Aufrufe
vor 2 Jahren

Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger

  • Text
  • Substitutionsfaktoren
  • Climate
  • Biomasse
  • Emissionsfaktoren
  • Erneuerbarer
  • Stromerzeugung
  • Emissionen
  • Emissionsbilanz
  • Energien
  • Tabelle
Aktualisierte Fassung aufbauend auf den vorherigen Veröffentlichungen der „Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger“ (UBA, Memmler, Lauf, Wolf, & Schneider, 2016; UBA, et al., 2014; UBA, et al., 2013; UBA, et al., 2009)

Climate Change:

Climate Change: Emissionsbilanz erneuerbarer Energien Der Verkehrssektor weist für alle Nutzungsmöglichkeiten eine nachteilige Staubbilanz auf, so dass in diesem Sektor insgesamt ca. 220 t Staub zusätzlich emittiert wurden. Allerdings muss hier zusätzlich berücksichtigt werden, dass durch die beschriebene Reduzierung der Säurebildner (Stickoxide und v. a. Schwefeldioxid) auch die Bildung von sekundärem Feinstaub deutlich vermindert wird. Die Erhöhung der primären Staubemissionen im Rahmen der Energiewende führt daher nicht zwangsläufig zu einer Erhöhung der Feinstaubkonzentrationen in der Umgebungsluft, die sich aus primärem und sekundärem Feinstaub zusammensetzen. Abbildung 13: Durch den Einsatz erneuerbarer Energien im Strom-, Wärme sowie Verkehrssektor im Jahr 2017 vermiedene und verursachte Staubemissionen nach Energieträgern Quelle: Eigene Darstellung des UBA 41

Climate Change: Emissionsbilanz erneuerbarer Energien 4 Erneuerbare Energien im Stromsektor Durch den Einsatz von erneuerbaren Energien im Stromsektor wurden im Jahr 2017 Treibhausgasemissionen in Höhe von insgesamt 135,2 Mio. t CO 2-Äq. vermieden. Von den drei untersuchten Sektoren (Strom, Wärme und Verkehr) trug die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu ca. 76 Prozent zur Netto-Gesamtemissionsvermeidung an Treibhausgasen bei. Die größten Emissionsvermeidungen wurden durch die Stromerzeugung aus Windenergie (71 Mio. t CO 2-Äq.) und aus Photovoltaik (24 Mio. t CO 2-Äq.) erreicht, gefolgt von der Stromerzeugung aus den verschiedenen Arten der Biomasse (zusammen ca. 19 Mio. t CO 2-Äq.) und Wasserkraft (15 Mio. t CO 2-Äq.) (siehe Abbildung 14). Abbildung 14: Anteil der EE-Bruttostromerzeugung an den netto vermiedenen THG-Gesamtemissionen durch die Nutzung erneuerbarer Energien Quelle: Eigene Darstellung In den folgenden Abschnitten werden die Emissionsbilanzen für die Stromerzeugung aus Photovoltaik, Windenergie (on- und offshore), Wasserkraft, Tiefengeothermie, fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse, Klär- und Deponiegas sowie dem biogenen Anteil des Siedlungsabfalls einzeln dargestellt. Diese Unterkapitel sind dabei stets gleich aufgebaut: Nach einer kurzen Einleitung werden die jeweils spezifischen Eingangsparameter der Energiebereitstellung sowie der Substitutions- und Emissionsfaktoren erläutert (vgl. auch Kapitel 2.2), bevor die Ergebnisse der Emissionsbilanz des jeweiligen erneuerbaren Energieträgers anhand der in Kapitel 2.1 erläuterten Methodik dargestellt werden. Zur besseren Einordnung der Ergebnisse werden vorweg die primärenergiebezogenen Emissionsfaktoren (Tabelle 6) nach direkten Emissionsfaktoren und Emissionsfaktoren aus der Vorkette inkl. fremdbezogener Hilfsenergie aufgeteilt, sowie die dazugehörigen mittleren Brutto-Nutzungsgrade (Tabelle 7) der verdrängten konventionellen Stromerzeugung dargestellt. Die direkten primärenergiebezogenen Emissionsfaktoren wurden auf Basis des Nationalen Emissionsinventars (UBA, 2018) abgeleitet und durch die entsprechenden Vorketten der Brennstoffgewinnung und -bereitstellung aus GE- MIS 4.94 (IINAS, 2016) ergänzt. Aus der amtlichen Statistik (StBa, 2017) leiten sich wiederum die mittleren Brutto-Nutzungsgrade der konventionellen Stromerzeugung ab. Tabelle 6: Mittlere Brutto-Nutzungsgrade der Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern (Mittelung von Kondensations- und KWK-Betrieb) Kernenergie Braunkohle Steinkohle Gas Öl [%] [%] [%] [%] [%] Brutto-Nutzungsgrad 33 39 41 57 38 Quelle: UBA auf Basis von Destatis (StBa, 2017) 42

Hier finden Sie Fachpublikationen und Unternehmensbroschüren

Finden Sie uns auch auf

Copyright © 2017 Bundesverband WindEnergie