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Black Swans (Risiken) in der Energiewende

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Die Energiewende hat eine hohe Bedeutung für eine verlässliche Energieversorgung und eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des Vorhabens, in einer Risikoanalyse Ereignisse zu identifizieren, deren Eintritt zwar unwahrscheinlich ist, die aber im Eintrittsfall die weitere Entwicklung der Energiewende negativ beeinflussen könnten. Ergänzend sollten geeignete politische Reaktions- und Vorsorgemöglichkeiten beschrieben werden. Gutachter waren die Prognos AG, das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) und die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung der Energiewende gegenüber potenziellen Risiken weitgehend robust ist und unerwartete Störungen in der Regel gut aufgefangen werden könnten. Es wird empfohlen, mögliche Risiken bei der Weiterentwicklung von Strategien und Zielsetzungen mitzudenken. Neue Instrumente zur Risikovorsorge sind nur bedingt notwendig.

Schwarzer Schwan:

Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 41

3.3.3 Beschreibung und Analyse 3.3.3.1 Beschreibung des Initialrisikos Die Digitalisierung ist die die Durchdringung sämtlicher Technologie-, Lebens- Produktions- und Arbeitsbereich durch elektronische Datenerfassung sowie Auswertung und Steuerung. Es wird angenommen, dass sie sich in einem noch viel schnelleren Tempo als in den letzten Jahren der Fall durch. Die digitale Transformation der Gesellschaft und Wirtschaft wird zukünftig alle Lebenslagen erfassen und schnell erfolgen (vgl. einführend auch vbw 2015). Charakteristisch stehen für die Wirkungskette dieses Risikoclusters: • das „Internet of Things“ • Industrie 4.0 und 3D-Drucker • neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle • das explosionsartige Wachstum von Datenträgern, Akkus, Rechnerzentren, Kommunikationstechnologien. Hierbei wird als Verschärfung des Risikos davon ausgegangen, dass bei den Rechenzentren und der Infrastruktur die Werkstofftechnologie mit ihren Miniaturisierungs- und (energie-)Effektivierungstendenzen nicht ganz mit der Steigerung der benötigten Rechen- und Rechnerleistungen und -kapazitäten mithält. Somit wächst der Energieverbrauch dieser Infrastruktur sowohl für ihren Betrieb als auch für die Klimatisierung eher. Das „Internet of Things“ steht für die Vernetzung von Geräten, Systemen und Dienstleistungen zu intelligenten, internet-ähnlichen Systemen. Es basiert auf drei Kernelementen: Kommunikation, Geräte und Sensoren sowie deren eindeutige Identifikation. Geräte, Waren und Menschen kommunizieren untereinander und machen damit z.B. Produktions- und Logistikprozesse schneller, effizienter und fehlerärmer. Darüber hinaus sollen z.B. im „Internet of Things“ integrierte Geräte den Menschen bei seinen Tätigkeiten unmerklich unterstützen, ohne abzulenken oder überhaupt aufzufallen. Auch und insbesondere medizinische Unterstützung kann durch medikamentenabgebende Implantate, kommunizierende Sensoren oderintelligente“ Prothesen erfolgen. Industrielle Fertigungsprozesse werden durch miteinander kommunizierende Werkstücke und Maschinen zunehmend weiter automatisiert: Die Maschinen entscheiden anhand des Auftragsbestandes, wann sie welche Vorprodukte oder Rohstoffe benötigen und initialisieren die entsprechende Logistikkette. Stark computerisierte Fertigungsmethoden führen dazu, dass „economy of scales“ auch mit geringen Stückzahler erzielt werden können. Als Ideal steht die Fertigung von „Losgröße 1“, das heißt Schwarzer Schwan: Überraschend & unerwartet, enorme Auswirkungen 42

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