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Kostensituation der Windenergie an Land in Deutschland update

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Strom aus Windenergieanlagen lässt sich heute im Durchschnitt um 12 Prozent günstiger erzeugen als vor vier Jahren. Das liegt an kosteneffizienter optimierter Anlagentechnologie und aktuell niedrigen Finanzierungskosten. Das Zinsniveau und die Regelung zum Aussetzen der Vergütung bei negativen Strompreisen im EEG bergen jedoch Kostenrisiken.

Stromgestehungskosten n

Stromgestehungskosten n t Nutzungsdauer in Jahren Jahr der Nutzungsdauer Zur Umsetzung wird das bereits in der Kostenstudie 2012/13 [DWG 2013] verwendete Modell der Deutschen WindGuard herangezogen, welches im Sinne einer realitätsnäheren Betrachtung weiter optimiert wurde. Modelländerungen betreffen zum Beispiel die Differenzierung zwischen fixen und variablen Betriebskosten und die Berücksichtigung von Anschlussfinanzierungen mit veränderten Zinssätzen. Dessen ungeachtet ist eine Abbildung verschiedener weiterer Detail-Aspekte, wie zum Beispiel die Prüfung der Einhaltung von Anforderungen an Kapitaldienstdeckungsraten oder die Berücksichtigung von steuerlichen Aspekten, im Modell nicht möglich. Stromgestehungskosten sind definiert als mittlere Kosten über die Betriebszeit eines Windenergieprojektes. Somit haben die tatsächlichen Zahlungsströme, die sich durch die im EEG festgelegte Aufteilung in erhöhte Anfangsvergütung und darauf folgende Grundvergütung ergeben, nur indirekten Einfluss auf die Höhe der Stromgestehungskosten. Zusätzlich zur Darstellung der Stromgestehungskosten werden im Folgenden auch potenzielle Gebotskurven in einem möglichen Ausschreibungssystem für die Windenergie ermittelt. Hierbei werden die Vorteile frühzeitiger Zahlungen im Rahmen der Anfangsvergütung berücksichtigt. 7.2 STANDORTQUALITÄT IN DEUTSCHLAND Bei der Berechnung der Stromgestehungskosten wird nach der Standortqualität differenziert, an der eine Windenergieanlage installiert ist. Die Standortqualität sagt aus, welchen prozentualen Energieertrag eine Windenergieanlage gemessen am Ertrag dieser Windenergieanlage am Referenzstandort erbringt. Je höher der Ertrag der Windenergieanlage, desto besser ist die Standortqualität. Um eine Einschätzung der Standortqualität von in Deutschland errichteten Windenergieanlagen vornehmen zu können, wurde eine Analyse der in der Betreiberdatenbasis (BDB) erfassten Kostensituation der Windenergie an Land in Deutschland 25

Anteil an Anlagenstandorten [%] Stromgestehungskosten Ertragsdaten 2 von Windenergieanlagen mit mindestens einjähriger Betriebsdauer (Installationsdatum einschließlich 2013) vorgenommen. Um die Standortqualität der Windenergieanlagen zu ermitteln, wurden deren mittlere Jahresenergieerträge auf die jeweiligen Referenzerträge 3 der entsprechenden Windenergieanlagen-Typen bezogen. In Abbildung 10 ist die Verteilung der Standortqualität von Windenergieanlagen in Deutschland dargestellt. Mit etwa 25 % Anteil sind die meisten Windenergieanlagen an Standorten errichtet, an denen sie rund 70 % des jeweiligen Referenzertrags erreichen. 27 % der Windenergieanlagen weisen eine noch niedrigere Standortqualität auf. 37 % der Windenergieanlagen weisen den Angaben in der BDB zufolge eine Standortqualität von rund 80 % bis rund 100 % auf. Über 100%- Standortqualität erreichen nur besonders gute Windstandorte. 11 % der betrachteten Windenergieanlagen-Standorte sind hier einzuordnen. Abbildung 10: Verteilung der Standortqualitäten von bis 2013 in Deutschland installierten Windenergieanlagen [eigene Berechnung, BDB 2015, FGW 2015] 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0% N = 23636 Standortqualität Die Untersuchung der tatsächlich vorhandenen Standortqualitäten macht deutlich, dass bei der Betrachtung von Stromgestehungskosten ein Fokus auf Standortqualitäten zwischen 60 % und 110 % gelegt werden sollte, da dies die Standorte 2 Berücksichtigung aller Einträge einschließlich solcher mit abgeschätzten Energieerträgen. Es wurden für 39 % der WEA tatsächliche Erträge zur Aufnahme in die Datenbasis übermittelt. Die Jahresenergieerträge der restlichen WEA wurden von der BDB rechnerisch erm ittelt. 3 Für Anlagenkonfigurationen mit nicht eindeutiger Zuordnung zu einem Anlagentyp wurden Mittelwerte gebildet. Einige Ertragsdatensätze können in der Berechnung nicht berücksichtigt werden, da Angaben zur Anlagenkonfiguration fehlen oder keine Refer enzerträge vorliegen. Kostensituation der Windenergie an Land in Deutschland 26

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