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Blockchain in der Integrierten Energiewende

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Executive Summary Die

Executive Summary Die dena-Multi-Stakeholder-Studie „Blockchain in der integrierten Energiewende“ „Human activities are estimated to have caused approximately 1.0 °C of global warming above preindustrial levels“ 1 – von Zeit zu Zeit sollte man sich diese Erkenntnis, die bekannten Symptome des fortschreitenden Klimawandels 2 und deren globale Folgen 3 vor Augen führen, um sich die wichtigste Motivation für die Energiewende zu vergegenwärtigen. Die Energiewende ist kein Selbstzweck. Vielmehr ist die Lösung der mit ihr verbundenen Herausforderungen eine gleichermaßen ökologische, ökonomische und soziale Notwendigkeit mit dem dringenden Bedarf zu handeln. Die Herausforderungen, aber auch die Chancen der Energiewende sind vielfältig: eine zunehmend dezentrale Erzeugungsstruktur; eine umfassende Integration der Sektoren (Strom, Wärme, Gas, Verkehr); der Ausbau der Elektromobilität sowie alternativer Energieträger, sogenannter synthetischer Kraftstoffe; der notwendige Netzaus- und -umbau sowie eine intelligente Nutzung der Bestandsnetze; die Nutzung bestehender Flexibilitätspotenziale; ein neuer Umgang mit digitalem Informationsaustausch; eine Neuordnung von Kundenbeziehungen u. v. m. Ohne Dezentralisierung und Digitalisierung ist die Transformation des Energiesystems dabei nicht denkbar: Die schiere Menge an Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten und deren intelligenter Abgleich sowie die zunehmende Anzahl von Prosumern, die selbstbestimmt im Energiesystem (inter-)agieren, machen die Notwendigkeit des Einsatzes digitaler Technologien offensichtlich. Zugleich entwickeln sich mit der digitalen Energiewende neue Herausforderungen wie die – gerade für die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende wichtige – sichere und geschützte Erhebung, Aufbewahrung, Weitergabe und Verarbeitung von (Energie-)Daten, aber auch die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit. Vor diesem Hintergrund ist die Blockchain-Technologie zu sehen. Als Informationssystem mit dezentralen Wesensmerkmalen ist sie eine technologische Ausprägung der Digitalisierung, ein Informationsprotokoll und dezentral organisiertes Datenregister, das durch seine spezifischen Eigenschaften Sicherheit, Unveränderlichkeit, Transparenz, Robustheit und Multi-Stakeholder-Partizipation geprägt ist. Welchen Beitrag kann die Blockchain also zur Energiewende leisten? Und wo bietet sich ein Einsatz der Technologie konkret an? Gemeinsam mit 16 Partnerunternehmen aus der Energiewelt und unter Einbindung zweier wissenschaftlicher Gutachter sowie von vier wissenschaftlichen Advisors und fünf Advisors aus der Blockchain-Szene geht die dena diesen Fragestellungen mit der vorliegenden Studie systematisch nach. Die Studie konzentriert sich auf 11 ausgewählte Anwendungsfälle (Use Cases) aus den fünf übergreifenden Anwendungsfeldern Asset Management, Datenmanagement, Marktkommunikation (Strom), Handel (Strom) sowie Finanzierung & Tokenization. Damit beleuchtet sie die verschiedenen Winkel einer Anwendung der Technologie im Energiesystem von morgen. Alle Use Cases werden hinsichtlich ihrer technologischen Reife, der Wettbewerbssituation bezüglich anderer Technologien, des mikroökonomischen (betriebswirtschaftlichen) sowie makroökonomischen (volkswirtschaftlichen) Nutzens, ihres strategischen Mehrwerts und ihres regulatorischen Umfelds analysiert und bewertet. Die Ergebnisse dieser fallbezogenen Analysen (vgl. Kapitel 3) unterstützen Unternehmen sowie Politik bei der Einordnung und Entscheidung des Einsatzes der Blockchain-Technologie in der integrierten Energiewende. Zugleich liefern die Ergebnisse dem Entwicklungsstadium dieser noch sehr jungen Technologie entsprechend bereits jetzt eine Reihe an Ansatzpunkten für weitere Untersuchungen. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf systemische Effizienzgewinne gerichtet werden, die sich insbesondere aus Synergien durch die gleichzeitige Erprobung und Umsetzung einzelner Use Cases ergeben können. 1 IPCC (2018). 2 U. a. Anstieg des Meeresspiegels, Häufung extremer Wetterereignisse, Reduktion der Biodiversität etc. 3 U. a. Hunger, Wassermangel, erzwungene Migration, zwischen- und innerstaatliche Krisen, wirtschaftliche Schwächung etc. 10 – Teil A

Der Einsatz und die Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie bieten spannende Ansätze für die Energiewirtschaft und können als wichtige Treiber für die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle zur erfolgreichen Transformation des Energiesystems beitragen. Für Akteure der Energiewirtschaft eröffnet dies die Chance, einzelne technologische Entwicklungsstufen zu überspringen und sich als innovatives Vorbild für andere Branchen zu positionieren. Die Blockchain-Technologie macht die Digitalisierung greifbarer und öffnet den Raum für wirtschaftlichen Mehrwert im Umgang mit digitalen Informationen. Gleichzeitig handelt es sich dabei um eine digitale Grundlagentechnologie, die mit hoher Wahrscheinlichkeit erheblichen Einfluss auf den digitalen Informationsfluss von morgen haben wird. In der Blockchain-Szene ist schon seit Längerem der Begriff „Web 3.0“ im Umlauf. Im Web 3.0 können Informationen mit einem Wert versehen und nachvollziehbar, unverfälscht, automatisiert sowie selbstausführend übertragen und verwertet werden. Die Blockchain-Technologie kann das Rückgrat eines solchen Internets der Werte darstellen. Dieses bietet zudem die Diskussionsgrundlage für spieltheoretische Anreizsysteme, um auch damit unmittelbar zusammenhängende Fragen der nachhaltigen, nachvollziehbaren und (teil-)automatischen Wertverteilung zu beantworten. Je früher die regulatorischen und technischen Voraussetzungen für die Nutzung der Blockchain im Energiesektor identifiziert und erfüllt werden, desto konsequenter lassen sich diese Mehrwerte erproben und heben. ein Einsatz dieser Technologie tatsächlichen Mehrwert und Sinn bietet, zu verlangsamen. Vielmehr sollte die Blockchain, so viel sei einleitend gesagt, pragmatisch in den Bereichen, in denen ihre Kerneigenschaften zum Tragen kommen, erprobt, eingesetzt und weiterentwickelt werden. Nach dem Abkühlen des Hypes um Kryptowährungen muss jetzt der Übergang in die seriöse Testphase erfolgen. Die regelmäßig erscheinenden Meldungen neuer Kooperationen von Energieversorgern, Netzbetreibern, Energiehändlern, Geräteherstellern und Technologielieferanten mit Start-ups aus der Blockchain-Szene verdeutlichen, dass sich eine entsprechende Dynamik bereits entwickelt. Handlungsempfehlungen 12 Checkliste für Blockchain in der integrierten Energiewende 14 Technische Ergebnisse 16 Ökonomische Ergebnisse 18 Regulatorische Ergebnisse 21 Dabei gilt es zu beachten, dass die Blockchain nicht zwangsläufig der „missing key“ der Energiewelt ist, welcher gleichsam die Lösung aller Herausforderungen der Energiewende verspricht. Eine solche Zuschreibung würde die Erwartungen an die Technologie übersteigern und daher drohen, die Verbreitung in den spezifischen Anwendungsfeldern der Energiewirtschaft, in denen Teil A – 11

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