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Impulspapier-Strom 2030

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in diesem Impulspapier hat das Bundeswirtschaftsministerium auf Grundlage aktueller Studien zwölf langfristige Trends für den Stromsektor skizziert. Die Trends beschrieben, wie Photovoltaik und Windkraft zunehmend das Energiesystem prägten.

8 STROM

8 STROM 2030: LANGFRISTIGE TRENDS – AUFGABEN FÜR DIE KOMMENDEN JAHRE Übersicht 12 TRENDS 12 AUFGABEN 1 Die fluktuierende Stromerzeugung aus Wind und Sonne prägt das System. Stromsystem weiter flexibilisieren 2 Der Einsatz fossiler Brennstoffe im Kraftwerkspark geht deutlich zurück. CO 2 -Emissionen verlässlich verringern, Strukturwandel gestalten 3 Die Strommärkte werden europäischer. Europäische Strommärkte weiter integrieren und flexibilisieren 4 Versorgungssicherheit wird im Rahmen des europäischen Strombinnenmarktes gewährleistet. Versorgungssicherheit europäisch bewerten und gemeinsame Instrumente entwickeln 5 Strom wird deutlich effizienter genutzt. Anreize für einen effizienten Einsatz von Strom stärken 6 Sektorkopplung: Heizungen, Autos und Industrie nutzen immer mehr erneuerbaren Strom statt fossiler Brennstoffe. Wettbewerbsbedingungen für erneuerbaren Strom im Wärme- und Verkehrssektor verbessern 7 Moderne KWK-Anlagen produzieren den residualen Strom und tragen zur Wärmewende bei. Anreize für moderne Strom-Wärme-Systeme setzen 8 Biomasse wird zunehmend für Verkehr und Industrie genutzt. Anreize so setzen, dass Biomasse zunehmend für Verkehr und Industrie genutzt wird 9 Gut ausgebaute Netze schaffen kostengünstig Flexibilität. Netzausbau rechtzeitig, bedarfsgerecht und kosteneffizient realisieren 10 Die Systemstabilität bleibt bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien gewährleistet. Maßnahmen und Prozesse zur Systemstabilisierung weiterentwickeln und koordinieren 11 Die Netzfinanzierung erfolgt fair und systemdienlich. Netzentgeltregulierung weiterentwickeln 12 Die Energiewirtschaft nutzt die Chancen der Digitalisierung. Intelligente Messsysteme einführen, Kommunikationsplattformen aufbauen, Systemsicherheit gewährleisten

9 Trend 1: Die fluktuierende Stromerzeugung aus Wind und Sonne prägt das System ●● Der Anteil von Wind- und Sonnenstrom an der gesamten Stromproduktion steigt signifikant. Weil sie derzeit ein großes, kostengünstiges Potenzial haben, werden Windenergie und Photovoltaik im Einklang mit den Zielen der Bundesregierung stark ausgebaut. Sie dominieren und prägen das System: 2030 erzeugen sie mehr als doppelt so viel Strom wie heute; 2050 übernehmen sie sogar den überwiegenden Teil der gesamten Stromproduktion. Zugleich steigt der Anteil von Strom im Wärmeund Verkehrsbereich (Sektorkopplung). Damit wird Wind- und Sonnenstrom der wichtigste Energieträger im Gesamtsystem. ●● Ein flexibles Stromsystem integriert die steigenden Men gen an Wind- und Sonnenstrom kosteneffizient. Die Stromproduktion aus Wind und Sonne hängt vom Wetter ab. Gut ausgebaute Stromnetze in Deutschland und Europa gleichen die Schwankungen von Wind und Sonne aus. Steuerbare Erzeuger und Verbraucher sowie in zunehmendem Maße auch Speicher passen sich flexibel an. ●● Der Markt koordiniert Stromangebot und -nachfrage. Flexible Erzeuger, flexible Verbraucher und Speicher reagieren auf die Preissignale des Strommarktes. Damit treten sie im Wettbewerb um die kostengünstigste Lösung an. Ist beispielsweise viel Wind- und Sonnenstrom vorhanden und die Nachfrage gering, können Verbraucher ihre Flexibilität bereitstellen und dabei von niedrigen Preisen profitieren. Aufgabe: Stromsystem weiter flexibilisieren ●● Stromnetze weiter ausbauen. Netze ermöglichen den räumlichen Ausgleich von Strom und sind die kostengünstigste Flexibilitätsoption. Daher soll der Netzausbau dem Ausbau der erneuerbaren Energien folgen. Ein regional verteilter Ausbau der erneuerbaren Energien kann den Netzausbau nicht ersetzen, jedoch vorteilhaft sein, solange nicht ausreichend Netzausbau realisiert ist. ●● Stromerzeuger weiter flexibilisieren. Die meisten Kraftwerke sind bereits deutlich flexibler geworden. Noch immer bleiben jedoch einige Kraftwerke sogar bei negativen oder sehr niedrigen Preisen am Markt, weil sie neben Strom auch Regelleistung bereitstellen oder Wärme liefern. Daher ist es wichtig, Regelleistungsmärkte für alter na tive Anbieter wie flexible Verbraucher oder Erneuerbare- Ener gien-Anlagen zu öffnen. KWK-Anlagen (Kraft-Wärme- Kop plungs-Anlagen) können durch Wärme speicher und die Nutzung von Strom für Wärme (Power-to-Heat) ihre Flexibilität steigern. Auch Biomasse-Anlagen sollten künftig flexibler betrieben werden können. Für Stromverbraucher mit Eigenerzeugungsanlagen sollte es zudem attraktiver werden, bei niedrigen Strompreisen Strom aus dem Netz zu beziehen, anstatt ihn selbst zu erzeugen. Dabei wird sichergestellt, dass die Wettbewerbs fähigkeit stromintensiver Eigenerzeuger unbeeinträchtigt bleibt. Auch bleiben die bestehenden Begünstigungen erhalten. ●● Stromverbraucher weiter flexibilisieren. Stromver - brau cher haben einen Anreiz, ihre Nachfrage an das Strom ange bot anzupassen, wenn die Schwankungen des Strom preises bei ihnen tatsächlich ankommen. Derzeit überlagern aber bestimmte Preisbestandteile die Signale der Strompreise am Großhandelsmarkt. Flexibilität wird somit gehemmt. Diese Hemmnisse sollten abgebaut werden, um die Kosten der Stromversorgung zu minimieren (vgl. Abb. 1 „Zielmodell für Flexibilität und Sektorkopplung“). Wenn das Strompreissignal wirkt, kann beispielsweise ein industrieller Stromverbraucher entsprechend seiner betriebswirtschaftlicher Entscheidung seine Last temporär erhöhen oder verringern und so von niedrigen Strompreisen profitieren oder Regelleistung anbieten. Leitfragen 1. Das Strommarktgesetz sieht vor, dass die Bundesnetzagentur (BNetzA) die Mindesterzeugung in einem Bericht evaluiert. Zudem hat die BNetzA im Jahr 2015 ein Festlegungsverfahren zu den Ausschreibungsbedingungen für die Regelleistung eröffnet. Welche Ansätze zur Flexibilisierung der Erzeugung sollten darüber hinaus verfolgt werden? Welche Möglichkeiten bestehen, um Eigenerzeu gung und Strommarkt besser aufeinander abzustimmen? 2. Das Weißbuch zum Strommarktdesign sieht vor, besondere Netzentgelte für mehr Lastflexibilität zu öffnen. Zu - dem hat die BNetzA im März 2016 eine Diskussion zu einheitlichen und fairen Regeln für Aggregatoren bei der Erbringung von Regelleistung initiiert. Welche Ansätze zur Flexibilisierung der Nachfrage sollten dabei und darüber hinaus verfolgt werden? Insbesondere, wie könnten einzelne Preisbestandteile sinnvoll weiterentwickelt werden?

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