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UBA Studie: Mögliche gesundheitliche Effekte von WEA

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Wie von den meisten technischen Anlagen gehen aber auch von WEA Belastungen aus, die sich mög-licherweise auf die Gesundheit auswirken können. Im Hinblick auf die menschliche Gesundheit werden folgende Belastungsarten mit dem Betrieb von WEA an Land in Verbindung gebracht: ▸ Hörbarer Schall ▸ Tieffrequenter Schall (einschließlich Infraschall) ▸ Schattenwurf und Stroboskopeffekt ▸ Lichtemissionen durch Hinderniskennzeichnung ▸ Eiswurf ▸ Indirekte Wirkungen (Belästigung), die durch eine subjektive Bewertung von WEA oder der durch sie verursachten Effekte entstehen. Nachfolgend wird im Einzelnen auf diese Belastungs-arten und deren potenzielle gesundheitliche Wir-kungen eingegangen und hierbei der aktuelle Stand der Evidenz aus nationalen sowie internationalen wissenschaftlichen Studien zu diesem Themenfeld berücksichtigt.

Mögliche gesundheitliche Effekte von Windenergieanlagen und Kollegen fanden in einem Sham-Experiment 7 heraus, dass die Erwartung negativer Symptome durch Infraschall auch zur Wahrnehmung solcher Symptome führt, unabhängig davon, ob die Probanden tatsächlich Infraschall ausgesetzt waren oder dies im Rahmen des Versuchs nur vorgetäuscht wurde [28]. Gleichermaßen berichteten Probanden mit positiver Erwartungshaltung gegenüber Infraschall in einer weiteren Studie über eine Verbesserung physischer Symptome (zum Beispiel Kopfschmerzen, Müdigkeit) und der Stimmung [29]. Nicht alle der persönlich als belästigend empfundenen Faktoren können zum jetzigen Zeitpunkt wissenschaftlich erklärt werden, weil für dieses Forschungsfeld, insbesondere im Bereich der Langzeitforschung, sowohl national wie international weiterhin großer Forschungsbedarf besteht. Fazit/Position Der technische Standard von WEA hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. WEA sind nicht nur leistungsfähiger geworden, sondern auch im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit verbessert worden. Problematische und für die Gesundheit mit Risiken behaftete Aspekte, wie Eis- und Schattenwurf, sowie der Stroboskopeffekt wurden durch technisch-bauliche Maßnahmen reduziert beziehungsweise vollständig beseitigt, so dass bei Einhaltung der Vorschriften die gesundheitlichen Gefährdungspotenziale sehr gering sind. Im Hinblick auf akustische Effekte kann für die Infraschallbelastung durch WEA nach heutigem Stand der Forschung davon ausgegangen werden, dass diese im Vergleich mit anderen (natürlichen und anthropogenen) Quellen sehr gering ist, so dass es hierbei nicht zu negativen Auswirkungen auf die Gesundheit kommt. Hinsichtlich des hörbaren Schalls spielt vor allem die Amplitudenmodulation eine wichtige Rolle. Es wird zwar bereits nach der Ursache für diese Problematik gesucht, jedoch konnte bislang keine technische Lösung gefunden werden. Hier sollte weiterhin intensiv an der Ursachenfindung und Beseitigung dieses Phänomens gearbeitet werden. Optische Belastungen aufgrund der Hinderniskennzeichnung wurden und werden durch technische Weiterentwicklungen und Verankerung dieser in gesetzlichen Vorschriften erheblich reduziert. Insgesamt gesehen wurden zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor möglichen negativen Auswirkungen bereits für viele Probleme (technische) Lösungen entwickelt. Technische Maßnahmen an WEA reichen jedoch allein nicht aus, um die Akzeptanz der WEA zu steigern, da neben physikalischen Geräuschbelastungen zahlreiche nicht-akustische Faktoren in die Belästigungsbeurteilung eingehen, die entscheiden, ob Personen sich von WEA belästigt fühlen oder nicht. Zusätzlich bestehen oftmals, trotz klarer wissenschaftlicher Befunde, Ängste und Bedenken bei Anwohnerinnen und Anwohnern von WEA bezüglich potenzieller gesundheitlicher Risiken. Auch existieren Bedenken gegenüber WEA, für die es keine ausreichend stützenden wissenschaftlichen Befunde gibt. Um möglichen einstellungsbezogenen Effekten, aber auch Ängsten und Vorurteilen zu begegnen, empfiehlt es sich, die Anwohnerinnen und Anwohnern von WEA frühzeitig in die Planungs- und Genehmigungsphase einzubeziehen und zudem die Bauphase möglichst wenig belästigend zu gestalten (zum Beispiel Vermeidung unnötigen Lärms, möglichst geringe Belastung des Alltags). Darüber hinaus ist es wichtig, die Personen adäquat zu informieren und sie nicht mit ihren Bedenken alleine zu lassen. Zudem sollten in der Umgebung von ausgewählten Windparks wohnende Personen in umweltepidemiologischen Studien im Kohortendesign 8 langfristig beobachtet werden, um mögliche, bislang nicht erkannte physiologische und psychologische Langzeiteffekte zu identifizieren und diesen entgegenzuwirken. In jedem Fall muss bei der Untersuchung von Belastungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch WEA und ihrer Interpretation stets berücksichtigt werden, dass die jeweilige Bedeutung einzelner Belastungsfaktoren für die Gesundheit unter Realbedingungen schwer voneinander abgrenzbar ist und häufig entsprechend mehrere Faktoren 7 Bei Sham-Experimenten werden Probanden zu Versuchszwecken „schein-exponiert“. In dem Fall der vorliegenden Studie gibt man vor, die Personen mit Infraschall zu exponieren, was tatsächlich jedoch nicht passiert. 8 Unter Studien im Kohortendesign versteht man Untersuchung an einer Bevölkerungsgruppe, die über die Zeit abläuft und bei der man in regelmäßigen Abständen dieselbe Personengruppe untersucht. Mit einer solchen Studie können Veränderung über die Zeit erfasst werden und mögliche Ursachenzusammenhänge zwischen Belastungen und gesundheitlichen Auswirkungen identifiziert werden. 6

Mögliche gesundheitliche Effekte von Windenergieanlagen die Gesundheit negativ beeinflussen. Es handelt sich somit immer um ein Zusammenspiel verschiedener modifizierender Faktoren, die auf die menschliche Gesundheit einwirken. Bei der Betrachtung möglicher gesundheitlicher Risiken von WEA im Vergleich zur konventionellen Energieerzeugung (zum Beispiel Verbrennung fossiler Brennstoffe) ist festzuhalten, dass neben geringeren Treibhausgasemissionen im Betrieb keine weiteren Luftschadstoffemissionen entstehen. Somit ergibt sich zum Beispiel im Vergleich zur Stromerzeugung durch Braun- beziehungsweise Steinkohlekraftwerke, die durch die verursachten Emissionen nachweislich Gesundheitsgefahren birgt, ein wichtiger positiver Nutzen nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit. Energie ist für die in Deutschland lebende Bevölkerung ein wichtiges und unverzichtbares Gut. Wo möglich sollten Energiesparmaßnahmen angewandt werden, um diese Ressource effizient einzusetzen. Der Verzicht auf Energie ist jedoch keine Option. Daher muss zwischen unterschiedlichen Energieträgern und Technologien zur Energiegewinnung abgewogen werden. Die Nutzung der Windenergie ist nach derzeitigem Wissensstand auch nach Einbezug gesundheitlicher Aspekte eine geeignete Alternative. Nichtsdestotrotz sollte der Ausbau der Windenergie wissenschaftlich kritisch begleitet werden, um bei Erkennung möglicher Risiken frühzeitig und adäquat reagieren zu können. 7

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