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Barometer Digitalisierung der Energiewende

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Ausblick: Das Momentum

Ausblick: Das Momentum nutzen Im ersten Digitalisierungsbarometer wurde herausgearbeitet, dass ein flexibles Denken und Handeln der beteiligten Akteure notwendig ist, um die Digitalisierung der Energiewende erfolgreich voranzutreiben. Dies wurde seinerzeit mit der Ankündigung verbunden zu verfolgen, wie Politik, Behörden, Verwaltung, Energiebranche und Industrie sowie Bund und Länder zusammenarbeiten. Das Denken und Arbeiten in Silos soll überwunden werden. Ein Jahr später ist festzustellen, dass hier ein konstruktiver Prozess in Gang gekommen ist, wenngleich die Herausforderungen noch groß sind. Maßgeblich für diesen konstruktiven Ansatz waren mehrere Entwicklungen: • Zunächst hat das BMWi mit einer hausinternen Reorganisation die Aufgabenwahrnehmung im Bereich Digitalisierung der Energiewende neu geordnet und verstärkt. • Mit der BMWi-/BSI-Roadmap „Nächste Schritte der Standardisierungsstrategie“ wurde im März 2019 erstmals eine geschlossene Umsetzungskonzeption und -planung vorgelegt. • Mit dem Ausschuss Gateway-Standardisierung, der AG Intelligente Netze und Zähler, dem Barometer- und dem Standardisierungsbeirat wurden vier Instanzen für den Dialog- und Abstimmungsprozess mit allen Stakeholdern definiert. • Mit den BSI-Task-Forces wurden Expertenkreise zu den Clusterthemen für die sektorübergreifende Digitalisierung etabliert, die die entsprechenden technischen und regulatorischen Vorschläge erarbeiten. • Mit dem Diskussionsprozess zur Neuregelung des § 14a EnWG, der im Jahr 2020 Ergebnisse liefern soll, wird eine entscheidende Weichenstellung für die digitale Energiewende unmittelbar aufgegriffen. • Schließlich hat das BMWi mit dem „Fahrplan für die weitere Digitalisierung der Energiewende“ einen Maßnahmenplan vorgelegt, der für die nächsten Schritte verbindliche Zielsetzungen definiert und auch Zeitvorgaben benennt. Die Rückmeldungen der beteiligten Akteure und Stakeholder zu diesen Maßnahmen sind überwiegend positiv, wenngleich Skepsis hinsichtlich der Zeitpläne verbleibt. Mit der konkreten Einbindung der Akteure werden sich diese zunehmend ihrer Verantwortung für den Erfolg dieses Prozesses bewusst und von kritischen Beobachtern zu Beteiligten. Dies ist zumindest die Erwartung, die sich mit der Umsetzung der neuen, dialog- und konsensorientierten Strukturen verbinden lässt. Mit der Zertifizierung von drei SMGWs und der Markterklärung für den Beginn des Pflicht-Rollouts ist jetzt ein Momentum entstanden. Dieses muss im laufenden Jahr genutzt werden, um maßgebliche Fortschritte auf gesetzlicher und regulatorischer Ebene und aufseiten der Umsetzung zu erzielen. Dabei sind für 2020 insbesondere vier zentrale Weichenstellungen zu nennen: • die geplante EEG-Reform mit der Fortschreibung des Rechtsrahmens zur Ausweitung des SMGW-Pflicht-Rollouts, auch zur Steuerung von EEG- und KWKG-Anlagen < 100 kW mit anschließender Aktualisierung der Marktanalyse des BSI • die Fortschreibung des Rechtsrahmens zur netzorientierten Steuerung flexibler Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG, die insbesondere durch den bevorstehenden starken Ausbau der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität immer mehr an Bedeutung gewinnt • die ausstehende Entscheidung zur Nutzung der 450-MHz- Lizenz für die Digitalisierung der Energiewirtschaft, die als ein kritischer Erfolgsfaktor für das Gesamtvorhaben gelten kann • die zügige Umsetzung des Pflicht-Rollouts für iMSys in der Verantwortung der MSB, um praktische Erfahrungen im Massen-Rollout zu sammeln und die installierten Stückzahlen für eine schnellere Marktverbreitung von Lösungs angeboten auf der Basis der SMGW-Technologie zu erhöhen Barometer Digitalisierung der Energiewende 2019 | 57

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