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Studie zur Konventionellen Mindesterzeugung

Auch bei hoher Einspeisung erneuerbarer Energien ins Stromnetz produzieren konventionelle Kraftwerke noch Strom. Das zeigt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Consentec im Auftrag der vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW. In Zeiten negativer Börsenpreise sind aktuell rund 25 bis 30 Gigawatt (GW) konventionelle Kraftwerke am Netz. Verantwortlich für diese sogenannte Mindesterzeugung sind ganz unterschiedliche Sachverhalte. Eines ist jedoch aus der Untersuchung klar ersichtlich: Es gibt Potenziale und Maßnahmen, um die Mindesterzeugung zu senken.Zusammenfassend zeigt die Studie vielfältige Ursachen von Mindesterzeugung auf

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30 Mindesterzeugung, Abschlussbericht, 25. Januar 2016 Einspeisung angewiesenen Kraftwerke und der erteilten Abfahrverbote können zweifelsfrei als Beitrag für konventionelle Mindesterzeugung gezählt werden. 2.3 Fazit Ziel der durchgeführten Analysen war der Versuch, die heute praxisrelevanten Treiber für konventionelle Mindesterzeugung zu identifizieren und deren jeweiligen Anteil zu quantifizieren. Dazu haben wir unterschiedliche Datenquellen im Detail unter diesem Gesichtspunkt ausgewertet. Dies waren konkret die ERRP-Plandaten zum Kraftwerkseinsatz, Angaben zum Redispatcheinsatz, Informationen zum Netzbelastungs-/Einspeisemanagement und allgemeine Kenndaten zu Kraftwerksstammdaten und Börsenpreisen. Aus den in den vorangegangenen Abschnitten dargestellten Analyseergebnissen für die detaillierte Betrachtung von drei Tagen aus 2015 mit relevanten Auswirkungen der Mindesterzeugung und Auftreten negativer Preise lassen sich folgende Schlussfolgerungen ableiten: Allgemeine Erkenntnisse • ERRP-Daten erlauben explizit die Quantifizierung der Aspekte Vorhaltung von Besicherungs- und Regelleistung und die Bereitstellung von Redispatchvermögen. Weitere Treiber der Mindesterzeugung können nicht exakt quantifiziert werden. Sie sind in den ERRP-Daten unter dem nicht weiter differenzierten Block PROD_min zusammengefasst. • Der Anteil PROD_min, der u. a. den technologisch bedingten Teil der Mindesterzeugung darstellt, scheint in der aktuellen Systemkonfiguration weitgehend unabhängig von konkreten Rahmenbedingungen wie EE-Einspeisung und Last einen Mindestwert von knapp 20 GW aufzuweisen. Darauf deutet, dass dieser Wert auch bei Auftreten negativer Preise mit unterschiedlichen Last-Einspeisekonstellationen nicht unterschritten wird. Dieser Block wird sehr maßgeblich durch die Kernkraft- und Braunkohlekraftwerke bestimmt, die rund 75 % von PROD_min ausmachen. Die in den betrachteten Tagen ermittelte Höhe der konventionellen Mindesterzeugung unter Berücksichtigung der Beiträge zur Vorhaltung negativer Besicherungs- und Regelleistung sowie aus dem Redispatcheinsatz beträgt etwa 25-30 GW. • Eine genaue Quantifizierung wie sich die konventionelle Mindesterzeugung auf die einzelnen Treiber aufteilt, ist mit den vorliegenden Daten nicht möglich, da die ERRP-

Mindesterzeugung, Abschlussbericht, 25. Januar 2016 31 Plandaten zum Kraftwerkseinsatz nur das nach Anfahren des Arbeitspunkts gemeldete Potenzial (Bereitstellung von Besicherungs- und Regelleistung, Redispatchvermögen) beschreiben. • Die Höhe des Werts für PROD_min wird teilweise dadurch bedingt, dass ein Teil der Einspeisung zur Bereitstellung der o. g. Potenziale erforderlich ist. Mit den vorliegenden Daten lässt sich dieser Teil nicht belastbar differenzieren. • Die auf Basis der verfügbaren Daten nachweisbaren Ursachen für Mindesterzeugung sind die Vorhaltung von Besicherungs- und Regelleistung, die Erbringung von Redispatch sowie die Deckung von Wärme- und Industriebedarf. Vorhaltung von Regelleistung Der aus den ERRP-Plandaten ermittelter Anteil für die Vorhaltung negativer Regelleistung an der konventionellen Mindesterzeugung beträgt rund 2-3 GW. Vorhaltung von Besicherungsleistung Der auf die Bereitstellung von negativer Besicherungsleistung entfallende Anteil an der Mindesterzeugung, der aus der Auswertung der ERRP-Plandaten abgeleitet werden kann, beträgt etwa 1,5-2,5 GW. Erbringung von Redispatch Die Plandaten weisen aus, dass in den Stunden, in denen Mindesterzeugung eine bindende Randbedingung für den Kraftwerkseinsatz darstellt, das gemeldete negative Redipatchvermögen 0,5-2,5 GW beträgt. Wärmeauskopplung und wärmegeführte Stromerzeugung aus KWK-Anlagen Die Analyse der Kraftwerksstammdaten zeigt, dass in den Stunden, in denen Mindesterzeugung eine bindende Randbedingung für den Kraftwerkseinsatz sein kann, etwa 50% der dann einspeisenden Kraftwerke in der Lage sind, Wärme auszukoppeln. Davon sind etwa 50% Braunkohle-, 30% Steinkohle- und 20% Gaskraftwerke.

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