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BWE Geschäftsbericht 2019

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Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Themen der Branche im Rückblick auf 2019.

Der BWE

Der BWE und seine Themen Windenergie und Naturschutz Die naturverträgliche energiewende gelingt Vermiedene Treibhausgase Bestandsentwicklung relevanter Arten Windenergie in Deutschland spart pro Jahr etwa so viele Treibhausgas-Emissionen ein wie andere Länder ausstoßen (in Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente) 800 Seeadlerpaare 9.000 Kranichpaare 10.000 15.000 Rotmilanpaare 15.000 Österreich Portugal 1.000 370 570 628 800 1950 1980 1990 2000 2007 2013 2019 8.000 12.000 80 60 40 20 0 - 20 - 40 - 60 - 80 - 27 - 38,6 - 34,6 - 35,3 - 39,0 - 53,8 67,6 79,7 - 53,4 - 70,6 - 74,6 1.000 800 Schwarzstorchpaare 400 500 750 650 800 1990 1994 2000 2005 2009 2012 2016 7.000 8.700 9.000 6.000 4.000 10.500 11.000 11.500 12.000 13.000 15.000 9.000 6.000 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 In Deutschland wurden 2018 865,6 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt. (Umweltbundesamt 2019) 500 400 Wiesenweihenpaare 310 289 400 311 400 1990 1994 2000 2003 2004 2007 2013 2018 1.750 2.500 5.000 1993 1997 2003 2010 2015 2018 2.000 3.000 1994 2000 2005 2011 2014 2018 Einige Greifvögel waren im 20. Jh. kaum noch in unseren Landen verbreitet. Ihre Bestände sind seit 1990 wieder gestiegen. Der Windenergieausbau auch. Flächennutzung in Deutschland Statistisches Bundesamt (2018): Bodenflächen insgesamt nach Nutzungsarten in Deutschland. Verlustursachen für Vögel im Vergleich Wohnung, Freizeit (5,3 %) Industrie, Gewerbe (1,7 %) Gemischt (1,7 %) Tagebau, Halde (0,5 %) Verkehr (5 %) Gesamtfläche 35.758.200 ha Gewässer (2,3 %) Gehölz, Sümpfe (2,7 %) Wald (29,7 %) Glasscheiben: bis zu 115 Mio 115 Mio Verkehr: bis zu 70 Mio 70 Mio Hauskatzen: bis zu 60 Mio 60 Mio Landwirtschaft (50,9 %) Das Flächenziel für Windenergie liegt bei mind. 2 % der Landesfläche (715.164 Hektar). „Dem Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung insbesondere durch zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien kommt eine besondere Bedeutung zu.“ Bundesnaturschutzgesetz § 1, Absatz 3, Satz 4 Leitungen: bis zu 2,8 Mio ... Legale Jagd: bis zu 1,2 Mio ... Windenergie: bis zu 100.000 Windenergieanlagen sind nachrangige Verlustursachen Hauptfaktoren für internationales Insektensterben Sanchez-Bayo, F./Wyckhuys, K. (2019): Worldwide decline of the entomofauna. In: Biological Conservation 232. Sonstiges (10,0 %) Globale Erwärmung (5,0 %) Wegfall Feuchtgebiete (6,3 %) Abholzung und Brände (8,8 %) Düngemittel (10,1 %) Urbanisierung (10,7 %) Intensive Landwirtschaft (23,9 %) Pestizide (12,6 %) sog. „ecological traits“ (12,6 %) Insekten: „Ein erheblicher Teil hält sich überwiegend bodennah auf Höhe der Vegetation und damit deutlich unterhalb der Rotorblätter auf.“ BfN: Insektenrückgang – potenzieller Einfluss der Windenergienutzung in Deutschland? Anlagenhöhe Ø Nabenhöhe 2018: 132 m Mögliche Nabenhöhe 2025: 161 m Die Flugaktivität von Fledermäusen verringert sich mit steigender Windgeschwindigkeit. Aktivitäten pro Stunde 0 1 2 3 4 5 Zum Schutz der Tiere werden Windenergieanlagen unter bestimmten Wind- und Wetterbedingungen abgeschaltet. 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Windgeschwindigkeit in m/s Behr, O. et al. (2018): Bestimmung des Kollisionsrisikos von Fledermäusen an Onshore-Windenergieanlagen. Fachpartner rund um Windenergie und Naturschutz Betriebsführung DunoAir Windpark GAIA mbH Planung GmbH 06233 359 44 00 REZ Regenerative Energien 0651 99 98 89 12 info@gaia-mbh.de Zernsee GmbH & Co. KG trier@dunoair.com www.gaia-mbh.de 030 224 45 98 30 www.dunoair.com info@rez-windparks.de getproject GmbH & Co. KG www.rez-windparks.de eab New Energy GmbH 0431 38960 0 037328 898 0 getpro@getproject.de Hersteller info@eab-newenergy.eu www.getproject.de www.eab-newenergy.eu Fleximaus GmbH Green City AG 09868 93 41 765 EnBW Energie Baden- 089 89 06 68 800 info@fleximaus.de Württemberg AG www.fleximaus.de 0711 289 48787 ag@greencity.de windkraft@enbw.com www.greencity.de/renewables VENSYS Energy AG www.enbw.com/windkraft juwi AG 06821 9517 0 Energiekontor AG 06732 9657 0 info@vensys.de 0421 3304 0 Energieprojekte@juwi.de www.vensys.de info@energiekontor.de www.juwi.de www.energiekontor.de Planung & Projektierung NOTUS energy Plan GmbH ENERTRAG AG BayWa r.e. Wind GmbH & Co. KG 039854 6459 0 089 38 39 32 52 0331 62043 40 enertrag@enertrag.com wind@baywa-re.com windkraft@notus.de www.enertrag.com www.baywa-re.com www.notus.de eno energy GmbH Denker & Wulf AG 0381 20 37 92 0 Prowind GmbH 04357 9977 0 info@eno-energy.com 0541 600 29 0 info@denkerwulf.de www.eno-energy.com info@prowind.com www.denkerwulf.de www.prowind.com erneuerbare energien Dirkshof europa e3 GmbH RES Deutschland GmbH 04674 9629 0 040 8222610 0 030 2205 6459 0 info@dirkshof.de info@e3-gmbh.de info.germany@res-group.com www.dirkshof.de www.e3-gmbh.de www.res-group.com Wittgenstein New Energy Group 02752 50976 0 info@wne-holding.de www.wne-holding.de UKA Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH & Co. KG 03521 72806 0 zentrale@uka-gruppe.de www.uka-gruppe.de VSB Neue Energien Deutschland GmbH 0351 21183 400 info@vsb.energy www.vsb.energy Windwärts Energie GmbH 0511 123 573 0 info@windwaerts.de www.windwaerts.de windexperts Prüfgesellschaft mbH 0421 39 63 123 info@windexperts.de www.windexperts.de wpd onshore GmbH & Co. KG 0421 16866 10 info@wpd.de www.wpd.de Prüfer & Gutachter Kaminsky Naturschutzplanung GmbH 09771 9178 682 info@naturschutzplanung.de www.naturschutzplanung.de planGIS GmbH 0511 33648 300 info@plangis.de www.plangis.de Rechtsanwälte Engemann und Partner, Rechtsanwälte mbB 02941 9700 0 kanzlei@engemann-und-partner.de www.engemann-und-partner.de Verbände Bundesverband WindEnergie e. V. 030 212341 210 info@wind-energie.de www.wind-energie.de Landesverband Erneuerbare Energien NRW e. V. 0211 9367 6060 info@lee-nrw.de www.lee-nrw.de Schutzgebiete in Deutschland Zur Erhaltung der Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten bestehen zahlreiche Schutzgebiete. Bundesamt für Naturschutz (2018): Gebietsschutz/Großschutzgebiete. *zzgl. Meeresflächen 833.301 ha, **zzgl. Meeresflächen 666.046 ha, ***zzgl. Meeresflächen 2.123.789 ha FFH / 1.971.825 ha Vogelschutz. 16 Nationalparks* 8.816 Naturschutzgebiete 17 Biosphärenreservate** 8.818 Landschaftsschutzgebiete 105 Naturparks 215.000 1.402.000 1.328.000 4.544 FFH Gebiete*** 3.325.000 742 Vogelschutzgebiete (SPA) 4.030.000 in Hektar 10.180.000 10.100.000 Bundesverband WindEnergie e.V. Neustädtische Kirchstraße 6, 10117 Berlin Mehr zum Thema Naturschutz in der BWE- Broschüre „Es liegt in unserer Natur – Klima und Naturschutz mit Windenergie“ Das Naturschutzposter verschafft dem Thema naturverträgliche Energiewende mehr Aufmerksamkeit. 20

Brennpunktthemen Natur- und Artenschutz Klimaschutz versus Naturschutz? Das Spannungsfeld Naturschutz und Windenergie stand im Jahr 2019 mehr denn je im Fokus der Verbandsarbeit. Der BWE ist hier stark gefordert, da der Artenschutz zunehmend Ausgangspunkt für eine restriktive Genehmigungspraxis und eine anschwellende Klageflut wird. Der in diesem Zusammenhang oft beschworene „Konflikt“ zwischen Klimaschutz und Naturschutz ist für den Verband nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil: Für den BWE trägt eine zügige Energiewende wesentlich zum Naturund Artenschutz bei. Deshalb ist Augenmaß gefordert, um den Artenschutz nicht zum bloßen Mittel einer Verhinderungsplanung zu degenerieren. Diese Kernposition formulierte der BWE in seinem „Aktionsplan für mehr Genehmigungen“, der im Juli 2019 veröffentlicht wurde (siehe „Brennpunkt Genehmigungen“, S. 15) und angesichts der fachlichen Tiefe durch Landes- und Bundesbehörden zur Grundlage weiterer Diskussionen anerkannt wurde und sich nicht zuletzt in der Aufgabenliste Wind an Land des Bundeswirtschaftsministeriums wiederfindet. Wichtige Kernaussagen aus dem Aktionsplan: 1. Bestandsdaten, Relation und veränderter Lebensraum Grundlage einer sachgerechten Anwendung des Artenschutzes im Kontext der Genehmigung von Windenergieanlagen sind aktuelle und verlässliche Bestandsdaten sowie Daten zur Populationsentwicklung der als windenergiesensibel geltenden Arten. In diesem Zusammenhang gilt es, die Relation etwaiger bekannter Schlagopferzahlen zu den Beständen zu beachten. Zudem muss nachgewiesen sein, dass das Tötungsrisiko durch das Windenergievorhaben deutlich über das allgemeine Lebensrisiko für Exemplare dieser Art in ihrem anthropogen veränderten Lebensraum, das mit Eingriffen oder Vorhaben dieser Art immer verbunden ist, signifikant erhöht würde. 2. Prüfbereich, Kompensation und Ausnahmeregelung Wir lehnen pauschale und weit gefasste Abstandsempfehlungen von Windenergieanlagen zu den Brutvorkommen bzw. Lebensräumen einzelner Arten ab. Stattdessen braucht es Prüfbereiche. Ist ein artenschutzrechtliches Zugriffsverbot im Einzelfall erfüllt, muss zudem die Erteilung einer Ausnahme nach § 45 Abs. 7 BNatSchG mindestens geprüft werden. Dabei gilt es immer zu berücksichtigen, dass die Installation von Anlagen der Erneuerbaren Energien im dringenden Klimaschutzinteresse einen Ausnahmetatbestand darstellt. Das Instrument der Ausnahmegenehmigung ist kein Allheilmittel, lässt sich aber rechtssicher gestalten. Hierzu wird ein verbindlicher Katalog von wirksamen und umsetzbaren Kompensations- und Vermeidungsmaßnahmen benötigt. 3. Mehr Rechtssicherheit, weniger Erkenntnislücken Im Oktober 2018 bestätigte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die Notwendigkeit der untergesetzlichen Maßstabsbildung gegen „Erkenntnislücken“ der Behörden. Festgestellt wurde, dass eine der Verwaltung eingeräumte Einschätzungsprärogative im Zusammenhang mit naturschutzfachlichen Fragestellungen nicht besteht. Allerdings räumt das BVerfG den Gerichten die Möglichkeit ein, sich in eng definierten Fällen auf die Entscheidung der Behörde zurückzuziehen. Vor diesem Hintergrund ist der durch das BVerfG formulierte „Auftrag“ an den Gesetzgeber zur Schaffung untergesetzlicher Maßstäbe umso wichtiger. Der BWE setzt sich dafür ein, dass die Schaffung dieser Maßstäbe in einem transparenten Prozess unter Einbeziehung aller wesentlichen Akteure erfolgt. Diese drei Kernanliegen wurden in das 10-Punkte-Papier der Energie- und Umweltverbände sowie anschließend in die Aufgabenliste des BMWI übernommen und fanden somit größtmöglichen politischen Niederschlag (siehe „Brennpunkt Genehmigungen“). Fachliche Arbeit in den BWE-Gremien und in der BWE-Geschäftsstelle Die zuvor genannten Schwerpunktthemen beschäftigten die Mitarbeiter der Geschäftsstelle und der Gremienvertreter im Bereich des Natur- und Artenschutzes intensiv. Es galt und gilt, zu allen Themen zunächst Diskussionspapiere zu erstellen und für eine klar erkennbare Positionierung innerhalb der Gremien des BWE zu sorgen. Der Austausch in der Plattform Genehmigungssituation der Fachagentur Windenergie an Land, mit Vertretern von Behörden sowie der Austausch mit externen Experten im Rahmen der Arbeitskreistreffen des AK Naturschutz und Windenergie bildete die zuverlässige Basis für ein Sonderarbeitstreffen des AK Naturschutz und Windenergie im November zu den Aspekten der Ausnahmegenehmigung und der untergesetzlichen Maßstabsbildung. 21

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