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WID-WHITEPAPER Bedarfsgerechte Befeuerung

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Die nächtliche Befeuerung von Windparks schmälert die Akzeptanz von Windparks und führt in der Folge in manchen Landkreisen zu Höhenbegrenzungen bei Neuplanungen. Mit einer radargestützten bedarfsgerechten Befeuerung hat der Brandenburgische Windparkbetreiber Enertrag jetzt erstmals die Genehmigung für ein System erhalten, dass das nächtliche Blinken der Anlagen weitgehend beendet.

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WiD WHITEPAPER | Bedarfsgerechte Befeuerung 6 Als Nachtkennzeichnung kommt in Deutschland das speziell für die Windenergie entwickelte Feuer „W, rot“ zum Einsatz, es weist eine charakteristische Blinkfolge mit zwei Impulsen in einem Zeitraum von vier Sekunden auf. Das Feuer „W, rot“ strahlt mit einer Nennlichtstärke von 100 cd. Vor dem Jahr .2003 brachte des der Vorgänger, das klassische Gefahrenfeuer, noch auf 2000 cd. Heutige LED-Feuer weisen bereits sehr eng gefasste und gradgenaue Abstrahlwinkel auf. Dadurch kann die Kennzeichnung so eingestellt werden, dass die Piloten sich annähernder Luftfahrzeuge sie deutlich wahrnehmen, während Personen am Boden einer wesentlich geringeren Lichtstärke ausgesetzt sind. Bei Windparks trägt auch die Synchronisation der Hinderniskennzeichnungen zu einer geringeren Beeinträchtigung von Anwohnern und Autofahrern bei. Dabei wird das Blinken der unterschiedlichen Anlagen im Park so aufeinander abgestimmt, dass alle Kennzeichnungen gleichzeitig aufleuchten. Dadurch wird das Blinken als ruhiger . und weniger belastend wahrgenommen. Helligkeit der Befeuerung wird je nach Sichtweite gesteuert Darüber hinaus kann durch den Einsatz von Sichtweitenmessgeräten die Lichtstärke der Kennzeichnung bei klarer Sicht von mehr als zehn Kilometern auf bis zu 10 cd reduziert werden. Liegt die Sicht zwischen fünf und zehn Kilometern ist immerhin eine Reduktion auf 30 cd möglich. Dabei wird die meteorologische Sichtweite gemessen und die Lichtemission der Feuer bei klarer Sicht um bis zu 90 Prozent gesenkt, indem die Nennlichtstärke reduziert wird. Bei Schnee, Regen, Dunst, Nebel oder Staub wird die Lichtstärke hingegen je nach Bedarf wieder erhöht. Für die Messung werden ein oder mehrere Sichtweitenmessgeräte im Windpark installiert, Voraussetzung ist eine Vernetzung der Befeuerungsanlagen per Funk oder Kabel. Auch bei dieser Lösung bleibt das Feuer bis zu einer Entfernung von vier Kilometern sichtbar. Ab 150 Metern Gesamthöhe wird es zudem flankiert von ein oder zwei Hindernisfeuer-Ebenen am Turm. Die relevanten Regeln für die Hinderniskennzeichnung finden sich in der „Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen“(AVV) 4 – eine Vorschrift, an die alle Verwaltungsbehörden gebunden sind. Bislang fand sich in diesem Regelwerk keine Vorschrift zur bedarfsgerechten Kennzeichnung. Das wird sich jetzt ändern. Der aktuelle unveröffentlichte Verordnungsentwurf bietet mit einem neuen Anhang verbindliche Regeln für die „bedarfsgesteuerte .Nachtkennzeichnung“, wie das Verfahren nunmehr offiziell bezeichnet wird. Bedarfsgerechte Befeuerung schaltet Blinken in neun von zehn Stunden ab Bei der bedarfsgerechten Befeuerung wird die Hinderniskennzeichnung nur dann eingeschaltet, wenn ein Luftfahrzeug tatsächlich in den Gefahrenbereich eines Windparks einfliegt. Die übrige Zeit bleiben die Feuer ausgeschaltet. In den meis-

WiD WHITEPAPER | Bedarfsgerechte Befeuerung 7 ten Fällen bedeutet dies: während erfahrungsgemäß mehr als 90 Prozent der Betriebszeit werden Anwohner nicht mehr vom nächtlichen Blinken gestört. Als erstes System zur bedarfsgerechten Kennzeichnung erfüllt das airspex-System der Enertrag Systemtechnik 5 die Anforderungen des neuen Entwurfs des Anhangs zur AVV. Das wurde von der Deutschen Flugsicherung als für diese Prüfungen benannte Stelle bereits bestätigt. Da die neue AVV noch nicht verabschiedet ist, wird vorerst eine Ausnahmegenehmigung des Bundes-Verkehrsministeriums erforderlich sein, um tatsächlich bedarfsgerecht zu schalten. Mit offizieller Veröffentlichung kann dann jede Landesluftfahrtbehörde über die Genehmigung derartiger Systeme entscheiden. Das airspex-System arbeitet mit klassischem Primärradar, das in der militärischen und zivilen Flugsicherung weit verbreitet ist. Eingesetzt werden hier bewährte Radarsensoren des Zulieferers Airbus Defence & Space. Dabei handelt es sich nicht um drehende Antennen, sondern um flache Sensoren, die an der Peripherie des Windparks an den Türmen der Anlage in 40 Metern Höhe angebracht werden. Sie haben einen Erfassungswinkel von 120 Grad in der Horizontale und 30 Grad in der Vertikale. Die Sensoren können in der Farbe des Turms gestaltet werden und sind dann kaum wahrnehmbar. Ständige Überwachung des Luftraums Das System überwacht den Luftraum ständig und lässt alle Informationen in einer zentralen Auswerteeinheit zusammenlaufen. Wenn ein Pilot in den Wirkungsraum fliegt – gemäß deutschen Anforderungen ist dies ein Radius von vier Kilometern um die Hindernisse bei einer Höhe von bis zu 600 Metern – wird das Licht für einen begrenzten Zeitraum eingeschaltet. Wenn das Luftfahrzeug den Bereich wieder verlassen hat, schaltet das System die Kennzeichnung wieder aus. Die Einschaltzeit lässt sich aber auch individuell anpassen. Mindestens vier Radarsensoren werden für einen Windpark benötigt. Das System ist per Mobilfunk oder Internet fernsteuerbar, überwacht alle sicherheitsrelevanten Funktionen selbstständig und übermittelt die Zustandsdaten regelmäßig an eine Überwachungszentrale. Sobald eine Störung auftritt, .werden zur Sicherheit alle Lichter wieder eingeschaltet. Wie viele Sensoren benötigt und wo sie angebracht werden müssen, wird in einem sogenannten „Dislozierungskonzept“ geplant. Da der Systempreis stark von der erforderlichen Sensoren-Zahl anhängt, ist dieses Konzept von hoher Bedeutung für den Windparkinvestor bzw. –betreiber. Keine pauschale Antwort zur Wirtschaftlichkeit Die Kosten liegen bei einem hohen sechsstelligen Betrag für ein System aus vier Sensoren. Die Wirtschaftlichkeit des Radarsystems aber kann nicht pauschal be-

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