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Blockchain in der Integrierten Energiewende

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Bewertungsergebnisse

Bewertungsergebnisse Grad der Erfüllung technischer Anforderungen 4,0 1 Stern = sehr gering 5 Sterne = sehr hoch Alternativ zu einer mit hohen Kosten verbundenen Anpassung des Abrechnungssystems können auch spezifische Softwarelösungen für Mieterstrom eingesetzt werden. Die Blockchain- Technologie weist als Differenzierungskriterium insbesondere die sichere und transparente Aufschlüsselung der verbrauchten und erzeugten Strommengen sowie deren Austausch und Weiterverwendung auf. Dies ist ein geeigneter Ansatzpunkt für die einfache Erweiterung des Anwendungsfalls und die Bildung einer natürlichen Schnittstelle zu den Anwendungsfällen „Anmeldung von Anlagen im MaStR“ (Use Case 3), „Zertifizierung von Herkunftsnachweisen“ (Use Case 4), „P2P-Handel zwischen Kunden eines Stromlieferanten“ (Use Case 8) sowie „Shared Investments bei externem Mieterstrom“ (Use Case 11). Eine hausinterne Handelsplattform kann auch als Grundlage für den Handel zwischen Immobilien in einem Quartier dienen. Alleinstellung (A) Erfüllung der Verantwortlichkeitsanforderungen (F)* Technologische Reife (B) Wechselkosten (E) Anzahl geeigneter Lösungen (C) Status der Erprobung (D) A – D, F: 0 = nicht vorhanden, 1 = sehr gering, 2 = gering, 3 = mittel, 4 = groß, 5 = sehr groß E: 0 = sehr hohes Risiko, 1 = hohes Risiko, 2 = erhöhtes Risiko, 3 = mittleres Risiko, 4 = geringes Risiko, 5 = kein Risiko * Anforderungen bzgl. Verantwortlichkeit für Durchführung von Transaktionen & Betrieb der Blockchain 76 – Teil A

Ökonomischer Nutzen 2,7 1 Stern = sehr gering 5 Sterne = sehr hoch Blockchain-basierte Mieterstrom-Lösungen sind heute technologisch reif und wirtschaftlich rentabel. Ihre Vorteile gegenüber alternativen Softwarelösungen kommen jedoch insbesondere in Zusammenhang mit dem Reststrombezug zum Tragen: Durch die Nutzung blockchain-basierter Handelsplattformen (siehe Use Case 8) unter Zukauf externer Energiekapazität in Form von Anteilen an einer EEG-Anlage außerhalb der Immobilie (siehe Use Case 11) lässt sich der Reststrombezug flexibel organisieren und abrechnen. Auch Reststrom-Versicherungen als Produkte können auf Basis der einsehbaren, einheitlichen Daten erstellt werden. Insgesamt verspricht der Einsatz der Blockchain die bislang vor allem auf staatlichen Anreizen beruhende Wirtschaftlichkeit von Mieterstrom-Modellen zu verbessern. Volkswirtschaftlich kann sich auch die effiziente Organisation des Reststrombezugs aus erneuerbaren Energien potenziell positiv auf die Energiemarkteffizienz auswirken. So sind unter Umständen zukünftig geringere Bilanzkreisabweichungen und damit eine sinkende Notwendigkeit der Einspeisung in oder Entnahme aus Übertragungs netzen zu erwarten. Zudem könnte daraus eine erhöhte lokale Wertschöpfung resultieren. Mikroökonomischer finanzieller Netto-Effekt Mikroökonomischer strategischer Nutzen Wohlfahrtseffekte nicht vorhanden sehr gering gering mittel groß sehr groß Regulatorischer Einfluss 4,0 1 Stern = entscheidend 5 Sterne = nicht signifikant Anders als beim regulären Strombezug aus dem Netz entfallen im Mieterstrommodell einige Kostenbestandteile wie Netzentgelte, netzseitige Umlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgaben. Zusätzlich gibt es eine Förderung für jede Kilowattstunde Mieterstrom (Mieterstromzuschlag). Innerhalb der Kundenanlage muss allerdings ein geeignetes Messkonzept existieren, das dem Netzbetreiber eine Zuordnung aller Zähler innerhalb der Kundenanlage zu den belieferten Netznutzern und eine automatisierte Abwicklung der Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität (GPKE) ermöglicht (z. B. gem. §§ 22, 26, 60 MsbG). Unabhängig von der eingesetzten Technologie ist die Lieferung von Mieterstrom mit einer Reihe weiterer Rechtspflichten nach dem EnWG (z. B. §§ 5, 40) verbunden. Hieraus resultieren für Energieversorgungsunternehmen bzw. Stromlieferanten wiederum Anforderungen an die Verträge und Rechnungen sowie an das Werbematerial für Letztverbraucher. Trotz dieser bürokratischen Hürden ist der Use Case regulatorisch nicht ausgeschlossen. GPKE EEG EnWG MsbG kein signifikanter Einfluss auf den Use Case geringer Einfluss mittlerer Einfluss starker Einfluss für den Use Case entscheidender Einfluss Teil A – 77

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