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Studie zur Konventionellen Mindesterzeugung

Auch bei hoher Einspeisung erneuerbarer Energien ins Stromnetz produzieren konventionelle Kraftwerke noch Strom. Das zeigt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Consentec im Auftrag der vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW. In Zeiten negativer Börsenpreise sind aktuell rund 25 bis 30 Gigawatt (GW) konventionelle Kraftwerke am Netz. Verantwortlich für diese sogenannte Mindesterzeugung sind ganz unterschiedliche Sachverhalte. Eines ist jedoch aus der Untersuchung klar ersichtlich: Es gibt Potenziale und Maßnahmen, um die Mindesterzeugung zu senken.Zusammenfassend zeigt die Studie vielfältige Ursachen von Mindesterzeugung auf

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26 Mindesterzeugung, Abschlussbericht, 25. Januar 2016 Diese werden offenbar anteilig (ca. 50 %) zur Deckung des Wärmebedarfs von Industriestandorten eingesetzt. Einen weiteren wesentlichen Anteil von rund 50 % haben Steinkohlekraftwerke im Hinblick auf die Deckung des Industriebedarfs. Bei der Einordnung der zuvor beschriebenen Ergebnisse ist zu beachten, dass die verarbeiteten Daten keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Höhe der Wärmeauskopplung und des Industriebedarfs erlauben, sondern als Abschätzung des Potenzials der betrachteten Treiber zu verstehen sind. 2.2.6 Zeitlich erweiterte Analyse von PROD_min In der Analyse der drei Beispieltage haben wir festgestellt, dass der als PROD_min bezeichnete Anteil einen Wert von rund 20 GW nicht unterschreitet (vgl. Abschnitt 2.2.3). Dies legt die Vermutung nahe, dass es sich dabei um eine Untergrenze des technologisch bedingten Anteils an der Mindesterzeugung handeln könnte. Für die Ermittlung der tatsächlichen Höhe der konventionellen Mindesterzeugung sind neben PROD_min auch die Beiträge aus der Vorhaltung negativer Besicherungs- und Regelleistung sowie ggf. aus dem Redispatcheinsatz zu berücksichtigen. Aus diesem Grund haben wir den betrachteten Zeitbereich ausgeweitet, um zu analysieren, ob die für die Beispieltage identifizierte Untergrenze der technologischen Mindesterzeugung systematisch bei geringen bzw. negativen Preisen nachgewiesen werden kann. Dazu haben wir die Monate Januar bis Juli 2015 jeweils einen Werktag und einen Wochenendtag ausgewählt. Diese stellen zwar jeweils die Tage mit den geringsten Strompreisen dar, es treten aber nicht an jeden der Tage Stunden mit negativen Preisen auf. Für diese Tage haben wir den Anteil PROD_min der Kraftwerkseinspeisung aus den ERRP-Daten untersucht. Dabei zeigt sich, dass der von den Kernkraftwerken gelieferte Anteil an PROD_min praktisch unabhängig vom betrachteten Zeitpunkt und somit auch von den jeweils vorliegenden Marktpreisen ist. Vielmehr erfolgt die Entscheidung über die Betriebsweise offenbar anhand anderer Gesichtspunkte (z. B. Abhängigkeit von koordinierten Revisionsplänen und Beladezyklen der Brennstäbe sowie technisch anspruchsvolle An- und Abfahrvorgänge). Diese Erkenntnis wird dadurch untermauert, dass die Abschaltung des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld am 27. Juni 2015 als Sprung in den PROD_min-Werte abzulesen ist (Bild 2.13).

Mindesterzeugung, Abschlussbericht, 25. Januar 2016 27 Die geringsten Werte für PROD_min liegen knapp unterhalb von 20 GW (11. Januar, 10. Mai und 26. Juli) und bestätigen somit die Erkenntnisse aus der Analyse der Beispieltage. 50000 MW 40000 02.01.2015 Freitag 11.01.2015 Sonntag 08.02.2015 Sonntag 09.02.2015 Montag 01.03.2015 Sonntag 30.03.2015 Montag 12.04.2015 Sonntag 13.04.2015 Montag 04.05.2015 Montag 10.05.2015 Sonntag 03.06.2015 Mittwoch 07.06.2015 Sonntag 26.07.2015 Sonntag 30.07.2015 Donnerstag 30000 Grafenrheinfeld stillgelegt am 27.06.2015 20000 10000 0 Kern Braunkohle Steinkohle Erdgas Öl Abfall Wasser Pumpspeicher Speicher Sonstige Bild 2.13: PROD_min je Primärenergietyp (chronologische Darstellung) Sortiert man die Daten zu PROD_min in den betrachteten Tagen nach absteigenden Preisen, erkennt man in der Tendenz eine Korrelation zwischen PROD_min und den vorherrschenden Marktpreisen. D. h. bei fallenden Preisen sinkt in der Tendenz auch der Wert PROD_min. Ab einem Preis von kleiner ca. 3 €/MWh sinkt PROD_min nicht weiter, so dass dann vermutlich der Bereich der technologischen Mindesterzeugung erreicht wird. Bei sehr stark negativen Preisen (kleiner ca. -15 €/MWh) zeigt sich ein höherer Anteil von Steinkohle- und Gaskraftwerken an PROD_min, der hauptsächlich mit Wintertagen zusammenfällt und somit auf die Deckung des Wärmebedarfs zurückgeführt werden kann (Bild 2.13).

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