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BWE Geschäftsbericht 2019

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Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Themen der Branche im Rückblick auf 2019.

Der BWE

Der BWE und seine Themen Historisch niedriges Zubaujahr 2019 mit einem Bruttozubau von nur 325 Anlagen (1078 MW) 14

Brennpunktthemen Brennpunktthemen Genehmigungen Historisches Tief beim Windenergie-Zubau Der Ausbau der Windenergie an Land in Deutschland ist seit Anfang 2018 dramatisch zurückgegangen. Im Jahr 2018 wurden bundesweit Windenergieprojekte mit einer Leistung von rund 1.500 MW genehmigt und somit deutlich weniger als die im Erneuerbare-Energien- Gesetz (EEG) vorgesehene Ausschreibungsmenge von 3.600 MW. 2019 lag der Brutto-Zubau nur noch bei 1.078 MW bzw. 325 Windenergieanlagen. Dies markiert den niedrigsten Stand seit Einführung des EEG im Jahr 2000. Geradezu paradox mutet diese Negativ- Entwicklung der bislang erfolgreichsten Sparte der Erneuerbaren Energien in Zeiten von Klima-Krisengipfeln und ausgerufenen Klimanotständen sowie des starken medialen Erfolgs der „Fridays for Future“-Bewegung an. Zumal nach Schätzungen der Branche bei weiter wachsender Bruttostromnachfrage jährlich ein Zubau von rund 5.000 MW vonnöten wäre, um das erklärte Ziel eines 65-prozentigen Anteils Erneuerbarer Energie an der Stromerzeugung bis 2030 zu erreichen. Das Damokles-Schwert der pauschalen Abstandsregelungen Die Gründe für die Zubauflaute sind vielfältig. Besonders stark wirken sich allerdings die Auflagen des Artenschutzes sowie regionalplanerische Hemmnisse auf die Genehmigungserteilung und die Verfahrensdauer aus. Pauschale Abstandsregelungen, wie sie etwa das Bundeswirtschaftsministerium ankündigt, würden zu einem Verlust von ca. 40 Prozent der potenziellen Windflächen in Deutschland führen. Wie restriktiv die Regelungen ausfallen werden, ist noch offen. Sicher ist aber, dass die Diskussionen um das „Aus der Windenergie“ der Branche schon jetzt schaden, da sie den Heimatmarkt weiter schwächen, den Beschäftigungsabbau forcieren und somit auch die Technologieführerschaft Deutschlands in der Windindustrie gefährden. Um dagegen die Ausschreibungsvolumina mit Projekten zu füllen und die Ausbau- und Klimaschutzziele zu erreichen, fordert der BWE, die identifizierten und seit Langem bekannten Genehmigungshemmnisse zu beseitigen und mehr Flächen für Windenergieanlagen auszuweisen. Hierfür braucht es schnellstmöglich eine Übereinkunft zwischen Bund und Ländern. Windenergie-Gegner formieren sich Des Weiteren sehen sich die Genehmigungsbehörden einem massiven Druck und Klagen von Windenergie- Gegnern ausgesetzt. Ähnlich einer Gegenbewegung zu den „Fridays for Future“-Protesten machen Bürgerinitiativen auf lokaler Ebene mobil und formulieren immer radikaler ihre Ablehnung. Der Diskurs im Sinne eines Austauschs von Argumenten auf Basis von Fakten wird in einer derart aufgeheizten Atmosphäre zunehmend zur Herausforderung. Der BWE vermisst auch hier eine eindeutige politische Unterstützung auf Landes- und vor allem auch auf Bundesebene für einen starken Ausbau der Erneuerbaren Energien. Der Verband hat sich aufgrund der dramatischen Entwicklung des Windenergie-Zubaus seit Anfang 2018 verstärkt mit dem Thema Genehmigungen beschäftigt und insbesondere im Juli 2019 den Aktionsplan für mehr Genehmigungen für Windenergie an Land veröffentlicht, der Ursachen beschreibt und konkrete Lösungen vorschlägt. 15

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