Aufrufe
vor 8 Monaten

Energiewende 2030 - The Big Picture

  • Text
  • Energiewende
  • Energien
  • Strom
  • Verkehr
  • Erneuerbaren
  • Erneuerbare
  • Industrie
  • Deutschland
  • Kohle
  • Energie
Agora Energiewende (2017): Energiewende 2030: The Big Picture. Megatrends, Ziele, Strategien und eine 10-Punkte-Agenda für die zweite Phase der Energiewende.

Agora

Agora Energiewende | Energiewende 2030: The Big Picture wertschöpfung, liegen leicht unter dem europäischen Durchschnitt und betragen im Jahr 2015 im Schnitt 7 Prozent. 49 Sie sind seit 2008 um knapp 10 Prozent zurückgegangen, wobei sie in der energieintensiven Industrie deutlich stärker gefallen sind als insgesamt. Hintergrund sind die gesunkenen Börsenstrompreise bei gleichzeitig weitreichenden Ausnahmetatbeständen für die energieintensive Industrie im Bereich der Steuern, Abgaben und Umlagen. Insgesamt konnte so die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie gesichert werden: Zwischen 2000 und 2015 wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 43 Prozent und die Industrieproduktion stieg um 25 Prozent. Von den 193 Milliarden Euro Energiekosten des Jahres 2015 können grob etwa 20 Milliarden als Energiewendekosten im Stromsektor beziffert werden. 50 Ein großer Teil hiervon sind die oben genannten historischen „Rucksackkosten“, die in der Zukunft so nicht anfallen werden. So würden die Vergütungen für Erneuerbare-Energien-Anlagen nur rund 10 statt heute 24 Milliarden Euro betragen, wenn die derzeit 32 Prozent Erneuerbare Energien auf Basis der aktuellen Wind- und Solarstromtarife finanziert würden statt wie tatsächlich zu den alten Vergütungssätzen. 51 Hinzu kommen die staatlichen Förderprogramme in den Bereichen Wärme und Verkehr in Höhe von etwa 2 Milliarden Euro. 52 Somit betragen die Mehrausgaben für die Energiewende im Jahr 2015 etwa 22 Milliarden Euro. Die energiewendebedingten Mehrausgaben haben zusätzliche wirtschaftliche Impulse bei Anlagenbau, Handwerk und technischen Dienstleistungen ausgelöst. Die gesamtwirtschaftlichen Effekte dieser Mehrausgaben und Investitionen gegenüber einem kontrafaktischen Nicht-Energiewende- Szenario lassen sich modellhaft abschätzen. EWI/Prognos/ Die Letztverbraucherausgaben für Energie betrugen in den letzten Jahren kontinuierlich rund 200 Milliarden Euro Abbildung 15 250 Letztverbraucherausgaben [Mrd. Euro] 200 150 100 50 204 83 57 211 86 61 219 84 64 207 193 83 72 54 52 64 64 71 70 69 0 2011 2012 2013 2014 2015 Strom Wärme Verkehr Expertenkommission zum Monitoring-Prozess „Energie der Zukunft“ (2016) 40

IMPULSE | Energiewende 2030: The Big Picture GWS haben dies für die Energiewende der Jahre 2010 bis 2013 getan. 53 Sie beziffern die Effekte in diesem Zeitraum wie folgt: Wegen höherer Stromkosten lag die Inflation im Jahr 2013 um 0,25 Prozent über dem Niveau, das sie ohne Energiewende gehabt hätte. Gleichzeitig stieg aber wegen der zusätzlichen Investitionen auch das Wirtschaftswachstum, mit dem Effekt eines um 0,4 Prozent höheren Bruttoinlandsprodukts im Zeitraum 2010 bis 2013. Dies führte im Durchschnitt zu einem Beschäftigtenzuwachs von 70.000 Beschäftigten pro Jahr. Kosten und Nutzen der Energiewende im Jahr 2030 und 2050 Eine umfassende und vergleichende Analyse der Energiewendezusatzkosten haben bisher fünf verschiedene Studien vorgenommen. 54 Dabei werden jeweils die Kosten eines Business-as-usual-Szenarios beziehungsweise eines Nicht-Energie wende- Szenario mit denen eines Energiewende szenarios verglichen. Teilweise werden auch die gesamtwirtschaftlichen Effekte beziffert. Eine vergleichende Analyse dieser Studien zeigt, dass es nicht eindeutig ist, ob die Energiewende Zusatzkosten oder Zusatznutzen für Wirtschaft und Gesellschaft mit sich bringt. Manche Studien kommen zu dem einen, andere zum gegenteiligen Ergebnis. Die Analyse ergibt vielmehr, dass die Antwort entscheidend von zwei Annahmensets abhängt: →→Kostenannahmen für Brennstoffe, Technologien und Kapital: Da die Energiewende bedeutet, durch Investitionen in neue Technologien den Verbrauch von Kohle, Öl und Gas zu vermeiden, sind zum einen die Preisannahmen für die fossilen Brennstoffe, zum anderen die erwarteten Kostenentwicklungen bei Energiewendetechnologien wie Windkraft, Solarenergie, Batterien, Netzen oder Power-to-X-Anwendungen zentral. Entscheidend sind auch die erwarteten Kapitalkosten zur Finanzierung von Neuinvestitionen. →→Kostenannahmen für CO 2 : Was ist der Wert einer vermiedenen Tonne CO 2 ? Diese Annahme bestimmt ganz entscheidend, ob die Energiewende Zusatzkosten verursacht oder nicht. Denn je geringer die Kosten für CO 2 angesetzt werden, desto günstiger wird das Nicht-Energiewende-Szenario. Folgende sechs Kernergebnisse können dennoch aus dem Studienvergleich herausdestilliert werden: 1. Die Energiewende bedeutet deutliche Zusatzinvestitionen, diese sind jedoch tragbar Die Zusatz investitionen, die durch die Energiewende insgesamt pro Jahr notwendig werden, belaufen sich je nach Studie zwischen 15 und 40 Milliarden Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Die Bruttoanlageinvestitionen Deutschlands betrugen 2015 rund 600 Milliarden Euro. Das bedeutet, dass die jährlichen Investitionen in einer Energiewendewelt im Mittel um +/- 5 Prozent gegenüber dem Status quo gesteigert werden müssen. Dies erscheint grundsätzlich tragbar. 2. Werden Klimaschäden mit 50 bis 60 Euro je Tonne CO 2 bepreist oder steigen die Rohstoffpreise, ist die Energiewende die kostengünstigere Option In Szenarien mit hohen Preisen für Kohle, Öl und Gas führen die Zusatzinvestitionen nicht zu Zusatzkosten, sondern zu Zusatznutzen durch die Vermeidung der teuren Importe. Geht man von gleichbleibenden Rohstoffpreisen aus, hängt die Antwort auf die Frage „Kosten oder Nutzen?“ davon ab, wie hoch der angesetzte CO 2 -Preis ist. So beziffert etwa Fraunhofer ISE bei einem CO 2 -Preis von null die Energiewendezusatzkosten auf 30 Milliarden Euro pro Jahr. Ab einem CO 2 -Preis von etwa 50 bis 60 Euro pro Tonne verkehrt sich in den meisten Szenarien das Verhältnis und die Energiewende führt zu Zusatznutzen. 55 3. Die Energiewende hat leicht positive gesamtwirtschaftliche Effekte, vor allem weil inländische Effizienzwertschöpfung den Import von Kohle, Öl und Gas ersetzt In den Szenarien ergeben sich durch die Zusatzinvestitionen der Energiewende leicht positive Effekte auf das Bruttoinlandsprodukt. Haupttreiber ist dabei die 41

Hier finden Sie Fachpublikationen und Unternehmensbroschüren

BWE-Seminare_Jahresbroschuere-2018
Erneuerbare Gase ‐ ein Systemupdate der Energiewende
Patent Review 03/2017
FA Wind - Hintergrundpapier Guetesiegel
Kalte Dunkelflaute - Robustheit des Stromsystems bei Extremwetter
Offshore-Windenergie
Kurzanalyse der ersten Windenergie Ausschreibungsrunde
WID-WHITEPAPER Häufigkeit von Mängeln bei der Wiederkehrenden Prüfung
Energiewende 2030 - The Big Picture
Patent Review 02/2017
Strom 2030 - Langfristige Trends - Aufgaben für die kommenden Jahre
Jahrbuch Windenergie 2017 LESEPROBE
BWE Branchenreport - Windindustrie in Deutschland 2017
Patent Review 01/2017
Patent Review 03/2017
WID-WHITEPAPER Häufigkeit von Mängeln bei der Wiederkehrenden Prüfung
WID-WHITEPAPER Die Grenzen des Wachstums sind noch nicht erreicht
WID-WHITEPAPER Auswuchten von WEA-Rotoren - Wirtschaftliche Vorteile und technische Umsetzung
Patent Review 02/2017
WID-WHITEPAPER Erträge Steigern, Lasten reduzieren
WID-WHITEPAPER Bürger und Windenergie
WID-WHITEPAPER Bedarfsgerechte Befeuerung
Patent Review 01/2017
WID-WHITEPAPER Instandhalten und Sanierung von Fundamenten
Erneuerbare Gase ‐ ein Systemupdate der Energiewende
Erneuerbare Gase ‐ ein Systemupdate der Energiewende - Studienvorstellung
Energiewende Survey
Status des Windenergieausbaus an Land 1. Halbjahr 2017
Windenergie Report Deutschland 2016
FA Wind - Hintergrundpapier Guetesiegel
Kalte Dunkelflaute - Robustheit des Stromsystems bei Extremwetter
Kurzanalyse der ersten Windenergie Ausschreibungsrunde
Energiewende 2030 - The Big Picture
Strom 2030 - Langfristige Trends - Aufgaben für die kommenden Jahre
Agora Energiewende - Cost-of-Renewabel Energies
BWE Informationspapier Meldepflichten Stromsteuer EEG-Umlage
Weiterbetrieb von WEA nach 2020
UBA Studie: Mögliche gesundheitliche Effekte von WEA
Windenergie und seismologische Belange - Hintergrundpapier
Impulspapier-Strom 2030
Branchenstudie Windenergie
Beobachtbarkeit und Steuerbarkeit im Energiesystem
Systemdienstleistung 2030 - Factsheet
Black Swans (Risiken) in der Energiewende
Studie zur Konventionellen Mindesterzeugung
Akzeptanz von Technik und Technologie – (finanzielle) Beteiligung an „Erneuerbare Energie-Projekten“
Windenergieanlagen und Erdbebenmessstationen
Status des Windenergieausbaus an Land in Deutschland
Studie Beschleunigungs- und Kostensenkungspotenziale bei HGÜ-Offshore-Netzanbindungsprojekten_Kurzfassung
Faktenpapier Windenergie in Hessen: Natur- und Umweltschutz
BWE Serviceumfrage 2015
Mehr Abstand - mehr Akzeptanz? Ein umweltpsychologischer Studienvergleich
Sektorkopplung durch Energiewende
Stromnetze und Speicher für die Energiewende
Die wirtschaftliche Bedeutung der Windenergiebranche in Brandenburg
Das Helgoänder Papier - grundsätzliche wissenschaftliche Anforderungen
Bericht - Tieffrequente Geräusche und Infraschall von Windkraftanlagen und anderen Quellen
Flyer zu den Häufigsten Fragen zu Windenergie und Schall bzw. Infraschall
Windstrom als Alternative zu Hinkley Point C - Ein Kostenvergleich
Rotmilan und Windenergie - Ein Scheinproblem
Kostensituation der Windenergie an Land in Deutschland update
Vermeidungsmaßnahmen bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen
2. BWE Umfrage Windenergie und Flugsicherung
Ausschreibungsmodelle für Wind Onshore: Erfahrungen im Ausland
Akteursstrukturen von Windenergieprojekten in Deutschland
Kostensituation der Windenergie an Land
Kostensituation der Windenergie an Land - Internationaler Vergleich
Status des Windenergieausbaus an Land 1. Halbjahr 2017
Akzeptanz von Technik und Technologie – (finanzielle) Beteiligung an „Erneuerbare Energie-Projekten“
Windenergie an Land Marktanalyse Deutschland 1,Halbjahr 2016
Status des Windenergieausbaus an Land in Deutschland
Analyse der Ausbausituation der Windenergie an Land - Fruehjahr 2016
Global Status Report 2016 - Key Findings
EEG Umlage 2016 - Fakten und Hintergruende
Strompreis der Haushalte
Die Energie der Zukunft
Analyse der Ausbausituation der Windenergie an Land - Herbst 2015
Umfrage zur Akzeptanz der Windenergie an Land, Fruehjahr 2016
Windenergie Report Deutschland 2016
Energiewende Survey
BWE Handreichung (aktualisiert): Praxistips für Ausschreibung für Windenergie an Land
Rundbrief Windenergie und Recht 1/2017
Rundbrief Windenergie und Recht 3/2016
BWE Informationspapier Meldepflichten Stromsteuer EEG-Umlage
Artikelgesetz 767-16 EEG und KWK
Artikelgesetz 767-16 EEG und KWK - Bewertung
Synopse EEG 2017
Zugang zu Gerichten in Umweltangelegenheiten, UVP und UVP-Vorprüfung, Präklusion
Aktuelle Entwicklungen im Bereich der Windenergieerlasse der Länder
Rundbrief Windenergie und Recht 2/2016
Rundbrief Windenergie und Recht 1/2016
Grundstückswert in Windparknähe - Der-Immobilienbrief-Nr-321
Kleine Anfrage - Wertminderung bei Immobilien durch Windenergieanlagen
Rechtsgutachten: Abstandsempfehlungen für WEA zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten
Luftpost 2/2017
Energie-Allee 5/2017
Nordex-Acciona 360° 1/2017
ENO MAG 9/2016
Enercon Windblatt 04/2016
ON Service 9/2015 - Das Availon-Journal
Dirkshof Unternehmensbroschuere 2017
Offshore-Windenergie
WINDKRAFT - Eine Bürgerenergie
Wer den Wind erntet - Zwölf gute Beispiele für kommunale Windprojekte
LUX Spezial Windenergie
A-Z - Fakten zur Windenergie
Magazin Energieland MV Saubere Energie - Neue Arbeitsplätze
ENERGIElandMV - Saubere Energie - Neue Arbeitsplätze
Schulmaterial: Windkraftanlagen - Vom Wind zum Strom
Jahrbuch Windenergie 2017 LESEPROBE
BWE Branchenreport - Windindustrie in Deutschland 2017
BWE Industry Report - Wind Industry in Germany 2017
BWE-Ratgeber: Umgang mit Schäden an Fundamenten von WEA onshore
Jahrbuch Windenergie 2016 - Leseprobe
Windenergie Betriebsführung - Leseprobe
Windenergie im Binnenland - Leseprobe
Energiewende selber machen - Leseprobe

Finden Sie uns auch auf

Copyright © 2017 Bundesverband WindEnergie