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36 MARKETS INTERNATIONAL

36 MARKETS INTERNATIONAL | Brexit Spezial Zalando will Kunden nicht mit Zollthemen belasten Für das Berliner E-Commerce-Unternehmen kommt ein Rückzug aus dem britischen Markt nicht infrage. Viele seiner Händler sitzen dort, Zalando bezieht dort viele Markenprodukte. Für den Brexit greifen die Berliner auf die Strukturen und Retourenpartner zurück, die sie aus dem Handel mit anderen Nicht-EU- Staaten wie der Schweiz kennen. Der Konkurrenzdruck auf dem britischen Markt ist wegen starker Wettbe werber für Zalando größer als auf anderen Märkten. „Britische Kunden sind sehr anspruchsvoll“, sagt Golo Henseler, der sich um die zollrechtlichen Angelegenheiten von Zalando kümmert. „Unser Ziel ist es, die komplexeren Zollangelegenheiten in unsere bestehenden Vertriebsstrukturen zu integrieren.“ Zalandos größte Sorge im Falle eines Hard Brexits: Die veränderten Kostenstrukturen könnten Wett bewerbern einen Vorteil verschaffen. Freihandelsabkommen dauern normalerweise mehrere Jahre. Kann man ein entsprechendes Regelwerk in weniger als einem Jahr schaffen? Das ist fraglich. Wir wagen dennoch einen Ausblick und erklären, welche die brisantesten Fragen während der restlichen Monate der Übergangsphase sein werden. Was regelt das Austrittsabkommen – und was nicht? Das Austrittsabkommen hat den harten Brexit vorerst abgewendet. Das Abkommen regelt vieles, zunächst einmal die aktuelle Übergangsphase. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die sogenannten Trennungsbestimmungen. Dort wird man Antworten auf Fragen finden, die mit der Vergangenheit zu tun haben, aber in die Zukunft fortwirken – zum Beispiel, was mit britischen Vergabeverfahren aus EU-Zeiten geschieht. Ob sich Arbeit nehmer darauf verlassen können, dass eine Qualifikation, die zu EU-Zeiten im Vereinigten Königreich anerkannt war, auch künftig gilt. Oder was in UK mit einer registrierten europäischen Marke passiert. Das Austrittsabkommen regelt auch, wie der Warenverkehr mit Nordirland zukünftig abgewickelt wird oder wie viel Geld die Briten noch in den EU-Haushalt einzahlen müssen. In dem Vertrag ist festgelegt, welche Rechte EU-Bürgerinnen und -Bürger haben, die jetzt im UK wohnen. Und wie es britischen Staatsangehörigen zukünftig in der EU ergeht. Was das Austrittsabkommen aber nicht regelt, ist die wichtige Frage, zu welchen Bedingungen der Handel zwischen EU und UK nach dem Ende der Übergangsphase funktionieren wird. Welche Bedeutung hat die politische Erklärung? Die politische Erklärung, die gemeinsam mit dem Austrittsabkommen verhandelt wurde, sieht eine „ambitionierte, breite, vertiefte und flexible Partnerschaft“ zwischen der EU und dem UK vor, „in deren Zentrum ein umfassendes und ausgewogenes Freihandelsabkommen steht“. Das ist genauso vage, wie es klingt, und zudem rechtlich nicht bindend.

MARKETS INTERNATIONAL | Brexit-Spezial 37 »Der No-Deal ist leider noch nicht vom Tisch« Andreas Meyer-Schwickerath, Geschäftsführer der British Chamber of Commerce, erklärt, was jetzt auf deutsche Unternehmen im Vereinigten Königreich zukommt und wie sie sich am besten auf die verschiedenen Szenarien vorbereiten. Interview von Marilena Piesker, wortwert Wie haben sich deutsche Unternehmen auf den Brexit vorbereitet? Deutsche Unternehmen haben sich auf den Brexit vorbereitet, so gut es ging. Man wusste aber nicht, welche Art von Austrittsabkommen verhandelt wird. Solange die Details fehlen, konnte sich bisher niemand 100 Prozent richtig darauf einstellen. Alles hängt davon ab, was in den nächsten zehn Monaten passiert. Premierminister Boris Johnson will aber hart verhandeln, Michel Barnier für die EU nicht weniger hart. Welches Szenario wäre aus Ihrer Sicht denn wahrscheinlich? Nach derzeitigem Stand kann es so oder so ausgehen. Johnson möchte ein Freihandelsabkommen mit der EU nach kanadischem Vorbild. Das enthält viele Zoll- und Grenzerleichterungen, aber ohne Finanzdienstleistungen. Ob er EU-ähnliche Standards unter anderem für Umweltschutz, Arbeitnehmerrechte und Lebensmittelhygiene möchte, ist offen. Woran könnte das liegen? Johnson ist Souveränität zunächst wichtiger als der Handel. Darunter werden insbesondere die Exportunternehmen leiden, im Vereinigten Königreich und in der EU. Durch diese harte Linie ist die Stimmung in diesen Unternehmen zurzeit nicht gut. Ist immer noch ein No-Deal-Brexit möglich? Der No-Deal ist leider noch nicht vom Tisch. Die EU-Verhandler müssen sich auf ZUR PERSON Andreas Meyer-Schwickerath, Geschäftsführer der britischen Handelskammer in Deutschland, erwartet ein Freihandelsabkommen wie mit Kanada. Er fürchtet: Gerade kleine Unternehmen wissen nicht, was auf sie zukommt. Überraschungen aus London sehr gut vorbereiten. Im Vordergrund muss stehen: eine weitestgehend reibungslose Abwicklung, die von beiden Seiten unterschrieben werden kann – im Sinne eines Mutual Benefit. Jegliche Polarisierung sollte bei aller Prinzipienfestigkeit vermieden werden. Es geht nicht um Gefühle oder gar Dogmen, sondern um Wirtschaftsbeziehungen. Deutschland hat ein bilaterales Handelsvolumen mit dem Vereinigten Königreich von über 170 Milliarden Euro im Jahr. Das sollten wir erhalten. Welche Branchen trifft es besonders? Zum Beispiel die Automobilbranche, insbesondere die Zulieferer sind betroffen. Deren Lieferungen gehen teilweise mehrfach über den Kanal. Autos wie der Mini werden mehrheitlich mit Komponenten und Teilen aus Europa beziehungsweise der Welt und nur zum Teil aus dem Vereinigten Königreich gefertigt. Auch die Pharmabranche wird es treffen. Unternehmen müssen beachten, dass sie zum Beispiel ihre Zulassungen oder Patente für Produkte in Zukunft zweimal einreichen und genehmigen lassen müssen, einmal in der EU und einmal im Vereinigten Königreich. Was können diese Branchen in der verbleibenden Übergangsphase noch tun? Unternehmen müssen sich direkt über ihre Möglichkeiten, weiterhin zu exportieren und zu importieren, beraten lassen. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen wissen häufig nicht, wie sie sich am besten vorbereiten können. Wichtig wird es, zu klären, wie der britische und der europäische Marktzugang für die Unternehmen nach der Übergangsphase gewährleistet wird. Das hängt auch wesentlich von den Verhandlungen in den kommenden Monaten ab. Sehen Sie im Brexit auch Chancen? Es gibt sicher auch Chancen. Und zwar genau dann, wenn es wie angedacht einen Wettbewerb zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich gibt. Beide Seiten müssen sich überlegen, wie sie weiterhin als Wirtschaftsstandorte attraktiv bleiben. Das kann für Wachstum sorgen. Wir hoffen, dass durch gute Verhandlungsergebnisse der Handel und die Arbeitsplätze weitestgehend erhalten bleiben.

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Kleine Anfrage - Wertminderung bei Immobilien durch Windenergieanlagen
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BWE Industry Report - Wind Industry in Germany 2020
BWE Branchenreport - Windindustrie in Deutschland 2020
BWE Industry Report - Wind Industry in Germany 2018
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Patent Review 01/18
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ENERGIEWENDE UND TOURISMUS
Gemeinsam gewinnen - Windenergie vor Ort
BWE Windbranchentag Schleswig-Holstein
Offshore-Windenergie
WINDKRAFT - Eine Bürgerenergie
Wer den Wind erntet - Zwölf gute Beispiele für kommunale Windprojekte
LUX Spezial Windenergie
A-Z - Fakten zur Windenergie
Magazin Energieland MV 2/2017
ENERGIElandMV - Saubere Energie - Neue Arbeitsplätze
Schulmaterial: Windkraftanlagen - Vom Wind zum Strom
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BWE Jahrbuch 2018 - Leseprobe
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Unternehmensinformation der PNE-Gruppe
Info-Flyer der Firma BioConstruct
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Unternehmensbroschüre HessenEnergie
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Energiequelle-Imagebroschüre
ABO Wind-Unternehmensflyer
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