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Blockchain in der Integrierten Energiewende

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Bewertungsergebnisse

Bewertungsergebnisse Grad der Erfüllung technischer Anforderungen 2,3 1 Stern = sehr gering 5 Sterne = sehr hoch Die (Teil-)Automatisierung der Anmeldung von Anlagen im MaStR ist technisch auch mit anderen Technologien möglich. Der besondere technologische Mehrwert der Blockchain-Technologie liegt in der Verknüpfung einer Geräteidentifikation mit einem hoheitlichen energiewirtschaftlichen Anlagenregister zu einer hochflexiblen, sicheren Basis-Vertrauensschicht für zahlreiche bestehende und neue energiewirtschaftliche Dienste. Umsetzungserfahrungen liegen in der Energiewirtschaft weltweit bislang nicht vor. In anderen Industrien ist jedoch das Prinzip eines Vertrauens ankers bzw. die Verwendung von Krypto- Chips üblich. Das deutsche Marktstammdatenregister ist bereits einsatzbereit und der Rollout von Smart-Meter-Gateways wird voraussichtlich noch im Jahr 2019 beginnen. Insgesamt sind die konkreten Anforderungen dieses komplexen Gesamtsystems, bestehend aus einem Anlagenregister, dem Smart-Meter-Gateway und einem Kryptonetzwerk, noch weitgehend ungeklärt. Alleinstellung (A) Erfüllung der Verantwortlichkeitsanforderungen (F)* Technologische Reife (B) Wechselkosten (E) Anzahl geeigneter Lösungen (C) Status der Erprobung (D) A – D, F: 0 = nicht vorhanden, 1 = sehr gering, 2 = gering, 3 = mittel, 4 = groß, 5 = sehr groß E: 0 = sehr hohes Risiko, 1 = hohes Risiko, 2 = erhöhtes Risiko, 3 = mittleres Risiko, 4 = geringes Risiko, 5 = kein Risiko * Anforderungen bzgl. Verantwortlichkeit für Durchführung von Transaktionen & Betrieb der Blockchain 48 – Teil A

Ökonomischer Nutzen 4,5 1 Stern = sehr gering 5 Sterne = sehr hoch Für den Prozess der (teil-)automatisierten Anmeldung ist die Blockchain-Technologie nur eine der verfügbaren Optionen. Der entscheidende wirtschaftliche Mehrwert liegt in der gesamtwirtschaftlichen Wirkung: Durch die sichere und jederzeit elektronisch überprüfbare Authentifizierung von Anlagen wird ein wesentliches Hindernis für die durchgängige Automatisierung existierender Prozesse wie Marktkommunikation, Wechseln zwischen Marktsegmenten (Eigenerzeugung/-verbrauch, Regelenergie- und Spotmärkte) und Bilanzkreismanagement beseitigt und das Entstehen neuer digitaler Mehrwertdienste wie anlagenscharfe Herkunftsnachweise (grüner, lokaler Strom) gezielt gefördert werden. Insgesamt sind die potenziellen Auswirkungen auf Markteintrittsbarrieren und die Markteffizienz als höchst positiv zu bewerten. Mikroökonomischer finanzieller Netto-Effekt Mikroökonomischer strategischer Nutzen Wohlfahrtseffekte nicht vorhanden sehr gering gering mittel groß sehr groß Regulatorischer Einfluss 2,0 1 Stern = entscheidend 5 Sterne = nicht signifikant Die Bundesnetzagentur (BNetzA) errichtet und betreibt als Marktstammdatenregister (MaStR) ein „elektronisches Verzeichnis mit energiewirtschaftlichen Daten“ (§ 111e EnWG, § 6 EEG). Die automatisierte Übermittlung von Marktstammdaten über ein Smart-Meter-Gateway ist – unter Beachtung der Vorgaben des MsbG – grundsätzlich regulatorisch möglich. Die Nutzung und Verarbeitung (auch personenbezogener) Daten zum Zwecke der Registerführung ist erlaubt, jedoch fordern die Vorschriften explizit auch eine Löschung von Daten (§ 9 MaStRV, § 63 MsbG). Der Marktakteur darf dem MaStR Daten und andere Informationen sogar schriftlich/physisch übermitteln; hierzu sind Formulare zu verwenden, die die BNetzA auf Anforderung bereitstellt (§ 8 MaStRV). Für die Verwendung einer Blockchain als Technologieunterbau eines Marktstammdatenregisters müssten diverse Rechtsvorschriften beachtet und nationale Normen erheblich angepasst werden. EEG EnWG MaStRV MsbG kein signifikanter Einfluss auf den Use Case geringer Einfluss mittlerer Einfluss starker Einfluss für den Use Case entscheidender Einfluss Teil A – 49

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