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Sektorkopplung durch Energiewende

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Anforderungen an den Ausbau erneuerbarer Energien zum Erreichen der Pariser Klimaschutzziele unter Berücksichtigung der Sektorkopplung. Veröffentlicht: 20.06.2016 Volker Quaschning, Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin.

6 1 Anforderungen an

6 1 Anforderungen an eine klimaverträgliche Energieversorgung Stabilisierung der globalen Erwärmung auf 2 °C erstellt [BmUB16]. Für das schärfere Reduktionsziel von 1,5 °C müssten diese Zielvorgaben dringend angepasst werden, was bislang aber nicht erfolgt und derzeit auch nicht geplant ist. Der bisherige Temperaturanstieg gegenüber der vorindustrialisierten Zeit beträgt rund 1 °C. Bild 1 zeigt, dass eine Stabilisierung des Temperaturanstiegs auf 1,5 °C bereits um das Jahr 2040 erfolgen muss. Das bedeutet aber auch, dass danach keine Treibhausgasemissionen aus der Nutzung fossiler Energieträger mehr anfallen dürfen. Ansonsten müsste das zu viel emittierte Kohlendioxid der Atmosphäre durch sogenannte CCS-Verfahren (Carbon Dioxide Capture und Storage) wieder entzogen und sicher endgelagert werden. CCS-Verfahren sind allerdings umstritten und sehr kostenintensiv. Da in Deutschland der Einsatz dieser Verfahren politisch kaum durchsetzbar und auch wirtschaftlich wenig sinnvoll ist, sollte hier das Einhalten des 1,5 °C-Limits auch ohne nachträglichen Entzug von Kohlendioxid aus der Atmosphäre angestrebt werden. Dafür sollte eine Energieversorgung, die vollständig auf erneuerbaren Energien basiert und kein Kohlendioxid mehr emittiert, spätestens bis 2040 anvisiert werden. Das bedeutet aber nicht weniger als das komplette Ende der Nutzung von Kohle, Erdöl und Erdgas bis zum Jahr 2040. Andere Studien halten sogar eine vollständige Dekarbonisierung noch deutlich vor dem Jahr 2040 für erforderlich, um das 1,5- Grad-Limit mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einzuhalten [Gre16]. 100% Anteil am Primärenergieverbrauch 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 2015: 12,6 % Für den Klimaschutz erforderliches Energiewendetempo Regenerativ Fossil aktuelles Energiewende- Tempo 2000 2010 2020 2030 2040 2050 2060 2070 2080 2090 2100 2110 2120 2130 2140 2150 2160 Bild 2 Bisherige Entwicklung des Anteils erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch über alle Sektoren sowie Fortschreibung des aktuellen Energiewendetempos und Erfordernisse für den Klimaschutz

1 Anforderungen an eine klimaverträgliche Energieversorgung 7 Bislang hat sich die deutsche Politik zwar eindeutig zu dem Pariser Klimaschutzabkommen und damit auch der Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 °C bekannt, aber nicht einmal ansatzweise die nötigen Schritte veranlasst, um dieses Ziel auch zu erreichen. Im Jahr 2015 betrug der Anteil regenerativer Energien am Primärenergieverbrauch in Deutschland, der alle Sektoren umfasst, gerade einmal 12,6 %. Das bedeutet, es fehlen noch über 87 % für eine erfolgreiche Energiewende. Wird das mittlere Ausbautempo erneuerbarer Energien von den Jahren 2000 bis 2015 weiter fortgesetzt, dauert die deutsche Energiewende noch weit über 100 Jahre. Um den Pariser Klimaschutzverpflichtungen gerecht zu werden, muss das derzeitige Tempo der Energiewende und damit der Umstieg auf erneuerbare Energien um den Faktor vier bis fünf gesteigert werden. Die Reduktion des Photovoltaikzubaus der letzten Jahre und die aktuellen politischen Planungen, den Windenergieausbau zu verlangsamen, laufen damit den Klimaschutzbekenntnissen diametral entgegen. Vielmehr ist ein baldiger Ausstieg aus der Kohleverstromung anzustreben. Das Jahr 2030 könnte dabei ein Kompromiss aus Klimaschutzerfordernissen und der Machbarkeit struktureller gesellschaftlicher Veränderungen darstellen. Zusammenfassung der Kernaussagen von Kapitel 1 ● ● ● ● ● ● Mit dem Klimagipfel von Paris im Dezember 2015 wurde der Grundstein für eine Stabilisierung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 °C gelegt. Um in Deutschland die zugesagte 1,5 °C-Klimaschutzverpflichtung auch ohne umstrittene und kostenintensive CCS-Verfahren (Carbon Dioxide Capture and Storage) zu erreichen, sollte spätestens ab dem Jahr 2040 kein Kohlendioxid mehr aus der Nutzung fossiler Energieträger emittiert werden. Eine erfolgreiche Energiewende bedingt daher den Ausstieg aus der Nutzung aller fossilen Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas spätestens bis zum Jahr 2040. Ein Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken bis zum Jahr 2040 oder darüber hinaus ist mit den Klimaschutzzielen nicht vereinbar. Ein Kohleausstieg bis 2030 stellt einen sinnvollen Kompromiss dar. Um dieses Ziel zu erreichen, muss das Ausbautempo erneuerbarer Energien um den Faktor vier bis fünf gesteigert werden. Eine Reduktion des Ausbaus erneuerbarer Energien widerspricht diametral jeglichen Klimaschutzbekenntnissen.

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