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BWE Geschäftsbericht 2019

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Strategie und Medien Dr.

Strategie und Medien Dr. Jan Lorenzen, Vorsitzender des BWE-Regionalverband SH Nord-Ost und stellvert. Landesvorstand zu Gast in der Sendung von Anne Will Der BWE in den Medien Die mediale Debatte in Deutschland verlagerte sich im vergangenen Jahr deutlich. Themen, die bisher die Titelseiten der großen Zeitungen und Magazine eingenommen hatten, rückten in den Hintergrund. Seit den ersten „Fridays for Future“-Demonstrationen im Januar 2019 schob sich das Thema Umwelt, Klima und Energiewende deutlich in den öffentlichen und medialen Fokus. Im Politikbarometer der Forschungsgruppe Wahlen wurde es zum wichtigsten Problem, welches die Politik lösen sollte. Klimaschutz und Energiepolitik im Fokus Die „Fridays for Future“-Bewegung, deren breite wissenschaftliche Unterstützung und die weltweite Zunahme extremer Wetterphänomene, etwa die verheerenden Waldbrände in Australien, sorgen weiter für eine hohe öffentliche Wahrnehmung. Hinzu kamen nationale Debatten wie der Dieselskandal und dessen Auswirkungen auf die deutsche Automobilbranche, die Diskussionen um den Ausstieg aus der Kohleverstromung, das Ausrufen des Klimanotstands in vielen deutschen Städten oder die überraschend starken Wahlergebnisse von Bündnis90 / Die Grünen. All diese Entwicklungen hatten einen Anteil daran, dass Klimaschutz und Energiepolitik die mediale Agenda des Jahres 2019 dominierten. Dies schlug sich in der Pressearbeit des Verbandes nieder. Täglich wurden diverse Presseanfragen beantwortet und Mythen zur Windenergie richtiggestellt. Über 100 Pressemitteilungen sowie eine deutliche Zunahme der Social Media Follower – um 20 Prozent auf Twitter, um 15 Prozent auf Facebook und um 100 Prozent auf LinkedIn – innerhalb eines Jahres waren die Folge. Die Kennziffern verdeutlichen die umfangreiche Arbeit, die von der kleinen Abteilung Strategie und Medien des BWE geleistet wurde. Neben der bloßen Zunahme der Quantität der Veröffentlichungen stieg aber auch deren Qualität. Der BWE konnte sich als kompetenter Fachverband präsentieren und seine eigenen Positionen erfolgreich in den Leitmedien positionieren. Besonders hervorzuheben sind hier zahlreiche O-Töne in der Tagesschau und den Tagesthemen, den heute nachrichten und dem heute journal, den privaten Fernsehsendern oder die Positionierung eines BWE-Betreibermitglieds bei der reichweitenstarken Talksendung Anne Will. 10

Strategie und Medien ARD-Interview mit BWE-Präsident Hermann Albers im Rahmen des Windenergiegipfels mit Wirtschaftsminister Peter Altmeier Doch nicht nur für die Windenergie wurde kommuniziert. Da die Stelle der Pressesprecherin im Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) lange vakant war, sprang die BWE-Pressestelle auch in der Pressearbeit des Dachverbandes ein. Pressemitteilungen und Journalistenanfragen an den BEE wurden in dieser Zeit direkt an den BWE weitergeleitet und hier bearbeitet. Emotionalisierung im öffentlichen Diskurs Für viele Journalisten und Medienschaffende war die Windenergie im Jahr 2019 ein reizvolles Thema. Gerade in Lokal- und Regionalmedien wurde der oft emotional ausgetragene Streit rund um neue Windenergieprojekte deutlich. „Der kleine Mann auf dem Land“ gegen „die große Politik aus Berlin“, vermeintlich grüne Naturschützer im Kampf gegen grüne Energiepolitik. Dazu eine Bundesregierung, die eigene Klimaversprechungen nicht einhalten kann und dann noch ein vermeintlicher Generationenkonflikt. In diesem Umfeld griffen Medien die Probleme der Windenergie auf, emotionalisierten diese, ordneten sie ein und kommentierten. Professionalisierte Bürgerinitiativen und populistische Parteien versuchten die Stimmung für ihre Zwecke weiter zu eskalieren und zu nutzen. Der historisch einmalige Einbruch des Zubaus neuer Anlagen, als ultimatives Paradoxon zum notwendigen Klimaschutz, tat sein Übriges, sodass immer mehr Medien ihr Interesse an der Windenergie entdeckten. Das bedeutete viel Arbeit für die Kommunikationsabteilung des BWE. Unter dem Strich gelang es dem BWE durch aktive Pressearbeit, auf den massiven Widerspruch zwischen nationalen Klimaschutzambitionen und dem schleppenden Ausbau der Windenergie hinzuweisen. Wichtige BWE-Einschätzungen zum Reformbedarf der Genehmigungsverfahren oder zur drohenden Ökostromlücke im Zuge des Atom- und Kohleausstiegs verfingen in der politischen Diskussion. Angesichts anhaltender Proteste, aber auch aufgrund neuer erklärungsbedürftiger Entwicklungen (finanzielle Beteiligung an Windenergieprojekten, bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung, Ende der EEG-Förderung) werden auch im Kalenderjahr 2020 wichtige Aufgaben auf die BWE-Pressestelle zukommen. 11

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