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Barometer Digitalisierung der Energiewende

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Die Letztverbraucher

Die Letztverbraucher sehen die Energiewende als Notwendigkeit, der Informationsstand ist allerdings noch immer gering In der Diskussion um die Fortschritte bei Regulierung und Technologie ist im abgelaufenen Jahr etwas aus dem Blickfeld gerückt, wie sich die Wahrnehmung und Betroffenheit der Letztverbraucher (insbesondere Haushalte, Gewerbe und kleine Industriebetriebe) in Bezug auf die Digitalisierung der Energiewirtschaft entwickelt. Bekanntheit und Akzeptanz auch auf der Seite der Letztverbraucher bleiben wesentliche Erfolgsfaktoren für das Gelingen der Energiewende. Um diese Aspekte zu erfassen, wurde im Rahmen des ersten Barometers Mitte 2018 erstmals eine Befragung von Endverbrauchern im Privatkunden-, Gewerbe- und Kleine- Industriekunden-Bereich durchgeführt. Im Ergebnis war der Informationsstand über Smart Meter und den Rollout zu diesem Zeitpunkt gering, das Interesse an einem eigenen aktiven Beitrag zur Energiewende und an der Nutzung von Mehrwertdiensten jedoch überwiegend vorhanden. Datenschutz und Datensicherheit wurden als wichtige Nutzungskriterien benannt. Zur Steigerung der Bekanntheit und des Informationsstands zum Smart-Meter-Rollout wurde die Durchführung einer bundesweiten Informationskampagne empfohlen. Auch aus der Politik sind im vergangenen Jahr vermehrt Forderungen laut geworden, Verbraucher stärker über den Smart-Meter-Rollout aufzuklären und Kundeninformationen verständlicher aufzubereiten. Entsprechende zentrale Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit sind mit zeitlichem Bezug zum jetzt erfolgten Rollout-Start auch tatsächlich im aktuellen Maßnahmenkatalog zum Fahrplan für die weitere Digitalisierung der Energiewende des BMWi vorgesehen und konkret geplant. 48 Vorab gab das BMWi bereits im Oktober 2019 einen Informationsflyer heraus. 49 Hier ist neben den Aktivitäten des Ministeriums allerdings auch die Öffentlichkeitsarbeit der Marktakteure mit direktem Kundenkontakt weiterhin in erster Linie gefragt. Die erste Barometer-Befragung wurde nun für das vorliegende Barometer im Zeitraum Juli/August 2019 durch das Marktforschungsinstitut Prolytics wiederholt. Im Privatkundenbereich wurden bundesweit 1.000 statistisch repräsentative Haushalte telefonisch befragt. Im Gewerbe- und Kleinere-Industriekunden-Bereich wurden 400 Betriebe befragt, die vom Rollout von iMSys betroffen sind. Die Betriebe kamen aus den Bereichen Dienstleistung, Handel und Gewerbe mit bis zu 250 Mitarbeitern sowie aus dem öffentlichen Bereich. 6.1 Der Informationsstand zum Rollout intelligenter Messsysteme ist weiterhin gering Der Informationsstand zum Smart-Meter-Rollout in der Bevölkerung ist weiterhin gering. Während sich nur 15 Prozent der Haushalte sehr gut oder gut über die Einführung von Smart Metern informiert fühlen, steigt der Anteil derer, die sich schlecht oder überhaupt nicht informiert fühlen, im Vergleich zu 2018 sogar leicht an, auf 60 Prozent (s. Abbildung 6: Informationsstand von Haushaltskunden zur Einführung von Smart Metern — Vorjahresvergleich). Die Bekanntheit des Begriffs „Smart Meter“ in der Bevölkerung liegt mit 15 Prozent zudem unter dem Vorjahreswert von 21 Prozent. 48 Quelle: BMWi, Fahrplan für die weitere Digitalisierung der Energiewende, Januar 2020, S. 5 49 Quelle: BMWi, Smart Meter und digitale Stromzähler. Eine sichere, digitale Infrastruktur für die Energiewende, Oktober 2019 Barometer Digitalisierung der Energiewende 2019 | 49

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