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Strom 2030 - Langfristige Trends - Aufgaben für die kommenden Jahre

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Ergebnispapier: Strom 2030 - Langfristige Trends – Aufgaben für die kommenden Jahre Herausgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Mai 2017

22 Trend 3: Der Einsatz

22 Trend 3: Der Einsatz fossiler Brennstoffe im Kraftwerks park geht deutlich zurück • 2050 wird Strom weitgehend CO 2 -frei erzeugt. Die Stromerzeugung weist aktuell noch hohe CO 2 -Emissionen auf. Effizienzmaßnahmen verringern den Stromverbrauch. Für den verbleibenden Strombedarf lassen sich die Emissionen verhältnismäßig kostengünstig verringern. Über die Sektorkopplung trägt der weitestgehend emissionsfreie Strom auch zur Dekarbonisierung des Wärme- und Verkehrssektors bei (vgl. Trend 2). • Investitionen in die Kohleinfrastruktur nehmen im Zeitverlauf ab. Neue Kohlekraftwerke und Tagebauerweiterungen mit einer Nutzungsdauer über 2050 hinaus würden zu Fehlinvestitionen führen und werden daher vermieden. An ihre Stelle treten Erneuerbare-Energien- An lagen und schrittweise über einen längeren Zeitraum gasbetriebene Kraftwerke, die in der Regel in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben werden. Die Stromversorgung bleibt dabei sicher. Aufgabe: CO2-Emissionen verlässlich verringern, Strukturwandel gestalten • Verlässlichen Rahmen für die Verringerung der CO 2 - Emis sionen gemeinsam entwickeln. Um zukunftsfähige Investitionen zu tätigen und einen schrittweisen Strukturwandel zu ermöglichen, brauchen und fordern alle Betroffenen Planungssicherheit. Daher brauchen wir einen Dialog darüber, wie wir die über 2020 hinaus gehen - den Klimaziele im Stromsektor erreichen können. • Strukturwandel gestalten durch neue Investitionen und neue Chancen für die Regionen. In intensiven Gesprächen mit Unternehmen, Gewerkschaften, Ländern und Regionen können wir neue Investitionsfelder und Chancen für Beschäftigte sowie Wertschöpfung in den Braunkohleregionen entwickeln. Bund und Länder unterstützen schon heute den Strukturwandel mit Förder geldern. Der Bund wird weitere Unterstützungsmaßnahmen prüfen. Abbildung 5: Anforderungen an einen verlässlichen Rahmen für die Kohleverstromung Regionale Wertschöpfung und Beschäftigung erhalten, Modernisierung der Volkswirtschaft ermöglichen Nationale Klimaziele erreichen Perspektiven für die Unternehmen schaffen Nachsorge der Tagebaue sichern Quelle: Eigene Darstellung

STROM 2030: LANGFRISTIGE TRENDS – AUFGABEN FÜR DIE KOMMENDEN JAHRE 23 Ergebnisse der Diskussion zu Trend 3 Die folgenden Ergebnisse bilden die Diskussion im Rahmen des Klimaschutzplans 2050 ab: • Energiekonzept und Klimaschutzplan 2050 setzen den Rahmen der deutschen Energiepolitik. Die Energieversorgung soll umweltverträglicher werden und dabei kosteneffizient und sicher bleiben. Die Ziele des Energiekonzeptes leiten den Umbau der Energieversorgung: Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen um 55 Prozent und bis 2050 um mindestens 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 sinken. Der am 14. November 2016 beschlossene Klimaschutzplan 2050 bekräftigt diese Ziele. Zudem präzisiert er sie für die Sektoren Energiewirtschaft, Gebäude, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft. Auch im Stromsektor erfordert dies teilweise einen tiefgreifenden Struk - turwandel. Deshalb setzen die ambitionierten Klimaziele wirksame Initiativen für Wachstum und Beschäftigung in den betroffenen Regionen voraus. Das ist die Voraussetzung für einen sozialverträglichen Strukturwandel. • Kohlekraftwerke verringern schrittweise ihre CO 2 ­ Emissionen. Bis 2030 senkt die Energiewirtschaft ihre Emissio nen um etwa die Hälfte von 358 Mio. t CO 2 -Äq im Jahr 2014 auf 175 bis 183 Mio. t CO 2 -Äq. Um diese Ziele zu erreichen, wird die Kohleverstromung schrittweise verringert. • Strukturwandel gestalten: Vor allem müssen Investitionen mobilisiert werden, um vor Ort Arbeit, Einkommen und Wohlstand zu sichern. Zug um Zug wird dann über den schrittweisen Rückzug aus der Braunkohlewirtschaft zu entscheiden sein. Die Bundesregierung setzt eine Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung“ ein. Die Kommission wird beim BMWi ange- siedelt. Eingebunden werden neben weiteren Ressorts Länder, Kommunen, Gewerkschaften, Vertreter betroffener Unternehmen und Branchen sowie regionale Akteure. Die Kommission nimmt ihre Arbeit Anfang 2018 auf und legt Ergebnisse möglichst bis Ende 2018 vor. Sie soll einen Instrumentenmix entwickeln, der wirtschaftliche Entwicklung, Strukturwandel, Sozialverträglichkeit und Klimaschutz zusammenbringt. • Flexible KWK-Anlagen übernehmen als Übergangstechnologien eine wichtige Rolle (vgl. Trend 7). Mittelfristig können fossile und regenerative KWK-Anlagen kostengünstig ungekoppelte fossile Erzeuger ersetzen. Damit der mittelfristige Ausbau der KWK mit den langfristigen Klimazielen vereinbar ist, wird sich die KWK modernisieren. Dazu gehört insbesondere, dass sie flexibel auf die Einspeisung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien reagiert. In Wärmenetzen kombinieren sich KWK-Anlagen etwa mit erneuerbaren Energien wie Solarthermieund Geothermie-Anlagen oder Wärmepumpen sowie Wärmespeichern und Elektrokesseln. Im Ergebnis wandelt sich die KWK-Anlage zu einem modernen KWK- System. • Das ETS ist das zentrale europäische Klimaschutzinstrument. Es stellt sicher, dass die europäischen Klimaschutzziele erreicht werden. Dafür müssen die Funktionsfähigkeit des Emissionshandels gestärkt, die Überliquidität der Zertifikate vermindert und so die Preissignale für CO 2 gestärkt werden. Das ETS ist zwar nicht darauf ausgerichtet, zielgerichtet Emissionen in einzelnen Ländern zu reduzieren, es kann jedoch durch stärkere Preisanreize den Einsatz fossiler Brennstoffe im Kraftwerkspark beeinflussen und damit helfen, die nationalen Klimaziele zu erreichen. Auswahl aktueller Studien Fraunhofer ISI, Consentec et al. (2017): Langfristszenarien für die Transformation des Energiesystems in Deutschland; Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, Consentec GmbH, Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Veröffentlichung voraussichtlich im zweiten Quartal 2017) Berliner Institut für Sozialforschung (2016): Sozioökonomische Effekte der Braunkohlesanierung, Sozialwissenschaftliche Evaluationsstudie; Berliner Institut für Sozialforschung GmbH TU Dresden et al. (2016): Strukturwandel in der Lausitz, Wissenschaftliche Auswertung der Potentialanalysen der Wirtschaft der Lausitz ab 2010; TU Dresden und BTU Cottbus-Senftenberg Öko-Institut, Fraunhofer ISI (2015): Klimaschutzszenario 2050; Öko-Institut e.V., Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

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