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Zugang zu Umweltinformationen_Eine Übersicht der aktuellen Rechtsprechung

Zugang

Zugang zu Umweltinformationen | 29 Zeiten der Vertragsanbahnung besonders relevant sein und nach Abschluss eines Vertrages keinerlei Relevanz mehr besitzen. 239 Die Abwägung unterliegt grundsätzlich der vollen gerichtlichen Kontrolle. Lediglich im Falle dessen, dass der Ablehnungsgrund nicht auf einer Prognose der zuständigen Behörde beruht, ist die gerichtliche Überprüfung auf eine Plausibilitätskontrolle beschränkt. 240 5.2.3 Ablehnung des Antrags nach § 9 Abs. 2 Satz 1 UIG Umweltinformationen, die private Dritte ohne rechtliche Verpflichtung einer informationspflichtigen Stelle übermittelt haben, und deren Offenbarung nachteilige Auswirkungen auf die Interessen der Dritten hätte, dürfen grundsätzlich nicht zugänglich gemacht werden (§ 9 Abs. 2 Satz 1 UIG). Die Vorschrift soll die Zusammenarbeit von Privatpersonen und Behörden bei der Übermittlung von Umweltinformationen fördern und erhalten. Zugleich dient die Norm dem Schutz desjenigen, der die Informationen weitergegeben hat. 241 § 9 Abs. 2 Satz 1 UIG bildet damit einen eigenständigen Ablehnungsgrund. Insbesondere muss der private Dritte nicht mit dem Betroffenen in § 9 Abs. 1 UIG personenidentisch sein. 242 Voraussetzungen des Ablehnungsgrundes Privater Dritter kann jede natürliche oder juristische Person des Privatrechts sein. Personen des öffentlichen Rechts können sich nicht auf den Ablehnungsgrund berufen. Gleiches gilt, sofern privatrechtliche Personen oder Unternehmen als Beliehene oder Verwaltungshelfer agieren. Auf den Ablehnungsgrund berufen können sich jedoch privatrechtliche Unternehmen, welche ganz oder teilweise von der öffentlichen Hand gehalten werden. 243 Eine Übermittlung ist gegeben, wenn die Umweltinformationen zur Verfügung gestellt werden; auf die Art der Bereitstellung kommt es nicht an. 244 Die Freiwilligkeit der Übermittlung ist gegeben, sofern der Dritte hierzu nicht rechtlich verpflichtet ist. Eine Verpflichtung kann aus Vertrag, Rechtsvorschriften oder auch einem Verwaltungsakt resultieren. Auch hinsichtlich Informationen, die im Rahmen eines Genehmigungsantrags enthalten sein müssen, fehlt es an der Freiwilligkeit. 245 Entscheidend für die Beurteilung ist dabei die tatsächliche Rechtslage. So ist u.a. bei irrtümlicher Herausgabe eine Verpflichtung abzulehnen und § 9 Abs. 2 UIG anwendbar. Anders ist dies im Rahmen eines rechtswidrigen Verwaltungsakts, sobald dieser bestandskräftig ist. 246 Auch sofern die informationspflichtige Stelle die Informationen lediglich hätte erheben können und es unterlassen hat, fehlt es an der Freiwilligkeit. 247 Als freiwillig wird es in der Regel zu werten sein, sofern ornithologische oder andere artenschutzbezogene Daten an eine Behörde weitergegeben werden. 248 Es zeigt sich insofern, dass die Anwendungsfälle des § 9 Abs. 2 Satz 1 UIG recht eng sind. Die Übermittlung muss mit nachteiligen Auswirkungen für die Interessen des privaten Dritten verbunden sein. Das jeweilige Interesse ist weit zu verstehen und kann jeder nachvollziehbare Belang sein, der nicht bereits durch § 8 Abs. 1 und § 9 Abs. 1 UIG erfasst ist. Aus systematischen Gründen verbieten sich bei § 9 Abs. 2 UIG Überschneidungen mit den Ablehnungsgründen dieser Normen. 249 Die nachteiligen Auswirkungen sind durch eine Prognose der informationspflichtigen Stelle zu ermitteln. Es 239 BVerwG, Urt. v. 21.2.2008 – 4 C 13.07, Rn. 19. 240 Schrader, Aarhus-Handbuch, 2018, § 1, Rn. 160. BVerwG, Urt. v. 24.9.2009 - 7 C 2.09, Rn. 65; BVerwG, Beschl. v. 25.7.2013 – 7 B 45.12, Rn. 16, 20. 241 VGH Mannheim, Urt. v. 25.11.2008 - 10 S 2702/06, Rn. 24 f. 242 Schrader, Aarhus-Handbuch, 2018, § 1, Rn. 214; Reidt/Schiller, Landmann/Rohmer, UmweltR, 90. EL, 2019, § 9 Rn. 42. 243 Reidt/Schiller, Landmann/Rohmer, UmweltR, 90. EL, 2019, § 9, Rn. 43; BR-Drs. 439/04, S. 40 f. 244 Reidt/Schiller, Landmann/Rohmer, UmweltR, 90. EL, 2019, § 9, Rn. 44. 245 OVG Lüneburg, Beschl. v. 24.3.2016 – 2 LB 69/15, Rn. 15. 246 Reidt/Schiller, Landmann/Rohmer, UmweltR, 90. EL, 2019, § 9, Rn. 47. 247 Reidt/Schiller, Landmann/Rohmer, UmweltR, 90. EL, 2019, § 9, Rn. 46. 248 Schrader, Aarhus-Handbuch, 2018, § 1, Rn. 214. 249 VGH Mannheim, Urt. v. 25.11.2008 - 10 S 2702/06, Rn. 23 f.

30 | Zugang zu Umweltinformationen genügt generell jede mögliche und insbesondere auch die bloße Befürchtung einer Verletzung. Die Gewichtung der Auswirkungen erfolgt erst bei Abwägung mit dem überwiegenden öffentlichen Interesse. 250 Einschränkung des Ablehnungsgrundes Der Ablehnungsgrund des § 9 Abs. 2 Satz 1 UIG gilt nicht uneingeschränkt. Er ist nicht anwendbar, sofern eine Einwilligung des Dritten gegeben ist, es sich um Umweltinformationen über Emissionen handelt oder ein überwiegendes öffentliches Interesse an der Bekanntgabe besteht. Zu den Voraussetzungen ist auf die obigen Ausführungen zu § 8 Abs. 1; § 9 Abs. 1 UIG zu verweisen (Siehe Kapitel 5.1.3, 5.2.1, 5.2.2). Das Wichtigste in Kürze Den Ablehnungsgründen des § 9 Abs. 1 und 2 UIG kommt Ausnahmecharakter zu. Sie sind dementsprechend eng auszulegen. Eine wichtige Voraussetzung ist die eventuelle Anhörung von Dritten. Diese darf das einmonatige Zeitfenster des § 3 Abs. 3 UIG nicht überschreiten. Informationsbegehren hinsichtlich Emissionen können nicht aufgrund der Gründe nach § 9 Abs. 1 und 2 UIG verweigert werden. Sofern ein Ablehnungsgrund einschlägig ist, ist er gegen das öffentliche Interesse an der Zugänglichmachung von Umweltinformationen abzuwägen. Mildes Mittel ggü. der Ablehnung kann die teilweise Herausgabe oder Anonymisierung sein. 5.3 Form und Inhalt der Ablehnung, § 5 UIG § 5 UIG dient der Umsetzung von Art. 4 Abs. 4 und 5 Richtlinie 2003/4/EG und enthält die maßgeblichen Anforderungen an die teilweise oder vollständige Ablehnungsentscheidung eines Informationsbegehrens. 251 In § 5 Abs. 1 und 2 UIG sind die maßgeblichen formellen Anforderungen an einen Ablehnungsbescheid geregelt. § 5 Abs. 3 UIG geht auf die Möglichkeit der Aussonderung von Informationen ein, die für den Informationsanspruch irrelevant sind. Nach § 9 Abs. 4 UIG ist einer Ablehnung zugleich eine Rechtsbehelfsbelehrung beizufügen. 5.3.1 Pflicht zur Unterrichtung, § 5 Abs. 1 und 3 UIG § 5 Abs. 1 und 3 UIG regeln die Voraussetzungen für eine Ablehnung und den Umgang mit diesen Gründen. Eine Ablehnung ist zu erteilen, sofern die Voraussetzungen der §§ 8, 9 UIG ganz oder teilweise gegeben sind oder dem Informationsanspruch auf andere Weise entsprochen werden kann. § 5 Abs. 1 Satz 1 UIG regelt den Fall einer schlichten Ablehnung. § 5 Abs. 1 Satz 2 UIG beinhaltet weitere Fälle. In seiner ersten Alternative erfasst § 5 Abs. 1 Satz 2 UIG den Fall, dass von der konkret beantragten Zugangsart abgewichen wird. Die zweite Alternative des § 5 Abs. 1 Satz 2 UIG bestimmt den Fall, dass ein Informationsbegehren abgelehnt wird, weil die Informationen auf andere, leicht zugängliche Art verfügbar sind. § 5 Abs. 3 UIG ergänzt hier § 5 Abs. 1 UIG und statuiert, dass sofern Ablehnungsgründe nur für einen Teil der Informationen gegeben sind, zumindest die nicht betroffenen Informationen herauszugeben sind. Die Regelung entspricht dem generellen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, informiert aber auch zugleich den Antragsteller über den Umfang seines Anspruchs. 252 Weiterhin sieht § 5 Abs. 3 UIG eine 250 OVG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 29.3.2019 - OVG 12 B 14.18, Rn. 65 f.; Reidt/Schiller, Landmann/Rohmer, UmweltR, 90. EL, 2019, § 9, Rn. 49. 251 BT-Drs. 15/3406, S. 17. 252 EuGH, Urt. v. 26.6.2003 - C-233/0, Rn. 68; EuGH, Urt. v. 9.9.1999 - Rs C-217–97, Rn. 29 ff.

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ENERGIEWENDE UND TOURISMUS
Gemeinsam gewinnen - Windenergie vor Ort
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WINDKRAFT - Eine Bürgerenergie
Wer den Wind erntet - Zwölf gute Beispiele für kommunale Windprojekte
LUX Spezial Windenergie
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Magazin Energieland MV 2/2017
ENERGIElandMV - Saubere Energie - Neue Arbeitsplätze
Schulmaterial: Windkraftanlagen - Vom Wind zum Strom
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Jahrbuch Windenergie 1990 - BWE Marktübersicht
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Jahrbuch Windenergie 1993 - BWE Marktübersicht
Jahrbuch Windenergie 1994 - BWE Marktübersicht
Jahrbuch Windenergie 1995 - BWE Marktübersicht
Jahrbuch Windenergie 1997 - BWE Marktübersicht
Jahrbuch Windenergie 2014
Jahrbuch Windenergie 2016
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Unternehmensinformation der PNE-Gruppe
Info-Flyer der Firma BioConstruct
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ENERTRAG-Unternehmensbroschüre
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Energiequelle-Imagebroschüre
ABO Wind-Unternehmensflyer
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Projektopportunitäten in Entwiclungs- und Schwellenländern
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Kuba muss Stromwirtschaft nach Energiekrise umkrempeln
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