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Energiewende 2030 - The Big Picture

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Agora Energiewende (2017): Energiewende 2030: The Big Picture. Megatrends, Ziele, Strategien und eine 10-Punkte-Agenda für die zweite Phase der Energiewende.

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Agora Energiewende | Energiewende 2030: The Big Picture 5. Entlastungen für energieintensive Betriebe und einkommensschwache Haushalte sind nötig Die Energiekosten für Strom, Wärme und Verkehr liegen im Durchschnitt über alle Betriebe und alle Haushalte auf einem verträglichen Niveau. Dies wird auch in den kommenden Jahren aufgrund nur noch geringer Zusatzkosten der Erneuerbaren Energien so bleiben. Für im internationalen Wettbewerb stehende energieintensive Betriebe und einkommensschwache Haushalte sind jedoch Entlastungen nötig, da hier die Energiestückkosten beziehungsweise der Anteil der Energiekosten an den privaten Konsumausgaben deutlich über zehn Prozent liegen. Dies ist im Industriebereich über die EEG-Ausnahmen bereits gegeben, bei einkommensschwachen Privathaushalten jedoch noch nicht der Fall. 6. Bei der Umsetzung der Energiewende strikt auf Kosteneffizienz achten Die jeweiligen Analysen sind davon ausgegangen, dass die Energiewende kostenoptimal gesteuert wird. Das bedeutet, dass die Energiewende entlang der in Kapitel 3 genannten Strategien fortentwickelt wird, mit einem klaren Fokus auf die günstigsten Technologien: Effizienz, Wind- und Solarenergie, Wärmepumpen und Elektromobilität. Sollte von dieser Strategie abgewichen werden, kann die Energiewende deutlich teurer werden. Damit die Energiewende also für die deutsche Volkswirtschaft Zusatznutzen statt Zusatzkosten entfaltet, ist eine strikte Ausrichtung an Kosteneffizienz notwendig. Zudem muss durch klare und verlässliche Rahmenbedingungen dafür gesorgt werden, dass die Kapitalkosten für die notwendigen Investitionen niedrig bleiben. Die Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Stromsektor steigen bis zum Zeitraum 2021–2023 weiter an und sinken dann bis 2035 deutlich Abbildung 17 EE- Anteil: 35 32 % 45 % 52 % 62 % 68 % 32 % 45 % 52 % 62 % 68 % 12 Vergütungsansprüche der Anlagenbetreiber [Mrd. Euro_2017] 30 25 20 15 10 5 0 Börsenstrompreis und EEG-Umlage [ct_2017/kWh] 2015 2020 2025 2030 2035 2015 2020 2025 2030 2035 10 8 6 4 2 0 6,4 6,9 6,9 6,3 4,2 2,0 3,7 2,7 3,3 4,0 4,3 4,6 Solar Wind Onshore Sonstige Börsenstrompreis EEG-Umlage Biomasse Wind Offshore Hinweis (linke Abbildung): Transparente Fläche zeigen Bestandsanlagen, gefüllte Flächen zeigen Neuanlagen Hinweis (rechte Abbildung): Börsenstrompreis steigt bis 2035 annahmebasiert auf 4,6 ct/kWh (real), entspricht 6,0 ct/kwh nominal. Eigene Berechnung auf Basis Öko-Institut (2017a) 44

IMPULSE | Energiewende 2030: The Big Picture 5 Was jetzt zu tun ist: Zehn Punkte für eine Agenda Energiewende 2030 Da die Transformation des Energiesektors nicht von heute auf morgen geschieht, werden die Weichen für die Energiewende 2030 in den kommenden Jahren gestellt. In diesem Kapitel wird skizziert, wie eine Agenda Energiewende 2030 aussehen könnte. Ausgangspunkt sind die zentralen Megatrends, die die Energiewelt von morgen prägen werden. Diese Trends – die sieben Ds – wurden in Kapitel 1 identifiziert: die Degression der Kosten von Windkraft, Solarenergie und Batterien, die Dekarbonisierung, die Deflation der Preise für fossile Energien, die Dominanz der Fixkosten, die stärkere Dezentralität, die Digitalisierung und die Demokratisierung des Energie systems. Energiepolitik hat die Aufgabe, vor dem Hintergrund der Megatrends das Zieldreieck aus Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit zu erreichen. Das Zehn-Punkte-Programm für eine erfolgreiche Energiewende 2030 führt daher die in Kapitel 2 konkretisierten Energiewende-2030-Ziele zusammen: Minderung der Emissionen der Energiesektoren bis 2030 um etwa 60 Prozent unter das Niveau von 1990, Begrenzung der Energiekosten für Industrie und Privathaushalte auf einen Anteil unter 10 Prozent, Reduktion der Energie importquote auf unter 60 Prozent und Begrenzung des Stromausfallindex SAIDI auf unter 20 Minuten pro Jahr. Diese Ziele lassen sich am besten erreichen, wenn Deutschland seine Energiewendestrategie europäisch einbettet und mit den Nachbarländern koordiniert agiert (vgl. Kapitel 2). →→Massive Steigerung der Effizienz: In allen Sektoren (Strom, Wärme, Verkehr) ist Energieeffizienz ein Schlüssel zum Erfolg, da es jeweils hohe Energie einsparpotenziale gibt, die zu geringen Kosten ausgeschöpft werden können. Insgesamt soll der Primärenergieverbrauch zwischen 2015 und 2030 um rund 30 Prozent sinken. →→Ausbau der Erneuerbaren Energien: Der Ausbau der Erneuerbarer Energien ist die zweite wichtige Säule der Energiewende. Bis 2030 soll der Anteil der Erneuerbaren am Primärenergieverbrauch auf mindestens 30 Prozent in etwa verdoppelt werden. Der Fokus liegt dabei auf Wind- und Solarstrom als mit Abstand kostengünstigste Erneuerbare Energien – und auf ihrem verstärkten Einsatz auch im Wärme- und Verkehrssektor. →→Abschied von Kohle und Öl als CO 2 -intensivste Energieträger: In jedem der drei Energieverbrauchssektoren sollte primär jeweils der CO 2 -intensivste Energieträger gemindert werden, da so pro reduzierter Kilowattstunde am meisten CO 2 -Einsparung erfolgt. Der Kohle- und Ölverbrauch soll daher bis 2030 halbiert werden, während der Erdgasverbrauch nur um 20 Prozent zurückgeht. Das im Folgenden beschriebene Zehn-Punkte-Programm zielt auf eine Agenda Energiewende 2030, die den volkswirtschaftlichen Nutzen der Energiewende maximiert und die Kosten minimiert (vgl. Kapitel 4). Dabei geht es jeweils darum, konkrete Politikmaßnahmen vorzuschlagen, um die Energiewende zum Erfolg zu führen. Um diese Energiewendeziele 2030 zu erreichen, braucht es eine kosteneffiziente Energiewendestrategie, deren Kernelemente wie folgt beschrieben werden können (vgl. Kapitel 3): 45

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