 85

Abbildung 3-13: Entwicklung des deutschen Kraftwerksparks und resultierender Erzeugungsmengen im Szenarienvergleich Generell wird deutlich, dass die durch die extrem niedrigen Energiepreise bedingte Szenariendifferenz der installierten Erzeugungsleistung in Deutschland in allen Jahren vergleichsweise gering ist. Eine Betrachtung der absoluten Entwicklung der Erzeugungskapazitäten im Referenzszenario zeigt, dass weiterer Zubau an Kapazität im Zeitverlauf im Wesentlich auf EE-Erzeugungsanlagen und Gaskraftwerke entfällt. Die in Abbildung 3-12 erläuterten Brennstoffpreisannahmen im Niedrigpreisszenario bedingen, dass Gas relativ gesehen gegenüber den anderen konventionellen Primärenergieträgern zusätzlich besser gestellt wird. Im Zusammenspiel mit den hinterlegten CO 2-Preisen sind die Änderungen der Kraftwerksparkentwicklung zwischen Niedrigpreisszenario und Referenzszenario lediglich marginal. Signifikant hingegen sind die Auswirkungen auf die Erzeugungsmengen. Aufgrund der zu Grunde liegenden CO 2-Preisentwicklung und der sehr niedrigen Gaspreise findet ein Fuelswitch statt. Gas substituiert zunehmend Stromerzeugung in Stein- und ab 2035 sogar auch in Braunkohlekraftwerken. Ein leichter Rückgang der Stromexporte ist im Niedrigpreisszenario ebenfalls identifizierbar. Im Szenarienvergleich lassen sich keine wesentlichen Unterschiede hinsichtlich der installierten EE-Kapazitäten und resultierender Erzeugungsmengen feststellen. Dies ist insbesondere auf die nati- Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 86

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