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Blockchain in der Integrierten Energiewende

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Auch für die

Auch für die Energiewirtschaft wird der Wert von Zustands- und Steuerungsinformationen in den kommenden Jahren stark zunehmen und für erfolgreiche Geschäftsmodelle eine bedeutende Rolle einnehmen. Dass dabei die Blockchain-Technologie das einzige Informationsprotokoll sein wird, das sinnvoll, kostengünstig und sicher als digitales Nachweisregister fungiert, ist unwahrscheinlich. Wahrscheinlich ist jedoch, dass Blockchain eine bedeutende Rolle spielen und als Prinzip starken Einfluss nehmen wird. Sinkende Markteintrittsbarrieren Für die Energiewende und die Entwicklung hin zur hochfrequenten Echtzeit-Energiewirtschaft zeigt sich immer mehr, wie die Grundlagentechnologie Blockchain mit ihren Charakteristika mit anderen Technologien und IT-Innovationen zusammenwirkt und wie diese voneinander abhängen. Hier bestehen hohe Synergieeffekte. Generell gilt, dass durch die Senkung der Transaktionskosten, die in allen untersuchten Anwendungsfällen zu verzeichnen ist, der Markteintritt für kleine Erneuerbare-Energien-Erzeuger sowie für Verbraucher tendenziell erheblich erleichtert wird. Hierdurch kann zum einen mit einer Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien im Energiemix gerechnet werden. Mit der Erhöhung der Anzahl der Marktteilnehmer geht zum anderen eine steigende Handelsaktivität einher, da der Markt kleinteiliger wird und mit einer höheren Frequenz agiert. Hierdurch ist ein Anstieg der Gesamteffizienz des Systems zu erwarten. Beides kann wiederum zu einer Reduktion von Emissionen führen. Der Einsatz der Blockchain-Technologie kann neben niedriger ökonomischer Markteintrittsbarrieren und einer erhöhten Wettbewerbsintensität auch entscheidende neue Freiheitsgrade für das Marktdesign mit sich bringen. Das Beispiel des Anwendungsfalls Marktstammdatenregister (Use Case 3) illustriert, dass die Verantwortlichkeit beim Ein- und Ausspeisen von EEG-Anlagen ins Verteilnetz über die Auslastung abgebildet werden kann. Über die Verknüpfung mit der Blockchain-Technologie könnte ein solches Register über Nutzung eines Krypto-Chips die Existenz einer Anlage nachweisen und diese in einem automatisierten Prozess registrieren. Auch ein spontaner Wechsel zwischen Marktsegmenten, z. B. von Eigenverbrauch zu Spotmarkt, der heute mehrere Wochen dauern kann, wäre möglich. In der Folge ließen sich auch Bilanzkreise kleiner gestalten, Handelsfristen deutlich reduzieren sowie die Auslastung des Netzes unter Nutzung von Echtzeitdaten planen. All diese Schritte würden zu einer höheren wirtschaftlichen Effizienz sowie einer höheren Effizienz des Gesamtsystems führen. Für öffentliche Güter wie Strom- oder Gasnetze können mithilfe der Blockchain-Technologie neue Finanzierungsformen geschaffen werden. Infrastrukturausbau könnte in Zukunft über Tokenization finanziert und anschließend über die Nutzung direkt umgelegt werden, indem Nutzung und Erzeugung einander über Work-Tokens direkt gegenübergelegt würden. Hohe Nachweisgenauigkeit und steigende Teilhabe an der Energiewende Der Status quo der energiepolitischen Umlagesysteme wird bereits diskutiert: Netzentgelte und Strombezugspreise spiegeln heute nur unzureichend Engpässe in Netzen oder die Knappheit am Großhandelsmarktplatz wider. Über eine exakte Dokumentation der orts- und zeitgenauen Erzeugungs- und Verbrauchsinformationen mithilfe der Blockchain-Technologie können diese Systeme effektiver gestaltet werden. Anschließend obliegt es der Politik zu entscheiden, welche die Effizienz des gesamten Energiesystems steigernden Instrumente eingesetzt werden können. Diese Instrumente könnten ebenfalls mithilfe von Token ization ausgestaltet werden. Niedrigere Markteintrittsbarrieren wirken sich auch positiv auf die Teilhabe der Bürger bezüglich der Energiewende generell aus. So kann der sogenannte „Trust Layer“ der Blockchain-Technologie z. B. bei Herkunftsnachweisen die Akzeptanz der Energiewende deutlich erhöhen, indem einfach und sicher nachgewiesen wird, wie hoch die Bruttowertschöpfung des in EE-Anlagen erzeugten Stroms vor Ort ist – d. h., wie viel Wertschöpfung in Euro nicht abfließt, sondern in der Kommune bleibt. Auch die generelle Möglichkeit der Erhöhung der Datensouveränität wirkt in diesem Sinne. 20 – Teil A

3,0 Regulatorische Ergebnisse Auch die regulatorische Bewertung, die insbesondere auf der ausführlichen Analyse des Datensicherheits-, Datenschutz- und Energierechts fußt, fällt je Use Case recht unterschiedlich aus. Dies hängt einerseits damit zusammen, dass unterschiedliche Rechtsfelder und Regularien betroffen sind. Andererseits nehmen die Regularien – ob positiv oder negativ – in unterschiedlichem Umfang Einfluss auf den jeweiligen Use Case (für Details vgl. auch Kapitel 3 und das regulatorische Gutachten in Teil B). 3,0 4,0 Shared Investments bei externem Mieterstrom Engpassmanagement in Elektrizitätsverteilernetzen (e-Mobilität) 5,0 4,0 Mieterstrom Finanzierung & Tokenization Energiedienstleistungen für Gebäude & Industrieprozesse (Wartung) Asset Management Datenschutzrecht 2,0 4,0 Handel und Allokation von Netzkapazitäten (Strom) P2P-Handel zwischen Kunden eines Stromlieferanten Handel (Strom) Regulatorischer Einfluss 1 Stern = entscheidend 5 Sterne = nicht signifikant Zertifizierung von Herkunftsnachweisen Energierecht Datensicherheitsrecht Marktkommunikation (Strom) Datenmanagement Anmeldung von Anlagen im Marktstammdatenregister (MaStR) 2,0 4,0 Außerbörslicher Großhandel (Strom) Kündigung und Lieferantenwechsel (Strom) Abrechnung von Entgelten und Umlagen (Strom) 4,0 4,0 Die dargestellte Stern-Bewertung je Use Case beschreibt den regulatorischen Einfluss auf einer Skala von 1 (entscheidend) bis 5 (nicht signifikant). Ein entscheidender Einfluss ist hierbei nicht unmittelbar mit einem negativen regulatorischen Umfeld gleichzusetzen. Die Stern-Bewertung basiert auf einer Analyse der drei im Zentrum der Abbildung genannten Rechtsfelder. Teil A – 21

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