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Agora Energiewende und Wuppertal Institut (2019) - Klimaneutrale Industrie

Wie kann die Grundstoffindustrie in Deutschland bis spätestens 2050 klimaneutral werden – und gleichzeitig ihre starke Stellung im internationalen Wettbewerbsumfeld behalten? Diese Publikation soll einen Beitrag dazu leisten, richtungssicher investieren zu können.

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Agora Energiewende | Klimaneutrale Industrie folgerungen und Meinungen der Autoren widerspiegeln und nicht die Positionen oder Ansichten der im Prozess beteiligten Verbände, Unternehmen, Ministerien, Gewerkschaften und Umweltorganisationen. Des Weiteren sind Agora Energiewende und das Wuppertal Institut in zahlreichen Projekten, Gesprächsrunden und Begleitkreisen zum Thema klimaneutrale Industrie vertreten, von denen hier nur ausgewählte genannt werden sollen. Dazu zählen der Stakeholder-Dialog Dekarbonisierung des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), der Fachbeirat des neu gegründeten Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI), das Projekt Industrial Transformation 2050 9 der European Climate Foundation und – im Fall von Agora Energiewende – die Begleitkreise für zwei Projekte zum Thema Klimaschutz in der Industrie im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Zudem bestand ein Austausch mit der Wirtschaftsvereinigung Stahl, der IG Metall und der IG BCE. Mit der Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE wurde zudem im Mai 2019 eine Veranstaltung zum Thema Transformation der Industrie vor der Herausforderung des Klimawandels ausgerichtet. Agora Energiewende hat zudem die vorläufigen Ergebnisse dieser Studie in Workshops und Treffen mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen, 10 Initiativen 11 und Umwelt­ 9 Weitere Partner in diesem Projekt waren: Material Economics, Carbon Market Watch, Climate Strategies, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Institute for European Studies an der Vrije Universiteit Brussels, Institute for Sustainable Development and International Relations, Third Generation Environmentalism (E3G) und der World Wild Fund for Nature (WWF). 10 Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), IVL Swedish Environmental Research Institute, Vrije Universiteit Brussels und Lund University 11 IN4climate.NRW, Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz, Energy Transitions Commission verbänden 12 diskutiert. Auf Anfrage wurden ausgewählten Mitgliedern des Deutschen Bundestages auch Zwischenergebnisse des Projekts vorgestellt. Als übergreifendes Fazit dieser zahlreichen Gespräche und Diskussionen kann gesagt werden, dass die Zeit des Lagerdenkens endgültig überwunden ist. Die Notwenigkeit einer klimaneutralen Industrie wird nicht mehr infrage gestellt, über die Einschätzungen zu Pfaden, Geschwindigkeit, Chancen, Risiken und Kostenverteilung wird nachvollziehbarerweise noch kontrovers diskutiert. Unverkennbar ist, dass alle Seiten ein großes Interesse haben, sich aufeinander zuzubewegen und voneinander zu lernen. 8 Partner und Aufgabenteilung im Projekt Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Wuppertal Institut durchgeführt, wobei die Gesamtprojektleitung bei Agora Energiewende lag und das Wuppertal Institut für die Modellierung der Szenarien und die Analysen der Schlüsseltechnologien federführend war. Die Workshops und vor allem der Austausch zu den Potenzialen und Kosten der Schlüsseltechnologien wurden gemeinsam durchgeführt. Die Projektarbeit, insbesondere bei der Analyse der Politikinstrumente, wurde von dem Beratungsunternehmen Navigant unterstützt. Die juristische Prüfung der Politikinstrumente erfolgte durch die Fachanwaltskanzlei Becker Büttner Held (BBH) und durch das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM). 12 World Wild Fund for Nature (WWF), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Germanwatch, Deutscher Naturschutzring (DNR), Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), Bellona Foundation und Klima-Allianz Deutschland 28

STUDIE | Klimaneutrale Industrie – Teil A 9 Teile des Endberichts Der folgende Teil B der Studie beschreibt die Einbettung der Transformation der Industrie in Richtung einer klimaneutralen Produktion in die laufende nationale und internationale Klimadiskussion und stellt die Herausforderungen und Chancen dieser Transformation heraus. Außerdem werden die grundsätzlich für den Industriesektor infrage kommenden CO₂-Minderungsstrategien sowie eine Auswahl zentraler Schlüsseltechnologien für eine klimaneutrale Grundstoffproduktion vorgestellt. Eine detaillierte Analyse dieser Schlüsseltechnologien findet sich in Teil F. Teil C der Studie befasst sich anhand von Szenarien mit möglichen Emissionsminderungspfaden im Industriesektor, um das Sektorziel der Bundesregierung für das Jahr 2030 zu erreichen. Es werden Technologien und Strategien betrachtet, die bereits existieren beziehungsweise kurzfristig eingeführt werden könnten, und es wird abgeschätzt, welchen Minderungsbeitrag diese bis 2030 in den Branchen Stahl, Chemie und Zement leisten könnten. Dieses Kapitel verdeutlicht, dass bereits die 2030-Ziele der Bundesregierung höchstwahrscheinlich nicht ohne den frühzeitigen Einsatz von CO₂-armen Schlüsseltechnologien für eine klimaneutrale Grundstoffindustrie erreicht werden können. In Teil D werden die regulatorischen Rahmenbedingungen diskutiert, die für eine zeitnahe Einführung der Schlüsseltechnologien notwendig sind. Es wurden zehn Politikinstrumente ausgewählt, die anhand von ökonomischen, rechtlichen und politischen Kriterien analysiert werden. In Teil E haben wir vorläufige Politikempfehlungen und mögliche Sofortmaßnahmen zusammengestellt, die aufzeigen wie eine zeitnahe Umsetzung unserer Vorschläge von der Politik angegangen werden könnte. Die Vorschläge basieren auf den Analysen dieses Projekts, sind aber explizit als Diskussionsaufschlag gedacht, der die Debatte um eine klimaneutrale Industrie anfachen soll. In Teil F findet sich der analytische Schwerpunkt dieser Studie. Hier werden für die Sektoren Stahl, Chemie und Zement zentrale Schlüsseltechnologien detailliert analysiert, die potenziell für eine klimaneutrale Industrie zum Einsatz kommen könnten. Auf Technologiesteckbriefen werden absehbare Produktionskosten, CO₂-Vermeidungskosten und der Entwicklungsstand dargestellt. Diese Steckbriefe wurden in einem intensiven Abstimmungsprozess mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Unternehmen, die teilweise auch bereits Pilot- und Demonstrationsprojekte betreiben, konsultiert. Als Ergänzung zu den in Teil D dargestellten Politikinstrumenten wurde eine juristische Kurzbewertung der Politikoptionen vorgenommen, die von der Fachanwaltskanzlei Becker Büttner Held (BBH) und durch das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) durchgeführt wurde. Diese Publikation ist als gesonderte Veröffentlichung (online) verfügbar. In einer zusätzlichen Publikation werden die in Teil F dargestellten CO₂-armen Schlüsseltechnologien, sowie laufende Pilotprojekte ausführlich dargestellt und diskutiert. Diese ausführliche Darstellung der Schlüsseltechnologien für die Branchen Stahl, Chemie und Zement wurde vom Wuppertal Institut durchgeführt und ist als gesonderte Veröffentlichung (online) verfügbar. 29

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