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Blockchain in der Integrierten Energiewende

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3,8 Ökonomische

3,8 Ökonomische Ergebnisse Der ökonomische Nutzen der Blockchain (mikroökonomisch/ betriebswirtschaftlich und makroökonomisch/volkswirtschaftlich) fällt je Use Case sehr unterschiedlich aus. Wie die nachfolgende Abbildung aufzeigt, birgt die Anwendung von Block- chain in einigen Fällen durchaus ökonomisches Potenzial, während anderen Use Cases ein eher geringer ökonomischer Nutzen zu attestieren ist. Es lohnt sich entsprechend die Lektüre der detaillierten Analysen in Kapitel 3 und insbesondere auch im ökonomischen Gutachten in Teil B. 4,2 2,4 Shared Investments bei externem Mieterstrom Engpassmanagement in Elektrizitätsverteilernetzen (e-Mobilität) 4,3 2,7 Mieterstrom Finanzierung & Tokenization Mikroökonomischer finanzieller Netto-Effekt Asset Management Energiedienstleistungen für Gebäude & Industrieprozesse (Wartung) 4,5 3,7 Handel und Allokation von Netzkapazitäten (Strom) P2P-Handel zwischen Kunden eines Stromlieferanten Handel (Strom) Wohlfahrtseffekte Ökonomischer Nutzen 1 Stern = sehr gering 5 Sterne = sehr hoch Mikroökonomischer strategischer Nutzen Marktkommunikation (Strom) Datenmanagement Anmeldung von Anlagen im Marktstammdatenregister (MaStR) Zertifizierung von Herkunftsnachweisen 4,7 4,2 Außerbörslicher Großhandel (Strom) Kündigung und Lieferantenwechsel (Strom) Abrechnung von Entgelten und Umlagen (Strom) 3,7 2,7 Die dargestellte Stern-Bewertung je Use Case beschreibt den ökonomischen Nutzen auf einer Skala von 1 (sehr gering) bis 5 (sehr hoch), basierend auf der gewichteten Bewertung der drei im Zentrum der Abbildung genannten betriebs- und volkswirtschaftlichen Kriterien. 18 – Teil A

Für Unternehmen ein guter Zeitpunkt zum Einstieg Für Unternehmen der Energiewirtschaft, die erste Erfahrungen mit der Blockchain-Technologie sammeln oder Pilotprojekte initiieren möchten, ist der aktuelle Zeitpunkt günstig. Da für die Nutzung offener Blockchains keine Lizenzgebühren anfallen, sind die Erprobungskosten bei heute anzusetzenden Personalkosten verhältnismäßig niedrig. Die für die Validierung von Informationen auf der Blockchain anzusetzenden Transaktionskosten hingegen sind bei öffentlichen Blockchains und transaktionsintensiven Anwendungsfällen hingegen nicht unerheblich. Hier bieten sich Testnetzwerke für die Erprobung der Anwendung an. Die Ausgangslage bezüglich verfügbarer Kooperationspartner aus der Blockchain-Szene ist aktuell ebenfalls noch als günstig einzustufen. Auch wenn der Wettbewerb um geeignete Fachkräfte aus der IT-Branche inzwischen ein kritischer Faktor für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung in den meisten Branchen geworden ist, kann die Energiewirtschaft aktuell auf eine nicht ungünstige Ausgangssituation blicken, wie sich u. a. an der Vielzahl der europäischen Start-ups in diesem Bereich zeigt. Effizienz und Effektivität steigt, Mehrwert-Ansätze nehmen zu Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, über Automatisierungseffekte und Prozessoptimierungen Betriebskosten in Unternehmen sowie u. a. durch Netzwerkeffekte auch Transaktionskosten, d. h. die Kosten für die Nutzung des Marktes, zu senken. Da Kryptonetzwerke genuine Vernetzungstechnologien sind, deutet aktuell einiges auf die verstärkte Nutzung des Marktes hin. Hierbei werden nicht einfach nur Dienstleistungen über den Markt bezogen, die zuvor selbst erstellt wurden. Vielmehr versprechen gerade die entstehenden Peer-to-Peer-Marktplätze, mit bestehenden Plattformstrategien der großen Internet- Unternehmen in Konkurrenz zu treten sowie Güter in veränderter Form im Rahmen von Unternehmensstrategien zu kombinieren und so Netzwerkeffekte zu schaffen. So wächst der Wert von Herkunftsnachweisen über Blockchains durch eine steigende Anzahl von Teilnehmern eines Kryptonetzwerks. Gleichzeitig ist jedoch kein zentraler Plattform-Betreiber notwendig, der den Dienst „Herkunftsnachweis“ quasi-monopolistisch anbietet. Die Energiewirtschaft weist heutzutage an vielen Stellen weiteres Automatisierungspotenzial sowie Raum für vertrauensbildende Lösungen auf. Wo diese Potenziale noch nicht gehoben sind, führt dies zu Friktionen und unnötigen Kosten, wie am Beispiel des Lieferantenwechsels (Use Case 6) deutlich wird, in dem 900 Verteilnetzbetreiber mit potenziell knapp 1.000 Stromanbietern kommunizieren, wobei nahezu jeder Akteur ein eigenes System verwendet. Gesetzlich notwendige Anpassungen führen in der Folge zu hohen Kosten und fehlerhafte Wechselprozesse zu arbeitsintensiven Nachbearbeitungen. Durch das Speichern der Daten in einem dezentralen Informationssystem lassen sich die vertrauensbedingten Kosten signifikant reduzieren, wobei auch alternative Technologien für diesen Zweck zum Einsatz kommen können. Dabei ist das „Automatisierungs- und Vertrauensversprechen“ nur ein erster Schritt. Deutlicher Mehrwert entsteht bei der Mehrzahl der betrachteten Anwendungsfälle vor allem durch das Zusammenspiel bzw. die Realisierung weiterer Blockchain- Anwendungsfälle. Strategischer Nutzen steigt Der Einsatz der Blockchain-Technologie bietet überdies strategische Vorteile für Unternehmen. Vielfach spielt die Blockchain-Technologie die Rolle eines „Enablers“, indem sie den Nutzen von Smart Metering und anderen IT-Innovationen für Unternehmen potenziert. Wenn ein Unternehmen mit der Blockchain-Technologie experimentiert, werden unterschiedliche zukunftsweisende Aspekte parallel adressiert. So werden mit dem Erlernen und Erproben der Blockchain-Technologie Know-how aufgebaut und Denkansätze vermittelt, die völlig andere Geschäftsweltebenen eröffnen, als sie heute im digitalen Raum Anwendung finden. Neben mittelfristig zu erzielenden erheblichen Prozessoptimierungen, die mikroökonomische finanzielle Netto-Effekte versprechen, werden auch sicherheitstechnologische Grundprinzipien entwickelt, verstanden und umgesetzt, die insbesondere in der Energiewirtschaft eine wichtige Funktion haben. Der Umgang mit Datenströmen, unabhängig davon, ob im Business-to-Business- oder im Business-to-Consumer-Bereich, wird durch den dokumentationsfähigen Charakter der Technologie völlig neu bewertet, während zusätzlich eine massive Wertschöpfung im „Informationsmanagement“ freigesetzt wird. Anstatt einer Fokussierung auf reine Kostensenkung sollte von Beginn an das Augenmerk auch auf die Fähigkeit der Technologie gerichtet werden, die Informationsqualität zu erhöhen, wie das Beispiel der Herkunftsnachweise (Use Case 4) illustriert. Teil A – 19

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