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Strom 2030 - Langfristige Trends - Aufgaben für die kommenden Jahre

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Ergebnispapier: Strom 2030 - Langfristige Trends – Aufgaben für die kommenden Jahre Herausgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Mai 2017

16 Trend 2:

16 Trend 2: Sektorkopplung: Heizungen, Autos und Industrie nutzen immer mehr erneuer baren Strom statt fossiler Brennstoffe 4 • Erneuerbarer Strom wird der wichtigste Energieträger. Energie wird deutlich effizienter genutzt. Der Energiebedarf von Gebäuden, Verkehr und Industrie sinkt dadurch stark. Den verbleibenden Energiebedarf decken erneuerbare Energien – direkt in den einzelnen Sektoren oder in Form von erneuerbarem Strom, vor allem aus Wind und Sonne. Dadurch wird der Stromsektor immer stärker mit dem Gebäude-, Verkehrs- und Industriesektor „gekop - pelt“. Erneuerbare Brennstoffe (z. B. Biomasse) kommen dort zum Einsatz, wo Strom nicht sinnvoll genutzt werden kann, insbesondere im Luft- und Schiffsverkehr sowie in Teilen der Industrie. • Vorrangig kommen Technologien zum Einsatz, die mit wenig Strom möglichst viele fossile Brennstoffe ersetzen. Dies gilt vor allem für hocheffizient eingesetzte Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge. Beide benötigen vergleichsweise wenig Strom. Sie können einen großen Beitrag zur langfristigen Dekarbonisierung und Effi zienzsteigerung im Wärme- und Verkehrssektor leisten. Weniger effiziente Technologien sind Elektrokessel und Heizstäbe oder Elektrolyseure (Power-to-Gas). Sie kommen wegen ihres sehr viel höheren Strombedarfs nur zum Einsatz, wenn erneuerbarer Strom bei negativen Preisen oder Netzengpässen ansonsten abgeregelt würde und effizientere Technologien nicht sinnvoll sind. • Die Sektorkopplung macht das Stromsystem flexibler. Elektroautos, Wärmepumpen und Elektrokessel sind flexible Verbraucher. Elektroautos nutzen die Batterie als Speicher, und Wärme lässt sich leichter speichern als Strom. Zukünftig können sie ihre Nachfrage sehr schnell um viele Gigawatt erhöhen oder verringern und an das Wind- und Solarstromangebot anpassen. Aufgabe: Wettbewerbsbedingungen für erneuerbaren Strom gegenüber Brenn stoffen im Wärme- und Verkehrssektor verbessern • Wettbewerbsbedingungen für erneuerbaren Strom im Wärme- und Verkehrssektor verbessern. Strom hat in den Sektoren Wärme und Verkehr heute einen Wettbe- werbsnachteil: Fossile Brennstoffe für Verkehr und Wärme sind für die Verbraucher kostengünstiger als Strom, weil Strom mit Umlagen, Steuern und Abgaben stärker zur Finanzierung der Energiewende beiträgt. Dies trifft insbesondere auf den Wärmebereich zu (vgl. Abb. 1 „Zielmodell für Flexibilität und Sektorkopplung“ und Abb. 3 „Unterschiedliche Belastung von Strom, Gas und Diesel durch Umlagen, Entgelte und Steuern“). Zudem sind die aktuellen Brennstoffpreise am Weltmarkt sehr niedrig. Beides konterkariert einerseits den Einsatz von Strom in Wärme und Verkehr und andererseits einen effizienten Umgang mit Energie in diesen Bereichen. Dies können Fördermaßnahmen nur teilweise kompensieren. Nötig sind Wettbewerbsbedingungen für erneuerbaren Strom, die die effiziente Sektorkopplung erleichtern, Energieeffizienz anreizen und den Förderbedarf für beispielsweise Effizienzmaßnahmen, Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge verringern. • Effiziente Lastzuschaltung für Strom aus erneuerbaren Energien ermöglichen. Es sollte sich rechnen, den Stromverbrauch in Zeiten zu verlagern, in denen sehr viel Strom aus Erneuerbaren im Netz ist und die Börsenstrompreise negativ sind. Auch die temporäre Zuschaltung von Sektorkopplungs-Technologien in diesen Zeiten kann sinnvoll sein, wenn dadurch fossile Brennstoffe ersetzt werden. Dies ist heute häufig noch nicht wirtschaftlich attraktiv. Zum Teil liegt das daran, dass bestimmte Preisbestandteile statisch berechnet werden, das heißt unabhängig vom Strompreis immer in derselben absoluten Höhe. Dagegen wird die Mehrwertsteuer prozentual auf den Strompreis bezogen, die absolute Höhe ist damit abhängig vom Strompreis. Auch gibt es bereits reduzierte Netzentgelte in Zeitfenstern mit voraussichtlich niedriger Netzbelastung. Hier sollte man anknüpfen. Es sollte geprüft werden, ob und in welchen Fällen Preisbestandteile in Zukunft situationsspezifischer erhoben werden können, sodass spezifische, effiziente Lastzuschaltungen bei negativen Strompreisen oder zur effizienteren Netznutzung erleichtert werden. Fehlanreize, die zum Dauerbetrieb ineffizienter Technologien oder zu Emissionserhöhungen führen, müssen dabei vermieden werden. 4 Der Trend zu Sektorkopplung war im Impulspapier „Strom 2030“ der Trend 6. Die Nummerierung der Trends wurde im Ergebnispapier angepasst, um der gemeinsamen Diskussion zu den Themen „Flexibilität“ und „Sektorkopplung“ Rechnung zu tragen.

STROM 2030: LANGFRISTIGE TRENDS – AUFGABEN FÜR DIE KOMMENDEN JAHRE 17 Abbildung 2a: Stromverbrauch verschiedener Technologien, um eine Einheit fossiler Brennstoffe in der Wärmeversorgung zu ersetzen Stromverbrauch bzw. Bedarf an Netzen, Wind- und Solaranlagen, um eine Einheit fossiler Brennstoffe zu ersetzen Wärmepumpen benötigen vergleichsweise wenig Strom. Elektrokessel benötigen ein Vielfaches an Strom. Noch mehr Strom wird für Power-to-Gas in Gasheizungen gebraucht. Quelle: Eigene Darstellung Abbildung 2b: Stromverbrauch verschiedener Technologien, um eine Einheit fossiler Treibstoffe im Verkehr zu ersetzen Elektrofahrzeuge, die Strom direkt aus Batterien oder aus Oberleitungen nutzen, benötigen vergleichsweise wenig Strom. Stromverbrauch bzw. Bedarf an Netzen, Wind- und Solaranlagen, um eine Einheit fossiler Treibstoffe zu ersetzen Elektrofahrzeuge, die den Strom aus Wasserstoff gewinnen, benötigen deutlich mehr Strom. Sehr viel mehr Strom ist nötig, wenn Strom zuerst in Treibstoffe (Power-to-Gas/Liquid) umgewandelt und dann in Verbrennungsmotoren genutzt wird. Quelle: Eigene Darstellung

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