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Energiewende 2030 - The Big Picture

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Agora Energiewende (2017): Energiewende 2030: The Big Picture. Megatrends, Ziele, Strategien und eine 10-Punkte-Agenda für die zweite Phase der Energiewende.

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Agora Energiewende | Energiewende 2030: The Big Picture zusätzliche inländische Wertschöpfung im Bereich der energetischen Gebäudesanierung, die den Import fossiler Energieträger (und damit den Abfluss von Mitteln ins Ausland) ersetzt. Der Wachstumseffekt ist größer, je mehr man von steigenden Kohle-, Öl- und Gaspreisen ausgeht: So erwarten EWI/Prognos/GWS bei Annahme konstanter Rohstoffpreise eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts durch die Energiewende im Jahr 2030 um 0,1 Prozent und im Jahr 2050 um 1,0 Prozent. 56 Bei Öko-Institut/Fraunhofer ISI betragen die Steigerungen unter der Annahme steigender Rohstoffpreise 2,5 Prozent im Jahr 2030 und 4,4 Prozent im Jahr 2050 (vgl. Abbildung 16). 57 4. Zusatzeffekte durch steigende Exporte von Energietechnologien sind nicht berücksichtigt Keine der Analysen hat angenommen, dass durch die Energiewende die Exportposition Deutschlands als Vorreiter in klimaschutzrelevanten Technologien ausgebaut wird. Gelingt es, auf den globalen Energiewende-Wachstumsmärkten stark zu sein (vgl. Abbildung 16), kommen diese Effekte noch hinzu. 5. Die Kapitalkosten bestimmen die Höhe der Gesamtkosten der Energiewende massiv Da die Energiewende Zusatzinvestitionen bedeutet, sind die Finanzierungskosten für das eingesetzte Kapital zentral für die Höhe dieser Zusatzinvestitionen. In den Szenarien von Fraunhofer ISE und Fraunhofer IWES wird deutlich, dass letztlich die Kapitalverzinsung die Frage entscheidet, ob das Energiewendeszenario günstiger oder teurer ist als das Nicht-Energiewende-Szenario. Grund hierfür ist, dass die Energiewendetechnologien niedrige Betriebskostenanteile, aber hohe Investitionskostenanteile haben (vgl. Megatrend 6). Die Energiewende hat leicht positive gesamtwirtschaftliche Effekte, hinzu kommen noch Zusatzeffekte durch steigende Exporte Abbildung 16 Bruttoinlandsprodukt [Mrd. Euro_2010] 4.000 3.000 2.000 1.000 +0,1 % +2,7 % +1,1 % +4,4 % Globales Marktvolumen [Mrd. Euro] 9.000 6.000 3.000 +10 % p. a. +7 % p. a. 3.064 5.900 7.650 0 2030 2050 0 Referenz Ambitioniert EWI/Prognos/GWS: Referenzprognose 2015 2025 EWI/Prognos/GWS: Zielszenario Öko-Institut/Fh ISI: Referenzszenario Öko-Institut/Fh ISI: Klimaschutzszenario (KS80) Sonstige Klimatechnologien Nachhaltige Mobilität Erzeugung, Speicher, Netze Energie effizienz Eigene Darstellung nach EWI/Prognos/GWS (2014a), Öko-Institut/Fraunhofer ISI (2015), Roland Berger (2017) 42

IMPULSE | Energiewende 2030: The Big Picture 6. Die Rucksackkosten der Erneuerbare- Energien- Markteinführung belasten die Verbraucher bis in den Zeitraum 2021–2023 Die Markteinführung bei Photovoltaik-, Biogas- und Wind Offshore-Anlagen hat jeweils eine Zeitlang hohe Kosten produziert – und aufgrund der 20-jährigen Vergütungszusagen verschwinden diese erst nach und nach aus dem System. Die neuen Wind- und Solaranlagen sind demgegenüber sehr günstig. Der Peak der EEG-Kosten wird daher voraussichtlich im Zeitraum 2021 –2023 liegen und danach kontinuierlich sinken. Im Jahr 2030 liegt die Summe aus Börsenstrompreis und EEG-Umlage dann unter dem Niveau von 2015, obwohl sich der Erneuerbare-Energien-Anteil bis dahin etwa verdoppelt hat (vgl. Abbildung 17). Bis 2035 verstärkt sich dies nochmals deutlich, da im Zeitraum 2030–2034 viele Solaranlagen aus dem EEG fallen. Fazit: Die Energiewende bringt kostengünstigen Klimaschutz, wenn man sie richtig angeht Als Fazit der Analysen dieses und des vorangegangenen Kapitels lassen sich die folgenden sechs Schlussfolgerungen für die Kosten der Energiewende ziehen: 1. Weder Hysterie noch Heilsversprechen: Die gesamtwirtschaftlichen Effekte der Energiewende im Inland sind begrenzt Bei stabilen Energiepreisen (vgl. Megatrend 3) verursacht die Energiewende je nach Höhe des angenommenen CO 2 -Preises leichte Zusatzkosten oder einen leichten Zusatznutzen. Unabhängig davon sind die makroökonomischen Effekte für die deutsche Volkswirtschaft tendenziell positiv, da importierte Kohle und importiertes Öl und Gas durch heimische Wertschöpfung ersetzt werden. Insgesamt sind die Effekte jedoch in allen Analysen nicht sehr groß, da der Anteil der Energiewendeinvestitionen an den deutschen Gesamtinvestitionen im einstelligen Prozentbereich liegt. Letztlich kann die Energiewende als Versicherung gegen ein Szenario angesehen werden, in dem die Preise fossiler Rohstoffe doch deutlich steigen. 2. Starke Position auf den globalen Energiewende-Wachstumsmärkten sichern Deutschland kann von deutlichen volkswirtschaftlichen Zusatzeffekte profitieren, wenn es als Technologievorreiter seine Position auf den globalen Energiewendemärkten sichert und ausbaut. Denn dieser Markt wird sich bis 2025 auf etwa 6 bis 7,5 Billionen Euro mehr als verdoppeln. Hierzu ist eine gezielte Energiewende-Industriepolitik nötig. 3. CO 2 braucht einen angemessenen Preis Sobald die durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas verursachten Klimaschäden auch nur teilweise internalisiert werden, erweist sich die Energiewende auch unter Kostengesichtspunkten als sinnvoll. Die effizienteste Maßnahme für den Klimaschutz wäre daher die rasche Einführung einer angemessenen CO 2 -Bepreisung. Denn das EU-Emissionshandelssystem mit seinem aktuellen Preis von 5 Euro pro Tonne CO 2 spiegelt die Kosten des Klimawandels in keiner Weise adäquat wider und im Nicht-Emissionshandelsbereich sind die Effekte der Öko-Steuerreformen von 1999 bis 2003 inzwischen verpufft. Aufgrund der zuletzt deutlich gesunkenen fossilen Brennstoffpreise ist eine angemessene CO 2 -Bepreisung umso dringlicher – aber auch möglich, da ja die Verbraucherausgaben für Energie in den letzten Jahren deutlich gesunken sind. 4. Die Stromkosten vom Rucksack befreien Die historischen Kosten des Erneuerbare-Energien- Gesetzes belasten die Stromverbraucher noch in erheblichem Umfang, mit der Folge, dass die EEG-Umlage bis etwa 2023 noch weiter steigen und erst danach sinken wird (vgl. Abbildung 17). Zudem führen sie dazu, dass die Strompreise hoch sind, während die Heizöl-, Erdgas-, Benzin- und Dieselpreise aufgrund der stabil niedrigen fossilen Rohstoffpreise aktuell wieder auf das Niveau von 2005 gefallen sind. Da aber die Elektrifizierung von Wärme und Verkehr zentrale Klimaschutzstrategien sind (vgl. Kapitel 3), ist das Preisgefüge falsch gesetzt. Eine Reform der Abgaben auf Strom, Heiz- und Kraftstoffe, die diese Schieflage beseitigt, ist nötig. 43

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