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Studie zur Konventionellen Mindesterzeugung

Auch bei hoher Einspeisung erneuerbarer Energien ins Stromnetz produzieren konventionelle Kraftwerke noch Strom. Das zeigt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Consentec im Auftrag der vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW. In Zeiten negativer Börsenpreise sind aktuell rund 25 bis 30 Gigawatt (GW) konventionelle Kraftwerke am Netz. Verantwortlich für diese sogenannte Mindesterzeugung sind ganz unterschiedliche Sachverhalte. Eines ist jedoch aus der Untersuchung klar ersichtlich: Es gibt Potenziale und Maßnahmen, um die Mindesterzeugung zu senken.Zusammenfassend zeigt die Studie vielfältige Ursachen von Mindesterzeugung auf

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8 Mindesterzeugung, Abschlussbericht, 25. Januar 2016 Abschaltungen und dadurch bedingter großflächiger Versorgungsunterbrechungen unabdingbare – selektive Fehlerabschaltung der Kurzschlussstrom deutlich größer sein muss als die im Normalbetrieb auftretenden Ströme. Darüber hinaus ist eine Mindestkurzschlussleistung notwendig, um eine ausreichende Resistenz des Netzes und der angeschlossenen Betriebsmittel und Verbraucher gegenüber Störeinflüssen sicherzustellen, insbesondere im Hinblick auf einen stabilen Generatorbetrieb, eine möglichst enge räumliche Begrenzung von unvermeidbaren Spannungseinbrüchen und die Gewährleistung einer hohen Spannungsqualität für die angeschlossenen Verbraucher. Die Höhe der verfügbaren Kurzschlussleistung und die unterschiedlichen Arten für deren Bereitstellung sind von den ÜNB kurzfristig nicht zu beeinflussen. Aus heutiger Sicht liefert die Bereitstellung von Kurzschlussleistung keinen Beitrag zur konventionellen Mindesterzeugung in Deutschland, da das für einen sicheren Systembetrieb notwendige Kurzschlussleistungsniveau auch durch die Beiträge im Betrieb befindlicher Synchrongeneratoren in Großkraftwerken im benachbarten Ausland jederzeit sichergestellt wird. Perspektivisch ist aber auch im Ausland ein zunehmender Anteil an Erzeugungsanlagen (im Wesentlichen aus Erneuerbaren Energien) zu erwarten, die im Gegensatz zur Generatoren von Großkraftwerken über Umrichter ans Netz sind. Folglich können mittel- bis langfristig Maßnahmen erforderlich werden, um den Wegfall von Synchrongeneratoren zu kompensieren. 2.1.8 Redispatch Die Gewährleistung eines sicheren Netzbetriebs erfordert heute in extrem hohem Maße Eingriffe der Übertragungsnetzbetreiber in den marktbasierten Kraftwerkseinsatz (Redispatch). 1 Dieser muss immer dann erfolgen, wenn die durch die regionale Verteilung von Erzeugung und Verbrauch resultierenden Belastungen des Stromnetzes die Transportkapazität der Leitungen übersteigt. Diese Netzengpässe sind vor allem eine Folge davon, dass der Netzausbau mit den Veränderungen im Erzeugungssystem nicht Schritt hält. 1 Zum Teil wird der Begriff Redispatch nur für einen Eingriff in die konventionelle Erzeugung verwendet, die Regelung der Erzeugung aus EE-Anlagen bezeichnet das EEG als Einspeisemanagement. Im Folgenden verwenden wir jedoch verallgemeinernd und unabhängig vom Objekt des Eingriffs den Begriff Redispatch.

Mindesterzeugung, Abschlussbericht, 25. Januar 2016 9 Die notwendige Bilanzneutralität des Redispatchs erfordert neben der notwendigen Leistungsabsenkung, die primär in konventionellen, im Bedarfsfall aber auch in EE- Erzeugungsanlagen (im Rahmen des Einspeisemanagements) erfolgt, auch eine Leistungserhöhung in gleichem Umfang. Je nach Ausgestaltung der Redispatchmaßnahme kann diese Leistungserhöhung durch Börsengeschäfte, Im-/Exporte, gezielte Anweisung von Erzeugungsanlagen zur Erhöhung der Einspeisung oder den Einsatz von Regelenergie erfolgen. Leistungserhöhungen im Zuge von Redispatchmaßnahmen können nicht durch Erhöhung der Einspeisung von EE-Erzeugungsanlagen erfolgen, da diese im Normalfall bei entsprechendem Energieträgerdargebot ohnehin einspeisen. Sie muss daher entweder in hydraulischen Anlagen wie Speicher- und Pumpspeicherkraftwerken (die jedoch häufig für die Vorhaltung von Regelleistung benötigt werden) oder konventionellen thermischen Anlagen erfolgen. Nicht in jeder Situation ist es möglich oder technisch sinnvoll, diesen Ausgleich zur Sicherstellung der Bilanzneutralität alleine mit hydraulischen Anlagen und thermischen Anlagen (die aufgrund technischen Eigenschaften und dem marktbasierten Einsatz dazu geeignet sind) zu gewährleisten, so dass eine präventive Anfahrt bzw. ein Abfahrverbot für weitere thermischer Anlagen notwendig ist. Im Fall, dass die Erhöhung der Einspeisung dieser Anlagen nicht identisch zur Höhe der Leistungsabsenkung anderer thermischer Anlagen ist, entsteht hier ein Beitrag zur konventionellen Mindesterzeugung. Aufgrund des steigenden Redispatchaufkommen als Folge des anhaltenden Ausbaus der EE- Erzeugung und den Verzögerungen beim Ausbau des Übertragungsnetzes, ist die die durch Redispatch bedingte konventionelle Mindesterzeugung derzeit als relevanter Aspekt einzustufen. Im Gegensatz den zuvor diskutierten Ursachen für Mindesterzeugung steht die durch Redispatch und somit netztechnisch bedingte Mindesterzeugung im heutigen Rechts- und Regulierungsrahmen in der engeren Verantwortung der ÜNB. 2.1.9 Beiträge von Kleinkraftwerken Die in den vorangegangenen Abschnitten diskutierten Ursachen für einen Beitrag zur konventionellen Mindesterzeugung stehen in enger Verbindung mit (insbesondere thermischen) Großkraftwerken, da deren Einsatz maßgeblich die in diesem Zusammenhang relevanten Aspekte dominieren.

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