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Branchenstudie Windenergie

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Windstudie der HSH Nordbank beleuchtet Wachstumschancen und legt dar, dass der Offshore-Strom so kostengünstig wie nie zuvor ist. Auch das Ausschreibungsverfahren wird in der Studie analysiert sowie die Veränderungen in der Akteursvielfalt. Studie/ September 2016

Solarstrahlung und Wind

Solarstrahlung und Wind ist überreichlich vorhanden und sowohl mit der Photovoltaik als auch mit der Windenergie technologisch zu niedrigen Kosten zur Stromerzeugung nutzbar. Die zentrale Herausforderung liegt künftig aber nicht nur darin, mehr Wind- und Solarstrom zu erzeugen, sondern diese Strommengen auch so nutzbar zu machen, dass eine jederzeitige Versorgungssicherheit gewährleistet bleibt. Der Strommarkt und die Stromnetze stehen dabei an vorderster Front. Eine langfristige Umstellung der Stromerzeugung zu wesentlichen Teilen auf Erneuerbare Energien bedeutet für die Stromnetze eine große Herausforderung, denn diese werden dadurch in zunehmendem Maße mit einer schwankenden Stromerzeugung konfrontiert sein. Zudem müssen größere Strommengen über erheblich größere Entfernungen transportiert werden müssen. Des Weiteren wird der Strombedarf durch die erforderliche Elektrifizierung des Transportsektors und auf dem Feld der Gebäudeheizung tendenziell weiter steigen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss daher von einem umfassenden Maßnahmenbündel u.a. aus Netzertüchtigungen, internationalen Stromnetzverbünden, Stromspeichern und einer Flexibilisierung und Dezentralisierung der Stromnachfrage begleitet werden. Ohne leistungsfähige und intelligente Stromnetze ist das nicht zu schaffen. Netzausbau und Windenergieanlagenzubau müssen daher mit zunehmendem Windstromanteil aufeinander abgestimmt werden, wenn es nicht zu gravierenden Ineffizienzen kommen soll, wie etwa in China, das im vergangenen Jahr etwa 15% der nationalen Windstromerzeugung im Land wegen Netzengpässen nicht in das Netz einspeisen konnte. Die marktseitige Integration großer Windstrommengen verursacht allerdings nicht nur direkte und indirekte Kosten (Förderung, Netzausbau), sondern bringt auch tagtäglich Vorteile mit sich. So dämpft Windstrom dank des Merit-Order-Effekts, der die Einsatzrangfolge der jeweils günstigsten Kraftwerke beschreibt, den Preis an den Strombörsen und könnte so die Stromverbraucher entlasten. An windreichen, verbrauchsschwachen Tagen kann es in einigen Ländern bereits jedoch dazu kommen, dass der Strompreis auf Null fällt oder gar negativ wird. Solche Konstellationen sind allerdings gesamtwirtschaftlich schädlich, da dann kein im Betrieb befindliches Kraftwerk seine Grenzkosten verdienen kann. Weiter steigende Windstrommengen drohen dieses bisher auf wenige und kurze Zeitfenster begrenzte Problem künftig zu verschärfen. Insofern besteht hier Handlungsbedarf für die Politik, noch mehr für die Flexibilisierung der Stromnachfrage zu tun, statt darauf zu warten, dass die Strompreisentwicklung den Akteuren am Strommarkt hierfür die entsprechenden Anreize bietet. Während die Frage nach der grundsätzlichen Förderwürdigkeit der Windenergie jedes Land für sich selbst beantworten muss, rückt vor dem Hintergrund weiter gesunkener Stromgestehungskosten zwangsläufig die Frage in den Fokus, wie viel Förderung noch nötig ist und wie Fördermittel möglichst effizient eingesetzt werden können. Hier hat die EU-Kommission als oberste Entscheidungsinstanz bei staatlichen Energie- und Umweltbeihilfen den Mitgliedsländern im Jahr 2014 neue Leitlinien für bzw. Anforderungen an die Ausgestaltung der nationalen Fördersysteme vorgegeben, die ab dem Jahr 2017 in vollem Umfang einzuhalten sind. Im Kern geben diese eine volle Marktintegration der Windenergie in den Strommarkt sowie eine strikt wettbewerbliche Ermittlung der Förderhöhe vor. Zwar bleiben auch künftig Quotensysteme mit handelbaren „Grünen Zertifikaten“ zulässig, einen solchen Förderweg verfolgen aber mit Schweden, Norwegen und Rumänien nur noch drei der größeren Windenergiemärkte in Europa. Die ganz überwiegende Mehrheit hat ihre Fördersysteme hin zu Marktprämienmodellen mit auktionsbasierter Ermittlung der Förderhöhe weiterentwickelt bzw. plant dies zu tun. In einem solchen Modell sind die Stromvermarktung und die Zahlung der Zusatzvergütung strikt voneinander getrennt. Ab 2017 werden die Anlagenbetreiber mit Geboten über die verlangte Förderhöhe miteinander konkurrieren müssen. Nur die niedrigsten Gebote erhalten dann den Zuschlag für ihr Projekt. Wer zu teuer ist, geht leer aus. Während der Auktionszwang in vielen Ländern für die Projektierer eine zusätzliche Unwägbarkeit bedeutet und ihnen noch mehr Flexibilität abverlangt, erleichtern Auktionen den Staaten künftig die Steuerung des Zubaus und damit eine bessere Verzahnung mit dem Netzausbau. Hierbei kommt es darauf an, das Auktionsdesign so zu wählen, dass die verfolgten Ziele damit bestmöglich erreicht werden. Eine hohe Realisierungsquote der ausgeschriebenen Kapazität dürfte dabei ganz oben in der Zielhierarchie stehen. Die in vielen Ländern in der Vergangenheit bereits durchgeführten Auktionen für Solar- und Windenergiekapazitäten geben dabei wertvolle Anhaltspunkte für die „richtige“ Ausgestaltung des Auktionsdesigns. Für eine möglichst reibungslose Integration immer höherer Windstrommengen in die Stromversorgung sind Windparks mit möglichst konstanter Stromproduktion und hohen Kapazitätsfaktoren besonders systemdienlich. Optimal im Sinne einer kostengünstigen Netzintegration ist es, wenn solche Standorte räumlich in der Nähe von verbrauchsstarken Regionen liegen, denn solche Standorte nutzen das HSH NORDBANK.DE BRANCHENSTUDIE WINDEnERGIE September 2016 seite 3

estehende Stromnetz tendenziell besser aus und erfordern nicht gleich auch einen Ausbau der Übertragungsnetzkapazitäten. D.h. eine Förderung des Windparkzubaus macht nicht nur an Starkwindstandorten Sinn, sondern insbesondere auch an Schwachwindstandorten in verbrauchsstarken Regionen. Mit einer von der Standortgüte abhängigen Differenzierung der Förderhöhe ist Deutschland diesbezüglich seit langem Vorreiter in Europa und verfolgt diesen Weg auch im modifizierten Fördersystem ab 2017 weiter. Die Erschließung von Offshore-Standorten, die zunehmende Nutzung von Schwachwindstandorten, die Hebung von Potenzialen mit Repowering sowie sinkende Kosten sind nicht die einzigen Treiber der Entwicklung an den Windenergiemärkten. Infolge der Abhängigkeit vom Zugang zu staatlichen Fördersystemen führen politische Risiken – auch in Europa – vereinzelt immer wieder dazu, dass der Ausbau der Windenergienutzung in einzelnen Ländern abrupt gestoppt wird oder über Gebühr rückwirkend in bestehende Fördermechanismen eingegriffen wird. Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit sind hier Großbritannien, das die Onshore-Förderung an Land ab 2017 einstellt, Polen, dessen neue Regierung die Windenergie grundsätzlich ablehnt und Rumänien, das bei der Steuerung seines Fördersystems Schiffbruch erlitt und bestandsschutzverletzende Noteingriffe vornehmen musste. In anderen Ländern hingegen wird aktiv ein langfristiger energiepolitischer Konsens auf breiter gesellschaftlicher Basis gesucht, der den Transformationsprozess hin zu einer CO2-armen Energieversorgung langfristig absichert. Mit der Ratifizierung des Pariser UN-Klimaabkommens durch die beiden größten CO2-Erzeuger China und USA hat der Ausbau der Erneuerbaren Energien neue politische Unterstützung erfahren – der Boden für einen nachhaltig starken Ausbau der Windenergie ist damit bereitet. Vor diesem Hintergrund sind wir sehr zuversichtlich, dass die weltweit installierte Leistung bis zum Jahr 2020 in dem vom GWEC prognostizierten Tempo von durchschnittlich ca. 13% p.a. wachsen wird. Für Europa erwarten wir angesichts des bereits vergleichsweise hohen Ausgangsniveaus „nur“ eine jährliche Zunahme der installierten Leistung bis 2020 um durchschnittlich 8,1%, was einer Nennleistung von insgesamt 71 GW entspricht. Für 2025 gehen wir von einer Verdoppelung der Kapazität im Vergleich zu Ende 2015 aus. Nicht nur infolge des steigenden Anteils von Offshore-Windparks wird mit diesem Kapazitätszuwachs eine deutlich überproportionale Zunahme bei der Windstromerzeugung einhergehen. Dieser aggregierte Ausblick auf den europäischen Windmarkt wird in dieser Studie anhand der Windmärkte in 19 Ländern Europas ausführlicher beschrieben. Dabei liegt der Schwerpunkt der Analyse auf den jeweiligen energiepolitischen Rahmenbedingungen und den nationalen Fördersystemen. Als Fazit lässt sich bereits vorab feststellen: Die Windkraft wird auch in den nächsten Jahren ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben SEITE 4

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