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Klimakrise - Handlungsprogramm der Umweltverbände für effektiven Klimaschutz

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(Auszug) ..... Parallel zum Kohleausstieg muss die Energiewende hin zu 100 Prozent erneuerbaren Energien auf den Weg gebracht werden. Damit der naturverträgliche Ausbau erheblich beschleunigt wird, müssen der Deckel beim Ausbau der Wind- und Solarenergie, der Ausschreibungszwang bei Wind Onshore, die Abgabenbelastung des Strom-Eigenverbrauchs und überzogene pauschale Abstandsregelungen von Windanlagen, wie z.B. die 10H-Regelung in Bayern aufgehoben und der Netzausbau beschleunigt werden. Der Netzausbaubedarf muss aus ökologischen Gründen auf das technisch Notwendige begrenzt werden. ..... Handlungsprogramm der Umweltverbände für effektiven Klimaschutz, 8/2019

kosten in Höhe von

kosten in Höhe von aktuell 180 Euro orientiert, ansteigen. So kann allen Akteuren Planungssicherheit garantiert werden. Eine aufkommensneutrale und sozialverträgliche Ausgestaltung kann dabei die Akzeptanz sichern. Deshalb schlagen wir zumindest als Teillösung die Pro-Kopf-Rückverteilung von Einnahmen aus der CO2-Steuer vor. DAS FINANZSYSTEM NACHHALTIG AUFSTELLEN Das Finanzsystem muss klimafreundlich werden. Bei Investitionsentscheidungen müssen ökologische und soziale Aspekte stärker berücksichtigt werden. Staatliche Versorgungsrücklagen und Investitionen bilden hier eine Leitfunktion und müssen streng nach Nachhaltigkeitsaspekten ausgerichtet werden. Gleichermaßen muss die Vergabepraxis für Exportkreditgarantien („Hermes-Bürgschaften“) dringend am 1,5-Grad-Limit ausgerichtet werden, ohne dass damit neuerlichen Exporten von nuklearer Technologie oder deren Know-How Vorschub geleistet wird. Eine zukunftsgerichtete Klimaberichterstattung muss verpflichtend werden. Für Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigen oder signifikanter Emissionsintensität im Falle geringerer Mitarbeiterzahlen muss ein zukunftsgerichtetes Klimaberichtswesen entsprechend der Empfehlungen der Task-Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) und ein entsprechender Stresstest eingeführt werden. Darüber hinaus müssen Klima- und Nachhaltigkeitsaspekte in die Anlageentscheidung von institutionellen Investoren und Vermögensverwaltern integriert werden. KLIMASCHUTZ UND DIE BIOLOGISCHE VIELFALT Die jüngsten Berichte von Weltklimarat (IPCC) und Weltbiodiversitätsrat (IPBES) zeigen: Ausreichender Klimaschutz ist nur erreichbar, wenn gleichzeitig die Vielfalt an Arten, natürlichen Lebensräumen und Ökosystemen erhalten und wiederhergestellt werden. Deshalb ist die Naturverträglichkeit bei der Treibhausgasminderung ebenso wichtig wie bei Maßnahmen zur Anpassung an nicht mehr vermeidbare Folgen der Klimakrise. Durch die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt kann und muss verhindert werden, dass Ökosysteme von Senken zu Quellen von Treibhausgasen werden. Die Bundesregierung muss sich deshalb 2020 unter ihrer EU-Ratspräsidentschaft für ein ambitioniertes UN-Naturschutzabkommen einsetzen und die nationalen, europäischen und globalen Investitionen in den Naturschutz massiv erhöhen. IMPRESSUM Koordination: Deutscher Naturschutzring (DNR) e.V. Geschäftsstelle Marienstr. 19-20 10117 Berlin Telefon: 030 6781775 913 E-Mail: tobias.pfortevonrandow@dnr.de Internet: www.dnr.de Berlin, 16. August 2019 Klimakrise - Was jetzt getan werden muss Seite 8

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