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Perspektiven für den Weiterbetrieb von WEA nach 2020

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) hat in einer Studie der Deutschen WindGuard den Anlagenpark, der bis 2005 ans Netz ging, analysieren lassen. Ziel war es, vor dem Hintergrund des ab dem 1.1.2021 erfolgenden Ausscheidens von Anlagen aus der EEG-Systematik ein solides Bild über das Alter der Anlagen, deren regionale Verteilung, die betroffenen Netzebenen und zuständigen Netzbetreiber sowie die jeweilige Anlagentechnologie zu gewinnen.

Betriebskosten in der

Betriebskosten in der dritten Betriebsdekade 7 BETRIEBSKOSTEN IN DER DRITTEN BETRIEBSDEKADE Bisher liegen keine umfassenden Kenntnisse über die Betriebskosten im Weiterbetriebszeitraum vor. Die Deutsche WindGuard hat bereits Hinweise zu den Gutachtenkosten des Weiterbetriebs sowie zu möglichen Betriebskosten auf Basis vorhandener Kostendaten gegeben. [DWG 2016 – Kurzanalyse im Auftrag von Naturstrom] Diese sollen in der vorliegenden Analyse mit weiteren Daten hinterlegt werden. Zielsetzung ist es, hierbei im Schwerpunkt auf die Anlagen Bezug zu nehmen, deren EEG-Vergütungsanspruch in den Jahren nach 2020 endet und die nach 2000 installiert wurden. Diese stellen relevante Gesamtleistungsbestände und die betreffenden Anlagen verfügen über eine Nennleistung ≥1 MW. Die Ausweisung der durchschnittlichen Kosten erfolgt zur besseren Vergleichbarkeit im Weiteren mit den am Markt erzielbaren Einnahmen in Form von Stromgestehungskosten je erzeugter Kilowattstunde. 7.1 WARTUNGSKONZEPTE UND -KOSTEN Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden zusätzliche Analysen zu den tatsächlichen Wartungskosten im Weiterbetriebszeitraum durchgeführt. Dieser Bereich macht etwa die Hälfte der Betriebskosten aus und stellt somit den größten Einflussfaktor dar. In einer vorhergehenden Analyse [DWG 2016] wurden die Wartungs- und Reparaturkosten zudem als der Bereich identifiziert, in dem ggf. noch Kostensenkungspotential für die dritte Dekade liegen könnte. Um bzgl. der Wartungskonzepte und -kosten zu ein differenzierteren Aussage zu gelangen, wurden zunächst Interviews mit übergeordneten Marktakteuren durchgeführt und daraufhin in Verbindung mit den in Kapitel 4 erfolgten Auswertungen zur Charakteristik des betroffenen Anlagebestands Annahmen für möglichst repräsentative Fallbeispiele im Bereich Wartungskonzepte und –kosten entwickelt. 7.1.1 ERGEBNISSE DER DURCHGEFÜHRTEN INTERVIEWS Zur Konkretisierung der Daten im Bereich Wartung und Reparatur wurden Interviews mit Anlagenherstellern, unabhängigen Wartungsanbietern, Projektentwicklern und einem Versi- Perspektiven für Weiterbetrieb nach 2020 37

Betriebskosten in der dritten Betriebsdekade cherer geführt. Die Ergebnisse lassen sich nicht auf einen bestimmten Anlagenbestand beziehen und ermöglichen keine quantitativen Auswertungen zum abgedeckten Marktanteil. Es können aber anhand wiederkehrender Aussagen folgende allgemeine Tendenzen identifiziert und Stimmungsbilder sowie Strategien im Bereich Weiterbetrieb von Windenergieanlagen abgeleitet werden. [DWG-Interviews 2017] Wartungskonzept Wirtschaftlichkeitsgrenze während des Weiterbetriebs Die Wartungskonzepte sind laut der Aussagen von Herstellern und unabhängigen Dienstleistern individuell je nach Bedarf und Strategie zusammenstellbar. Zwei Hersteller gaben an, ihr Wartungskonzept modular aufzubauen, so dass zu grundlegenden Inhalten (Basiswartung) zusätzliche Module nach Wunsch und Bedarf gewählt werden können. Der Begriff Basiswartung wurde durch die befragten Unternehmen teils unterschiedlich definiert. In jedem Fall sind hierbei grundlegende Wartungstätigkeiten (Anforderungen aus dem Wartungspflichtenheft) gemeint, je nach Anbieter ergänzt um Leistungen wie die Fernüberwachung und technische Beratung oder Beinhaltung kleinerer Reparaturen. Alle befragten Unternehmen gaben an, dass die meisten Verträge grundsätzlich im Bereich der Basiswartung abgeschlossen werden. Im Falle eines Wunsches nach mehr Absicherung, können die Verträge dann um zusätzliche Modul-Leistungen ergänzt werden. Sowohl Hersteller als auch unabhängige Dienstleister bieten daneben auch Instandhaltungskonzepte (sog. Vollwartung) für Altanlagen an, die in aller Regel unter Ausschluss von Großkomponentenschäden laufen. Teils wurde Interesse an diesen Vollwartungskonzepten gemeldet, sollte der Kostendruck in dem jeweiligen Projekt nicht zu groß sein, zumeist wurde aber ausgesagt, dass Vollwartungsverträge in der Regel zu teuer für Altanlagen im Weiterbetrieb seien. Im Weiterbetrieb führt ein Großkomponentenschaden in der Regel zur Außerbetriebnahme, da dieser unabhängig von dem spezifischen Weiterbetriebskonzept nicht mehr wirtschaftlich abgedeckt werden kann. Bei allen weiteren Schadensfällen ist die Wirtschaftlichkeitsgrenze abhängig vom Betriebskonzept, vom Windpotential des Standorts, dem verbleibenden Weiterbetriebszeitraum gemäß Gutachten zum Zeitpunkt des Schadenseintritts sowie der Anlagenleistung. Bei Anlagen mit geringer Nennleistung können demnach je nach Zustand und Wartungskonzept bereits Schäden ab 50 €/kW zum Ende des wirtschaftlichen Betriebszeitraums führen, teils wurden im Rahmen der durchgeführten Interviews aber auch Werte bis zu etwa 200 €/kW als Grenze genannt. Perspektiven für Weiterbetrieb nach 2020 38

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