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Energiewende 2030 - The Big Picture

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Agora Energiewende (2017): Energiewende 2030: The Big Picture. Megatrends, Ziele, Strategien und eine 10-Punkte-Agenda für die zweite Phase der Energiewende.

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Agora Energiewende | Energiewende 2030: The Big Picture 3.4 Verkehrswende 2030 Der Verkehr ist der Sektor, in dem die Energiewende am wenigsten vorangeschritten ist: Lediglich 5 Prozent des Endenergieverbrauchs von 727 Terawattstunden wird durch Erneuerbare Energien gedeckt, 93 Prozent stammen aus Erdöl. 36 Beim innerdeutschen Verkehr per Straße, Schiene, Schiff und Flugzeug sind die Emissionen in den letzten Jahren wieder gestiegen, die Klimaschutzerfolge im Zeitraum 2000 bis 2009 wurden zunichtegemacht. Der Verkehrssektor ist der einzige Sektor, der im Jahr 2016 mit 166 Millionen Tonnen mehr CO 2 ausstößt als 1990. 37 Herausforderung Verkehr: Der einzige Sektor mit steigenden CO 2 -Emissionen Die Ursachen hierfür sind in zwei großen Trends zu sehen: →→Mehr Verkehr auf der Straße: Der Gütertransport stieg zwischen 2000 und 2015 um ein Viertel auf 650 Milliarden Tonnenkilometer; der Personenverkehr stieg im gleichen Zeitraum um 13 Prozent auf 1.180 Milliarden Personenkilometer. Etwa 80 Prozent des Zuwachses bei den Gütern wurde durch Lkw gedeckt, etwa 70 Prozent des Zuwachses beim Personenverkehr durch Autos. 38 →→CO 2 -Flottenverbräuche sinken nur auf dem Papier: Eigentlich sollten nach der CO 2 -Pkw-Verordnung der EU die Kraftstoffverbräuche für neue Autos kontinuierlich sinken. Zudem soll die Kfz- Steuer CO 2 -arme Autos begünstigen. Tatsächlich sinken die Verbräuche aber kaum. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Verbrauchsangaben der Hersteller immer mehr von den realen Werten abweichen: So lag die Diskrepanz zwischen Testund Realverbräuchen bei neuen Pkws im Jahr 2000 noch bei 9 Prozent, stieg bis 2015 aber auf 42 Prozent. 39 Im Jahr 2030 wird der Verkehrssektor diesen Trend nicht nur gebrochen, sondern komplett umgekehrt und die Emissionen auf 95 bis 98 Millionen Tonnen reduziert haben. 40 Im Zeitraum 2015 bis 2030 vollzieht sich im Verkehr ein rasanter Wandel, dessen erste Vorboten heute schon zu sehen sind: So hat in den Städten jüngst der Fahrradverkehr zugenommen, während der Autoverkehr stagniert. Die Digitalisierung hat mobiles Carsharing und attraktive ÖPNV-Angebote ermöglicht, die Kosten für Batterien und damit für Elektroautos sinken kontinuierlich. Möglich wird dies durch die Verkehrswende, die auf zwei Entwicklungen basiert: 41 der Mobilitätswende, die Mobilität mit weniger Verkehrsaufkommen ermöglicht, und der Energiewende im Verkehr, die dafür sorgt, dass der Energiebedarf im Verkehr immer stärker durch Erneuerbare Energien gedeckt wird. Eine solche Strategie steigert auch die Lebensqualität: So machen Elektroautos und neue Mobilitätsangebote die Städte leiser und sauberer, da sie deutlich weniger Lärm und klassische Luftschadstoffe wie Feinstaub und Stickoxide verursachen. Die Verkehrswende ist auch deswegen entscheidend, weil die Autoindustrie Deutschlands sehr exportorientiert ist. Da der globale Trend insbesondere in den Leitmärkten China und Kalifornien massiv in Richtung Elektromobilität und Mobilitätsdienstleistungen geht, ist es für den Wirtschaftsstandort Deutschland zentral, dass die heimische Industrie hier vorangeht, anstatt den Entwicklungen hinterherzulaufen. Drei Strategien bis 2030: Effizienz steigern, Elektromobilität vorantreiben, Bahn und Bus stärken Insgesamt reduzieren die folgenden Strategien den Benzin- und Dieselverbrauch (und damit die Emissionen) bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 2015: 1. Efficiency First: Energieverbrauch um 30 Prozent senken Eingesparte Kilometer sind die günstigste Klimaschutzmaßnahme. Durch eine bessere Städteplanung bleibt Mobilität erhalten, aber Wege zwischen Arbeiten 32

IMPULSE | Energiewende 2030: The Big Picture und Wohnen werden verkürzt. Mithilfe von digitalen Technologien lassen sich Transporte effizienter organisieren und privater und öffentlicher Verkehr besser vernetzen. Neue Pkws und Lkws werden im Realverbrauch tatsächlich sparsamer als ihre Vorgänger. Insgesamt ist es so möglich, den Energieverbrauch im Verkehrssektor um etwa 30 Prozent zu reduzieren. 2. Stärkung von Bahn, Bus und Shared Mobility Mehr Güter- und Personenverkehr auf der Schiene reduziert den Verkehr auf den Straßen. Voraussetzung hierfür ist ein schneller und deutlicher Ausbau des Schienennetzes. Zudem kann der öffentliche Nahverkehr durch attraktive Angebote, neue Trassen und IT-Innovationen (zum Beispiel Sammeltaxis mit autonom fahrenden Autos) mehr Fahrgäste gewinnen. So findet der bis 2030 erwartete weitere Zuwachs im Personen- und Güterverkehr weitestgehend auf der Schiene und im öffentlichen Verkehr statt. 3. Elektromobilität mit erneuerbarem Strom Da Biokraftstoffe nicht weiter zunehmen, erfolgt die Nutzung Erneuerbarer Energien im Verkehrssektor über Wind- und Solarstrom. So werden im Jahr 2030 etwa zehn bis zwölf Millionen Elektro- und Wasserstoffautos auf den Straßen fahren. Zudem werden 80 Prozent der Bahnstrecken statt bisher 60 Prozent elektrifiziert. Um auch den Lkw-Verkehr sauberer zu machen, werden bis 2030 erste wichtige Autobahnen mit Oberleitungen ausgestattet, sodass auf diesen Strecken Hybrid-Lkws mit Strom fahren. Im Ergebnis steigt der Strombedarf im Verkehr bis zum Jahr 2030 um rund 50 Terawattstunden. Sollten diese Strategien nicht erfolgreich sein, müssten erhebliche Mengen strombasierte Kraftstoffe zum Einsatz kommen. Eine schnell steigende Beimischungsquote von Power-to-Liquid bei Benzin und Diesel wäre die Folge, um auf diesem Weg das Sektorziel des Verkehrs zu erreichen. Verkehrswende 2030 bedeutet Effizienz steigern, Bus und Bahn stärken und elektrifizieren Abbildung 13 2015 Strategien Ziel 2030 95–98 Mio. t CO 2e Endenergieverbrauch im Verkehr [TWh] 36 800 600 400 200 0 727 685 30 12 161 Mio. t CO 2e 1. Effizienz der Fahrzeuge steigern, IT- Logistik nutzen, Verkehr vermeiden 2. Bus und Bahn stärken, Shared Mobility einführen 3. Elektrifizieren –220 ~500 ~410 ~30 ~60 Efficiency First: 30 % weniger Energieverbrauch Verbrauch von Benzin und Diesel sinkt um 40 % (alternativ: hohe PtL-Beimischungsquote) 10–12 Mio. Elektroautos Mineralölkraftstoffe (inkl. Gas) Strom Biokraftstoffe AGEB (2016a), BMUB (2016), eigene Berechnungen auf Basis EWI/Prognos/GWS (2014a) 33

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