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Energierevolution durch Blockchain

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VERBUNDPROJEKT PEBBLES

VERBUNDPROJEKT PEBBLES Teilnehmer verringern und neue Investiti- Der aktuelle rechtlich-regulatorische Rahmen bietet Teilnehmern bereits heute bei lokalem Handel eine Stromsteuerbefreiung (§ 9 StromStG), wenn diese sich in einem direkten räumlichen Zusammenhang befinden. Auch kann das durch Teilnehmer zu entrichtende Netzentgelt reduziert werden, falls Verträge geschlossen werden, die eine Abschaltung der Erzeugung oder von Verbrauchsanlagen ermöglichen (§ 14a EnWG). Denkt man den Ansatz lokaler Energiemärkte regulatorisch weiter, so könnte auch die EEG-Umlage für Strom nachweislich aus Erneuerbaren-Energien- Anlagen entfallen oder verringert werden. Ein weiterer Vorteil von lokalen Märkten ist das Matching von Teilnehmern in unmittelbarer räumlicher Nähe. Betrachtet ein LEM zudem auch die Netztopologie, kann für Transaktionen die jeweilige netztechnische Verknüpfung der onsanreize schaffen. Transaktionspartner berücksichtigt werden und z.B. ein Netzentgelt angesetzt werden, das von der Spannungsebene der Teilnehmer abhängig ist. So kann der lokale Handel angeregt werden, Stromübertragung über weite Strecken reduziert und ein wirtschaftlicher Vorteil für den Endverbraucher generiert werden. Auch wird durch einen lokalen Energiemarkt dem Produkt „Strom“ ein lokaler/regionaler Charakter verliehen, welcher Teilnehmer auf einer emotionalen Ebene zusätzlich anspricht. Durch diese aktive Einbindung der Teilnehmer und der Emotionalisierung des Produktes „Strom“ könnte beobachtbaren NIMBY (Not In My BackYard) -Verhaltensmustern in der Bevölkerung vorgebeugt werden und die Akzeptanz für die Energiewende gesteigert werden. Auch schafft die Möglichkeit einer lokalen Vermarktung zusätzliche Investitionsanreize für dezentrale Stromerzeugungs- und -speicheranlagen. Aggregatoren Lokale Energiemärkte könnten Vorbehalte der Bevölkerung gegenüber der Energiewende Von einer verbesserten Datengrundlage auf Basis des lokalen Marktes profitieren Aggregatoren durch eine bessere Prognosegenauigkeit, wodurch eine effizientere Bilanzkreisbewirtschaftung möglich wird. Weiter kann potenziell über die Plattform Flexibilität bereitgestellt werden, sodass der Bezug von Ausgleichsenergie reduziert werden kann und damit die Kosten für die Bilanzkreisbewirtschaftung sinken. Eine gesteigerte Prognosegenauigkeit wirkt sich zudem positiv auf die Systemstabilität aus. Für Aggregatoren lassen sich im Umfeld von lokalen Energiemärkten neue Geschäftsmodelle erschließen. Für Teilnehmer von lokalen Energiemärkten können von diesen erfahrenen Akteuren etwa Dienstleistungsangebote konzipiert werden, die die Markteintrittsbarrieren für die Teilnehmer verringern. Typische Pflichten eines Energieversorgungsunternehmens könnten dienstleistend durch einen Aggregator für die Marktteilnehmer des lokalen Marktes erbracht werden, um die Komplexität einer Marktteilnahme insbesondere für Erzeuger soweit wie möglich zu reduzieren. 38

VERBUNDPROJEKT PEBBLES Netzbetreiber Mehrwertschöpfungen durch die Reduktion der Netzengpasskosten auf Übertragungsnetzebene sowie der Ausbaukosten auf Verteilnetzebene lassen sich nach dem aktuellen rechtlich-regulatorischenz Rahmen nicht für die einzelnen Stakeholder monetarisieren. Insbesondere Verteilnetzbetreiber werden durch die aktuelle Anreizregulierung kaum motiviert, in eine intelligente Steuerung des Netzes zu investieren, da der Ausbau des Netzes für den Verteilnetzbetreiber die wirtschaftlich attraktivere und technisch einfachere Alternative darstellt. Jedoch ist es denkbar, dass mit einem Teil der eingesparten Netzausbaukosten durch eine intelligente, wettbewerbliche Koordination ein netzdienliches Betriebsverhalten der dezentralen Anlagen angereizt wird. Hierzu sind jedoch Anpassungen des aktuellen rechtlich-regulatorischen Rahmens und die Schaffung monetärer Anreize für Netzdienlichkeit auf Verteilnetzebene erforderlich. Für Netzbetreiber fehlen Anreize zur Investition in intelligente Netzsteuerungen. 5.4 Energiecampus Wildpoldsried Zusätzlich zu realen Teilnehmern aus Wildpoldsried wird auch der aus den Vorprojekten IRENE, IREN2 und DeCAS stammende und umfangreich erweiterte Energiecampus Wildpoldsried (siehe Abbildung 7) am lokalen Energiemarkt teilnehmen. Mit der technischen Ausstattung können vielfältige Anwendungsszenarien abgebildet werden. Der Energiecampus besteht aus einem Arealspeicher (240kVA/160kWh), einem Campus-Speicher (50kVA/75kWh), zwei Stromgeneratoren, steuerbaren Lasten sowie einer Gleichstromkurzkupplung als Verbrauchs- und Erzeugungsemulation. Abbildung 7: Energiecampus Wildpoldsried 39

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