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Mehr Abstand - mehr Akzeptanz? Ein umweltpsychologischer Studienvergleich

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Autor: Dr. Gundula Hübner, Dr. Johannes Pohl Herausgeber: Fachagentur Windenergie an Land.

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22 Mehr Abstandmehr Akzeptanz? 10 Zusammenfassung der Ergebnisse 1. Die vergleichende Auswertung der vier Studien – mit mehr als 1.300 Anwohnern von mehr als 20 WEA-Standorten – sowie einige internationale Studien zeigen übereinstimmend: Ein bedeutsamer Zusammenhang mit dem Abstand lässt sich weder für die Akzeptanz noch für die Stresswirkungen von WEA nachweisen, wenn der geltende Immissionsschutz eingehalten wird. Die Aussage, mit steigendem Abstand nähme die Akzeptanz zu oder die Belästigung ab, lässt sich empirisch nicht stützen. Verschiedene Lärmquellen können belästigend sein. 2. Es gibt keinen Hinweis, dass ab einem bestimmten Abstand die Akzeptanz deutlich positiv bleibt und keine Beeinträchtigungen mehr nachweisbar sind. Dieses Ergebnis mag zunächst kontraintuitiv erscheinen. Die Erklärung liegt in den bestehenden Immissionsschutzrichtlinien, die offensichtlich bereits zu einem ausreichenden Abstand von WEA zu Wohnbebauungen führen. Sie legen Richtwerte für zulässige Geräuschpegel und Schattenwurfdauer fest, aus denen sich u. a. der einzuhaltende Abstand ergibt. 3. Über die vier Studien hinweg fühlten sich die Anwohner durch die WEA durchschnittlich nur in geringem Ausmaß gestört oder bei Tätigkeiten eingeschränkt. Wenn, dann stören am meisten die WEA-Geräusche sowie die Sichtbarkeit in der Landschaft.

Mehr Abstandmehr Akzeptanz? 23 4. Es gibt Anwohner, die stark durch die WEA in ihrem Umfeld belästigt sind. Dies betrifft allerdings nur einen relativen kleinen Anteil der Anwohner, der zwischen 6 bis 18 Prozent schwankt. Da diese Personen Symptome berichten, die in Zusammenhang mit den WEA stehen, sollten ihre Sorgen und Be - schwerden ernst genommen werden. Eine weitere Verbesserung der WEA-Technologie, z. B. durch geräuschmindernde Maßnahmen, ist wünschenswert. 5. Statt mit dem Abstand hängen die Akzeptanz und erlebte Belästigung mit anderen Faktoren zusammen: Eine finanzielle Beteiligung an Windenergieprojekten kann die Akzeptanz erhöhen und Belästigungen vermindern. Andererseits nimmt die Belästigung zu, wenn WEA von der Wohnung aus gesehen werden können. 6. Vor allem scheint der Planungsprozess entscheidend: Wer den Planungs- und Bauprozess als positiv erlebte, akzeptierte die WEA stärker und fühlte sich durch deren Immissionen weniger oder gar nicht belästigt. Es reicht nicht aus, Anwohner durch Information überzeugen zu wollen, sondern eine frühzeitige Beteiligung mit realem Gestaltungsspielraum ist gefragt. damit die NIMBY-These empirisch widerlegt, Anwohner würden zwar die Windenergie allgemein befürworten, aber nicht in ihrem Ort. Anwohnerbedenken spiegeln vielmehr ernsthafte Sorgen wider, denen auf Augenhöhe begegnet werden sollte. 8. Die Ergebnisse sind auch hinsichtlich der sogenannten »optischen Bedrängung« durch WEA interessant, welche über eine juristische Interpretation hinausgehend empirisch erfassbar wird: Unabhängig vom Abstand zur Wohnbebauung wurden in den vier Studien die WEA von Anwohnern kaum als bedrohlich eingeschätzt. 9. Die vorliegenden Ergebnisse betonen die Bedeutung einer frühzeitigen, informellen Bürgerbeteiligung. Bürger sind die »lokalen Experten«, sie kennen ihre Heimat. Ihre Bedenken und Einwände können Innovationen stimulieren – wie vor Jahren die Einführung der Schattenwurfrichtlinie oder technische Entwicklungen zur Geräuschminderung von WEA. Auch informelle Betei ligung zu ermöglichen, löst nicht alle Probleme. Aber ohne Beteiligung dürften Probleme wahrscheinlicher werden. 7. Hervorzuheben ist der enge Zusammenhang zwischen den Einstellungen der Anwohner zur Windenergie allgemein und den lokalen WEA: Wer positiv zur Windenergie eingestellt war, war es auch eher gegenüber den Anlagen vor Ort. Zumindest im Fall von bereits installierten WEA wird

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