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Blockchain in der Integrierten Energiewende

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3Bewertung von Anwendungen der Blockchain in der Energiewirtschaft Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden 11 ausgewählte energiewirtschaftliche Blockchain-Anwendungen (Use Cases) untersucht und hinsichtlich ihrer technischen, ökonomischen und regulatorischen Reife bzw. Umsetzbarkeit bewertet. Die Use Cases sind fünf Anwendungsgruppen zugeordnet, welche einerseits zur besseren Einordnung dienen sollen und andererseits die das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk umfassende Vielfalt der betrachteten Blockchain-Anwendungen verdeutlichen. Die nachfolgende Abbildung bietet eine Übersicht der Use Cases und ihrer Anwendungsgruppen. 36 – Teil A

Shared Investments bei externem Mieterstrom Engpassmanagement in Elektrizitätsverteilernetzen (e-Mobilität) Mieterstrom Finanzierung & Tokenization Asset Management Energiedienstleistungen für Gebäude & Industrieprozesse (Wartung) Handel und Allokation von Netzkapazitäten (Strom) Handel (Strom) Anwendungsgruppen und ihre Use Cases Datenmanagement Anmeldung von Anlagen im Marktstammdatenregister (MaStR) P2P-Handel zwischen Kunden eines Stromlieferanten Marktkommunikation (Strom) Zertifizierung von Herkunftsnachweisen Außerbörslicher Großhandel (Strom) Abrechnung von Entgelten und Umlagen (Strom) Kündigung und Lieferantenwechsel (Strom) Die genannten Use Cases bilden sicherlich nicht sämtliche denkbaren Anwendungen der Blockchain in der Energiewirtschaft ab. Ebenso sind die meisten der betrachteten Use Cases jeweils in einer Vielzahl unterschiedlicher Varianten vorstellbar. Die im Rahmen der vorliegenden Studie näher begutachteten Use Cases stellen jedoch nach unserer Überzeugung eine sehr gute und umfassende Auswahl der vielfältigen denkbaren Anwendungen der Blockchain in der Energiewirtschaft dar. Die Auswahl und Definition der hier untersuchten Use Cases und ihrer Prozessketten erfolgte gemeinschaftlich und einvernehmlich in mehreren Arbeitssitzungen durch die Verknüpfung der Expertise der Studienpartner und der dena und mit sachkundiger Unterstützung der beteiligten Gutachter. In diesem Kapitel werden die Use Cases detailliert beschrieben und somit auch von denkbaren alternativen Varianten abgegrenzt. Anhand der definierten Prozessketten werden die beteiligten Parteien sowie die einzelnen Prozessschritte jedes Use Cases transparent dargelegt. Die jeweiligen Schreibrechte der Parteien im Ledger werden in den Schaubildern über farbige Markierungen kenntlich gemacht. Die Prozessketten stellen die Basis für die technische, ökonomische und regulatorische Bewertung der einzelnen Use Cases dar: ■■ ■■ Die jeweiligen Bewertungsergebnisse der Gutachten werden nach einem 5-Sterne-System quantitativ zusammengefasst. Eine höhere oder niedrigere Bewertung ergibt sich je nachdem, in welchem Grad technische Anforderungen erfüllt werden, welcher ökonomische Nutzen gegeben ist bzw. wie entscheidend der regulatorische Einfluss 72 auf den Use Case ist. 73 Die Ergebnisse der technischen, ökonomischen und regulatorischen Analyse werden zudem jeweils in Kürze qualitativ zusammengefasst. Darüber hinaus werden die wesentlichen Ergebnisse der zugrunde liegenden Bewertungskriterien grafisch dargestellt. Für eine detaillierte Begründung der jeweiligen technischen, ökonomischen und regulatorischen Bewertungen und deren Methodik sei auf die vollständigen Gutachten in Teil B verwiesen. 72 Ein entscheidender Einfluss wird mit einem Stern bewertet. Ist der Einfluss nicht signifikant, erfolgt eine Bewertung mit fünf Sternen. Die Bewertung ist nicht normativ zu verstehen. Eine hohe Bewertung ist also nicht zwangsläufig positiv bzw. förderlich und umgekehrt ist eine niedrige Bewertung nicht zwangsläufig negativ bzw. hinderlich für den Use Case. 73 Eine Übersetzung der einzelnen quantitativen Bewertungsergebnisse (technisch, ökonomisch, regulatorisch) in eine Gesamtbewertung je Use Case wurde bewusst nicht vorgenommen. Grundsätzlich – und insbesondere vor dem Hintergrund der unterschiedlichen geografischen Betrachtungsrahmen der beiden Gutachten (technischökonomisch: international; regulatorisch: deutschsprachiger Raum) – bestünde ansonsten das Risiko einer unzulässigen Vereinfachung einer komplexen Ergebniswelt. Teil A – 37

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