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Energiewende 2030 - The Big Picture

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Agora Energiewende (2017): Energiewende 2030: The Big Picture. Megatrends, Ziele, Strategien und eine 10-Punkte-Agenda für die zweite Phase der Energiewende.

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Agora Energiewende | Energiewende 2030: The Big Picture 3.5 Alternative Entwicklungen sind möglich, mehr Forschung ist nötig Die in den Kapiteln 3.1 bis 3.4 beschriebenen Maßnahmen ermöglichen eine kosteneffiziente Transformation des Energiesystems bis 2030. Sie fokussieren auf die Technologien, mit denen nach heutigem Kenntnisstand die Energiewende am günstigsten zu realisieren ist. Es sind jedoch auch alternative Entwicklungen denkbar. Folgende Gründe könnten dazu führen: →→Mangelnde Energieeffizienz: Die Steigerung der Effizienz ist eine zentrale Säule der Energiewende. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt jedoch, dass die energetische Sanierung, die Vermeidung von Straßenverkehr und die Steigerung der Stromeffizienz mit einer Reihe von Hemmnissen verbunden sind – und dass die Politik diese Hemmnisse bisher nicht prioritär adressiert hat. Falls sich dies bis 2030 fortsetzen würde, müssten andere Maßnahmen ergriffen werden, um das Klimaschutzziel zu erreichen. →→Zu geringe Elektrifizierung: Die direkte Nutzung von Strom für Wärme und Verkehr ist kostengünstig. Im Optimum bedeutet dies fünf bis sechs Millionen Wärmepumpen und zehn bis zwölf Millionen E-Autos bis 2030. Falls diese Mengen aufgrund mangelnder Anreize und/oder mangelnder Akzeptanz der Technologien nicht realisiert würden, wären andere Optionen notwendig. →→Technologische Durchbrüche, zum Beispiel bei Power-to-Gas und Power-to-Liquid: Es ist denkbar, dass neben den kostengünstigsten Klimaschutztechnologien aus heutiger Sicht – also Effizienztechniken, Wind- und Solarstrom, Batterien und Wärmepumpen – bis 2030 noch andere Technologien einen Durchbruch erfahren. Dies könnte am ehesten bei Brennstoffzellen und strombasierten Heiz- und Kraftstoffen geschehen, da sie bereits relativ gut erforscht sind und erste Anwendungsfelder haben. 42 Bislang handelt es sich dabei noch immer um teure Technologien, sie haben aber ein großes Kostensenkungspotenzial. 43 Werden Energieeffizienz oder Elektrifizierung nicht erreicht, braucht es deutlich mehr Wind- und Solarstrom Wichtig ist: Diese möglichen Entwicklungen können am Einsatz der fossilen Energieträger nichts ändern, denn die Klimaschutzziele beschränken direkt die Nutzung von Kohle, Öl und Gas. Da außerdem die Potenziale zur Nutzung von Biomasse stark begrenzt sind, hätten alle drei Entwicklungen die Konsequenz, dass bis 2030 deutlich mehr Wind- und Solaranlagen errichtet werden müssten. Gelingt etwa die avisierte Steigerung der Effizienz bei Wärme und Verkehr nur zur Hälfte und müssten die fehlenden Einsparungen durch strombasierte Heiz- und Kraftstoffe gedeckt werden, würden hierfür zusätzliche Strommengen in Höhe von rund 470 Terawattstunden benötigt. 44 Diese höhere Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien verursacht Kosten: Zum einen direkte für die Errichtung zusätzlicher Windkraft- und Solarenergieanlagen, zum anderen Systemkosten in Form von zusätzlichen Back-up-Kraftwerken und Stromnetzen. Darüber hinaus stellen sich Akzeptanzfragen für diese zusätzlichen Wind- und Solaranlagen – schließlich wären sie nicht notwendig, wenn etwa die Verkehrseffizienzziele erreicht beziehungsweise Elektroautos genutzt würden, anstatt Power-to- Liquid-Kraftstoffe zu erzeugen. Im Kern wären solche zusätzliche Mengen an Wind- und Solarstrom zur Erzeugung von strombasierten Heiz- und Kraftstoffen wohl nur außerhalb Deutschlands herstellbar, zum Beispiel in der Nordsee oder in Nordafrika beziehungsweise im Nahen Osten. Diese Option erscheint für die über das Jahr 2030 hinausgehenden Klimaschutzziele deutlich wahrscheinlicher als für den Schritt bis 2030. Bis 2030 werden Power-to-Gas und Power-to-Liquid deshalb voraussichtlich keine zentrale Rolle in der Energiewende spielen. 34

IMPULSE | Energiewende 2030: The Big Picture Power-to-X-Technologien sind der Schlüssel für die Energiewende nach 2030 und müssen anwendungsreif werden Nichtsdestotrotz zeigt das Thema Power-to-X, also die Verwendung von Strom zur Herstellung von Produkten für andere Sektoren, dass technologieoffene Forschung und Demonstration zwingend notwendig sind, um die Energiewende und den Klimaschutz auch langfristig zum Erfolg zu führen. Power-to-Heat ist bereits jetzt etabliert, weitere Power-to-X-Technologien müssen folgen. Denn strombasierte Kraftstoffe, Gase und Chemikalien sind Langzeitspeicher für Wind- und Solarstrom und der Schlüssel für die Dekarbonisierung von Flugzeugen, Schiffen und Lastwagen. Zudem können sie CO 2 -freie Energieträger für energieintensive Prozesse in der Industrie sowie klimaschonende Basischemikalien für die Chemieindustrie liefern. Für die Energiewende nach 2030 ist es daher zentral, Power-to-X-Technologien (inklusive der Abscheidung von CO 2 aus der Luft) rasch zur Anwendungsreife zu bringen. Während für viele Technologien bereits die Grundsteine gelegt sind und lediglich die Marktreife erreicht werden muss, ist für andere noch Grundlagenforschung notwendig. Zudem ist auch eine gemeinsame internationale Strategie für die Erzeugung und den Transport dieser Gase, Kraftstoffe und Chemikalien nötig. Bundesregierung und Industrie sollten deswegen ihre Energieforschungsaktivitäten in einem Pakt für Zukunftsforschung bündeln, sich auf eine Forschungs- und Demonstrationsagenda einigen und diese Agenda mit gezielten Markteinführungsprogrammen kombinieren – am sinnvollsten mit einem Fokus auf Netzengpassregionen, in denen erneuerbarer Strom sonst abgeregelt werden müsste. Die Energieforschungsausgaben waren 1991 fast doppelt so hoch wie heute – der Anteil der Privatwirtschaft ist deutlich zurückgegangen Abbildung 14 2.000 1.800 Energieforschungsausgaben [Mio. Euro_2010] 1.600 1.400 1.200 1.000 800 600 400 200 0 1991 1995 2000 2005 2010 2015 Ausgaben der Privatwirtschaft Ausgaben des Bundes BMWi (2017), Destatis (2017) 35

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