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Strom 2030 - Langfristige Trends - Aufgaben für die kommenden Jahre

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Ergebnispapier: Strom 2030 - Langfristige Trends – Aufgaben für die kommenden Jahre Herausgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Mai 2017

46 STROM

46 STROM 2030: LANGFRISTIGE TRENDS – AUFGABEN FÜR DIE KOMMENDEN JAHRE • Anforderungen an die technischen Eigenschaften der Anlagen werden kontinuierlich weiterentwickelt. Das Energiewirtschaftsgesetz sieht vor, dass die Branche die technischen Regelwerke erarbeitet. Dies hat sich bewährt und sollte beibehalten werden. Die europäischen Netzkodizes werden in Deutschland so ausgefüllt, dass ein stabiler Systembetrieb stets gewährleistet ist und die Umsetzung möglichst kosteneffizient erfolgt. Hierfür sollen volkswirtschaftliche Kriterien genutzt und die Eigenschaften der jeweiligen Anlagen berücksichtigt werden. Zudem sollten lokale Besonderheiten der Netzgebiete (unter anderem Kraftwerks- und Verbrauchsstruktur oder netztopologische Unterschiede) bei der Ausgestaltung der Anforderungen berücksichtigt werden. Auch sollten alle Alternativen mit ihren Vorund Nachteilen sowie technischen und wirtschaftlichen Eigenschaften geprüft werden. Dabei wird auch festgelegt, in welchem Maß Systemdienstleistungen über verpflichtende Netzanschlussrichtlinien beschafft und welche Beiträge freiwillig erbracht werden – und ob innerhalb der technischen Mindestanforderungen eine Vergütung von Systemdienstleistungen notwendig ist. Technische Vorgaben und Prüfverfahren zum Nachweis technischer Eigenschaften der Anlagen sowie Ausschreibungs- und Präqualifikationsbedingungen werden kontinuierlich weiterentwickelt. • Für freiwillige Beiträge zur Systemstabilität werden die Anlagen angemessen vergütet. Die Beschaffung solcher Systemdienstleistungen durch die Netzbetreiber sollte möglichst wettbewerbsorientiert und marktlich erfolgen. Teilweise wird vorgeschlagen, Systemdienstleistungen über regionale Plattformen zu beschaffen. • Auch in einem auf erneuerbaren Energien basierten Stromsystem werden Großstörungen sicher beherrscht. Der Marktanteil der konventionellen Erzeugung in Deutschland sinkt kontinuierlich. Dadurch stehen nach 2030 in einigen Regionen Deutschlands nur noch wenige konventionelle Kraftwerke für die Sicherstellung der Systemstabilität zur Verfügung. In diesem Zusammenhang werden zur Beherrschung von Großstörungen (zum Beispiel „System-Splits“) gesamteuropäische Konzepte weiterentwickelt. Hierzu gehört mittelfristig insbesondere die Verfügbarkeit ausreichender Momentanreserve. Die Momentanreserve gleicht sehr kurzfristige Schwankungen im Netz aus. Sie wird bisher durch die in konventionellen Kraftwerken und manchen Verbrauchern verfügbaren rotierenden Massen bereitgestellt. Perspektivisch werden hierzu Alternativen entwickelt. • Die Konzepte zur Betriebsführung in kritischen Netzsituationen und zum Netzwiederaufbau werden weiterentwickelt. Die zunehmend dezentrale Erzeugung und der europäische Strombinnenmarkt erfordern eine stärkere Koordination zwischen Verteilernetz- und Übertragungsnetzbetreibern. Eine Basis hierfür ist der europäische Netzkodex über den gestörten Netzbetrieb und den Netzwiederaufbau. Die etablierten Systemanalysen nach der Netzreserve-Verordnung sind auch zukünftig zwingend erforderlich. Sie sind ein Instrument für eine vorausschauende Betriebsplanung und für eine rechtzeitige Beschaffung von Reserven auch in Abhängigkeit des Netzausbaufortschritts. Auswahl aktueller Studien dena (2014a): Systemdienstleistungen 2030. Sicherheit und Zuverlässigkeit einer Stromversorgung mit hohem Anteil erneuerbarer Energien; Deutsche Energie-Agentur GmbH dena (2014b): Roadmap Systemdienstleistungen 2030; Deutsche Energie-Agentur GmbH

47 Trend 11: Die Netzfinanzierung erfolgt fair und systemdienlich • Bei der Finanzierung des Netzbetriebs und der Investitionen in die Stromnetze werden die Lasten transparent und fair verteilt. Ob zusätzlicher Stromtransport von Nord nach Süd oder die intelligente Vernetzung der Marktakteure: Der Umbau der Stromversorgung stellt die Übertragungs- und Verteilernetze vor neue Herausforderungen. Die Netz- und Systemkosten werden transparent und fair von den Netznutzern getragen – sowohl unter regionalen Gesichtspunkten als auch hinsichtlich verschiedener Nutzergruppen. • Eine Vielzahl kleinerer, dezentraler Erzeugungsanlagen und zunehmend flexibler Verbraucher verändert die Anforderungen an einen modernen Regulierungsrahmen für die Netze. Immer mehr Marktakteure werden beispielsweise ihren Strombedarf über Eigenversorgungs anlagen und nicht mehr ausschließlich über das öffentli che Netz decken. Trotzdem müssen die Netze so ausgelegt sein, dass stets alle Nutzer zuverlässig versorgt werden und Strom einspeisen können. Außerdem wächst die Ein speisung in Verteilernetze und es ändert sich das Verbrauchsverhalten der Netznutzer. • Durch lokal bereitgestellte Flexibilität tragen die Nutzer zu einem effizienten Gesamtsystem bei. Steigende Anteile fluktuierender Einspeisung aus erneuerbaren Energien erhöhen den Bedarf an Flexibilität im Stromsystem. Systemdienliches, flexibles Verhalten der angeschlossenen Netznutzer – sowohl auf Erzeugungs- als auch auf Verbrauchsseite – trägt zu einem kosten effi zienten Netzbetrieb bei. Aufgabe: Netzentgeltregulierung weiterentwickeln • Eine faire Verteilung der Netzkosten auf die Netznutzer gewährleisten und für Transparenz bei der Kostentragung sorgen. Die Netzentgeltsystematik legt fest, wie die Kosten der Stromnetze auf deren Nutzer – Privathaushalte, Gewerbe- und Industriekunden, Kraftwerke und Speicher – verteilt werden. Erforderlich ist auch in Zukunft eine faire und transparente Verteilung dieser Kosten unter den Netznutzern. Dabei sollen Anreize für einen effizienten Netzbetrieb weiter gestärkt werden. • Zunehmend komplexeren Anbieter-Nachfrager-Strukturen Rechnung tragen. Ein zukunftsfähiger Regulierungsrahmen zur Bemessung der Netzentgelte gewährleistet u. a. eine angemessene Beteiligung der Netznutzer an den Kosten der Vorhaltung und des Betriebs der Netze. • Bei der Weiterentwicklung der Netzentgeltsystematik die Nutzung systemdienlicher Flexibilität ermöglichen. Flexible Erzeuger und Verbraucher gewinnen in einem weiterentwickelten Strommarkt bei einem zunehmenden Anteil fluktuierender erneuerbarer Energien an Bedeutung. Ein dem Gesamtsystem dienliches Verhalten sollte nicht gehemmt werden. Gleichzeitig müssen der effiziente und stabile Betrieb der Stromnetze und die effiziente Nutzung des Stroms gewährleistet sein.

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